Umsätze im E-Commerce fallen weiter: Was steckt hinter dem Trend?

12.07.2023 14:23 149 mal gelesen Lesezeit: 3 Minuten 0 Kommentare

Thema in Kurzform

  • Veränderte Verbraucherpräferenzen und eine Sättigung des Online-Marktes können zu einem Rückgang der E-Commerce-Umsätze führen.
  • Wirtschaftliche Abschwünge und eine Reduzierung der Verbraucherausgaben haben direkten Einfluss auf die E-Commerce-Umsätze.
  • Steigende Konkurrenz und Markteintritt von neuen Playern erhöhen den Druck auf bestehende E-Commerce-Unternehmen und können Umsatzeinbußen verursachen.

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Einleitung

In der heutigen digitalen Welt hat der E-Commerce eine zentrale Rolle. Der aktuelle Trend offenbart jedoch einen unerwarteten Rückgang der Umsätze in diesem Sektor. In diesem Artikel ergründen wir die Gründe für die schrumpfenden Umsätze im E-Commerce und deren Bedeutung für Unternehmen. Dabei beleuchten wir die einflussreichen Faktoren und die Auswirkungen auf den gesamten Onlinehandel.


Der Rückgang erstreckt sich über alle Online-Branchen

Ein Abwärtstrend ist in allen Online-Branchen deutlich spürbar. Im zweiten Quartal verzeichneten die Online-Umsätze einen Rückgang von 12,2 Prozent auf 19,17 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr. Wenn man das gesamte erste Halbjahr betrachtet, liegen die Umsätze sogar um 13,7 Prozent unter dem Vergleichswert von 2022.

Martin Groß-Albenhausen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des E-Commerce-Verbandes bevh, erklärt: "Der anfängliche Konsumschock mit Ausbruch des Ukraine-Kriegs wurde von weiteren negativen Wirtschaftsdaten begleitet. Dadurch hat sich der Negativtrend im Handel verstetigt. Deutschland, wie viele andere Länder, erlebt eine Rezession. Auch der Onlinehandel kann sich von dieser Entwicklung nicht abkoppeln."


Vor- und Nachteile des lokalen Einkaufs gegenüber dem Online-Shopping

Vorteile Nachteile
1 Zahlreiche Menschen kaufen lokal ein, um lokale Unternehmen zu unterstützen Viele Menschen schätzen die Vorteile des Online-Shoppings, wie Bequemlichkeit, Haustür-Lieferung und einfacher Preisvergleich, und nutzen diese weiterhin
2 Der Online-Datenschutz bereitet vielen Menschen Sorgen Online-Shops ergreifen Maßnahmen zur Verbesserung der Datensicherheit, um das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen
3 Bedenken hinsichtlich der Umweltauswirkungen von Online-Einkäufen werden immer größer Viele Online-Unternehmen setzen zunehmend auf umweltfreundlichere Optionen, wie "grüne" Lieferoptionen und umweltfreundlichere Verpackungen

Die größten Verlierer: Unterhaltung, Einrichtung und Bekleidung

Die größten Verlierer: Unterhaltung, Einrichtung und Bekleidung

Ein spezieller Fokus auf die größten Branchen-Cluster im Onlinehandel zeigt: Alle wurden im zweiten Quartal mit Verlusten konfrontiert. Besonders stark betroffen waren die Cluster Unterhaltung (-14,7 Prozent), Einrichtung (-14,3 Prozent) und Bekleidung (-14,1 Prozent). Der Umsatz mit Schuhen sank um 12,3 Prozent auf 979 Millionen Euro.


Die Prognose für den Rest des Jahres

Die schlechten Wirtschaftsdaten und die pessimistischen Geschäftszuschreibungen der Händler bieten wenig Hoffnung auf eine Verbesserung der Geschäftslage im weiteren Jahresverlauf. Die Prognose von 4,8 Prozent Wachstum für die Gesamtbranche ist daher nicht mehr realistisch. Der Verband erwartet stattdessen einen Rückgang der Umsätze von mehr als 5 Prozent im Vergleich zu 2022.

Selbst mit einer Verbesserung der Konsumstimmung im zweiten Halbjahr wären die bisherigen Rückgänge kaum aufzuholen. Der Druck, die Lagerbestände zu reduzieren, wird immer deutlicher und verstärkt den Effekt der Rabatte.


Eine pessimistische Aussicht für den Onlinehandel

Eine pessimistische Aussicht für den Onlinehandel

Die schwache Konsumstimmung in Deutschland trifft den Onlinehandel stärker als erwartet. Der BEVH, der E-Commerce-Verband, hat seine Prognose für das Gesamtjahr nach unten korrigiert und erwartet nun für 2023 einen "Umsatzrückgang von mehr als 5 Prozent" im Vergleich zum Vorjahr.

Unternehmen setzen alles daran, der Krise entgegenzuwirken. Doch es wird immer deutlicher, dass sich die Konsumenten, selbst bei attraktiven Angeboten, kaum noch zum Kauf animieren lassen. Selbst wenn die Konsumstimmung im zweiten Halbjahr unerwartet verbessert würde, wären die bisherigen Verluste kaum wettzumachen.


Fazit

Ob und wann eine Erholungsphase einsetzt, ist ungewiss. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Branche an die neuen Herausforderungen anpasst. In der Zwischenzeit müssen sowohl Unternehmen als auch Verbraucher flexibel bleiben und sich an die veränderten Marktbedingungen anpassen.


FAQs zum Blogbeitrag: Umsätze im E-Commerce fallen weiter: Was steckt hinter dem Trend?

Warum fallen die Umsätze im E-Commerce?

Es gibt keine einheitliche Ursache hierfür. Eine Marktübersättigung, intensivierter Wettbewerb sowie eine Veränderung des Kundenverhaltens könnten jedoch dazu beitragen.

Seit wann hält dieser Trend an?

Dieser rückläufige Trend bei den E-Commerce-Umsätzen besteht seit dem vergangenen Jahr.

Welche Auswirkungen hat dieser Trend auf Verkäufer im E-Commerce?

Verkäufer sind gezwungen, sich an diese Veränderungen anzupassen und neue Strategien zur Umsatzsteigerung und Wettbewerbsfähigkeit zu finden.

Welche Maßnahmen könnten Verkäufer ergreifen, um dem Trend entgegenzuwirken?

Verkäufer könnten in besseres Kundenerlebnis investieren, Preisstrategie oder Produktangebot optimieren, oder neue Technologien wie künstliche Intelligenz einsetzen.

Erwarten wir eine Änderung dieses Trends in naher Zukunft?

Es bleibt ungewiss, wann und ob dieser Trend umkehren wird. Daher sollten sich Verkäufer auf mögliche weitere Rückgänge vorbereiten.

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Zusammenfassung des Artikels

Der E-Commerce Sektor erlebt einen unerwarteten Rückgang der Umsätze, beeinflusst durch negative Wirtschaftsdaten und die allgemeine Rezession. Laut E-Commerce-Verband BEVH sind besonders die Bereiche Unterhaltung, Einrichtung und Bekleidung betroffen und trotz Bemühungen der Unternehmen, ist eine Besserung der Situation aktuell nicht in Sicht.

REMIRA ROQQER Talk: Das KI-Potential entfesseln
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Wenn das Stichwort „künstliche Intelligenz“ fällt, gehen die Meinungen auseinander. Ob KI nun irgendwann die Weltherrschaft übernimmt, menschliche Arbeitskräfte ersetzt oder uns einfach nur das Leben erleichtern wird: Die Möglichkeiten scheinen nahezu unbegrenzt. In diesem REMIRA ROQQER Talk geht es um künstliche Intelligenz im Kontext des Handels. Zu Gast Felix Weipprecht (Digital Zentral) und Saim Rolf. Alkan (AX Semantics)

DIGITAL ZENTRAL - UNTERNEHMENSBERATUNG
IMMER TEIL DER LÖSUNG
Felix Weipprecht

Felix Weipprecht ist ein führender Experte im Bereich der Digitalstrategien, mit einem besonderen Fokus auf eCommerce. Seine Spezialgebiete umfassen auch Omnichannel-Lösungen, Suchmaschinenmarketing und Social Media. Mit einer persönlichen, direkten und lösungsorientierten Herangehensweise entwickelt er effektive eCommerce-Strategien, um Ihren Online-Erfolg zu maximieren. Er unterstützt Sie dabei, die Sichtbarkeit Ihrer Webseite zu erhöhen und Ihre Präsenz in sozialen Medien zu stärken. Sein Ziel ist es, Unternehmen ganzheitlich bei der Optimierung ihrer digitalen Präsenz zu unterstützen.

Nützliche Tipps zum Thema:

  1. Versuchen Sie, die Gründe für den Umsatzrückgang zu verstehen. Analysieren Sie die Verkaufsdaten und identifizieren Sie mögliche Muster oder Trends.
  2. Überprüfen Sie Ihre Marketingstrategien. Vielleicht ist es an der Zeit, neue Marketingtaktiken zu erproben oder Ihre aktuellen Strategien zu optimieren.
  3. Betrachten Sie Ihr Produktportfolio. Stellen Sie sicher, dass Sie Produkte anbieten, die Ihren Kunden einen echten Mehrwert bieten und mit den aktuellen Markttrends übereinstimmen.
  4. Investieren Sie in die Kundenzufriedenheit. Ein zufriedener Kunde ist eher geneigt, wieder bei Ihnen einzukaufen und Sie weiterzuempfehlen.
  5. Bleiben Sie auf dem Laufenden über die neuesten E-Commerce-Trends. Es ist wichtig, immer auf dem neuesten Stand zu sein, um wettbewerbsfähig zu bleiben und auf Veränderungen im Markt reagieren zu können.

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