Gefährliche E-Mails erkennen und das Postfach sicher nutzen
Sie lernen, woran Sie Spam und Phishing erkennen und mit welchen Einstellungen Sie Ihr Postfach nach Empfehlung des BSI absichern. Das schützt Ihre Konten, denn wer Ihr Postfach kontrolliert, kann Passwörter bei vielen Diensten zurücksetzen.
Inhalt dieses Artikels
Ihr Postfach ist oft der Schlüssel zu vielen Onlinekonten, weil sich darüber Passwörter zurücksetzen lassen, wie das BSI erläutert (öffnet in neuem Fenster). Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie gefährliche Mails erkennen und das Postfach absichern.
Schritt für Schritt
Jede Mail vor dem Öffnen prüfen
Das BSI empfiehlt einen Sicherheits-Check vor dem Öffnen (öffnet in neuem Fenster) mit drei Fragen:
- Ist der Absender bekannt?
- Ist der Betreff sinnvoll? Vage Betreffs wie „Ihre Rechnung“, „Mahnung“ oder „Dringende Nachricht“ sind laut BSI in vielen Spam-Mails üblich.
- Wird von diesem Absender ein Anhang erwartet?
Ergibt sich insgesamt kein stimmiges Bild, rät das BSI, die Mail ungeöffnet zu löschen (öffnet in neuem Fenster). Im Zweifel fragen Sie vorab persönlich beim Absender nach.
Phishing-Merkmale erkennen
Phishing bedeutet, dass Betrüger Sie auf gefälschten Webseiten zur Preisgabe persönlicher Daten bewegen wollen. Laut BSI (öffnet in neuem Fenster) sollten Sie stutzig werden bei:
- unerwarteten Anhängen oder Dateiendungen wie .exe oder .zip,
- ungewöhnlichen Sprachmustern und holprigen Formulierungen,
- Zeitdruck, Drohungen oder angeblich dringenden Aktionen.
Prüfen Sie Absenderadresse und Link-Adresse per Mouseover (Mauszeiger darüberhalten, ohne zu klicken). Öffnen Sie keine Anhänge und klicken Sie keine Links in verdächtigen Mails an, auch nicht bei scheinbar bekanntem Absender. Unternehmen und Behörden fragen laut BSI nie per E-Mail nach Passwörtern oder Bankdaten (öffnet in neuem Fenster).
Das Konto absichern
- Verwenden Sie ein einzigartiges, starkes Passwort oder, wo möglich, Passkeys. Diese beruhen auf einem kryptografischen Verfahren ohne Passworteingabe (BSI (öffnet in neuem Fenster)). Hilfe bei der Verwaltung bietet Passwort-Manager nutzen.
- Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentisierung, etwa mit Einmal-Code per App oder Fingerabdruck. Das Konto bleibt so laut BSI auch nach einem Passwort-Leak geschützt.
- Legen Sie Alias-Adressen an, etwa getrennt für Behörden und Banken, Shopping und Newsletter. Wird ein Alias zum Spam-Ziel, löschen oder ändern Sie nur diesen.
Filter, Updates und Anzeige einstellen
- Aktivieren Sie die Spam- und Phishing-Filter Ihres Anbieters. Sie analysieren laut BSI Absender, Inhalte, Anhänge und Links.
- Halten Sie Betriebssystem, E-Mail-Client und Virenschutz aktuell, möglichst mit automatischen Updates.
- Deaktivieren Sie die HTML-Anzeige und nutzen Sie die Nur-Text-Ansicht. Im Quellcode von HTML-Mails kann Schadcode stecken, auch Tracking-Pixel lassen sich einbetten. Bei vertrauenswürdigen Absendern können Sie HTML und externe Bilder einzeln wieder zulassen.
- Verschlüsseln Sie vertrauliche Mails mit S/MIME oder OpenPGP. Ohne Verschlüsselung sind Mails laut BSI wie Postkarten.
Diese Punkte nennt das BSI in seinen Tipps für mehr E-Mail-Sicherheit (öffnet in neuem Fenster).
Worauf Sie achten sollten
- Das BSI betont, dass für sichere E-Mail-Nutzung keine zusätzliche Software nötig ist; Webmail im Browser genügt. Bei einem E-Mail-Programm sollten sichere Protokolle (POP3S, IMAPS, SMTPS) genutzt werden (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
- Manche Schadsoftware liest Kontakte und Mail-Inhalte infizierter Systeme aus und nutzt sie zur Verbreitung. Eine Mail kann daher täuschend echt wirken. Mehr dazu unter Schadsoftware auf dem Computer.
- Technische Schutzmaßnahmen im Hintergrund setzt Ihr Anbieter um. Wie deutsche Anbieter dabei abschneiden, zeigt laut BSI sein E-Mail-Checker (öffnet in neuem Fenster).
- Filter sollen laut BSI das Risiko senken, dass Sie unter Zeitdruck auf Fälschungen hereinfallen. Ihre eigene Prüfung ersetzen sie nicht.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich eine Phishing-Mail am schnellsten?
Am schnellsten hilft der Check von Absender, Betreff und Anhang. Passt eines davon nicht, etwa eine „Rechnung“ ohne Bestellung, kann es laut BSI (öffnet in neuem Fenster) Phishing sein.
Was tun bei einer verdächtigen Mail?
Öffnen Sie keine Anhänge und klicken Sie keine Links. Löschen Sie die Mail oder fragen Sie persönlich beim Absender nach (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
Weitere Beiträge finden Sie im Ressort Technik.
Stand: Dieser Beitrag gibt den Stand vom 02.11.2026 wieder.
Software, Hardware und Service für Ihr komplettes Digital-Signage-Projekt.