Schadsoftware auf dem Computer: Infektionswege erkennen und Gegenmaßnahmen planen
Das BSI beschreibt, über welche Wege Schadsoftware auf PC, Smartphone und Router gelangt. Sie erfahren, welche Ansatzpunkte sich daraus für die Prüfung eines verdächtigen Geräts ergeben und was die Quelle nicht beantwortet.
Wer ein infiziertes Gerät bereinigen will, muss wissen, wie die Schadsoftware hineingelangt ist. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) (öffnet in neuem Fenster) nennt dafür die typischen Infektionswege.
Schritt für Schritt
Die BSI-Seite beschreibt Infektionswege und Vorbeugung. Daraus lässt sich eine Prüfreihenfolge ableiten, mit der Sie die Ursache eingrenzen.
- E-Mails prüfen: Haben Sie zuletzt einen Anhang geöffnet, etwa eine angebliche Mahnung oder Rechnung als Office-Datei, oder Makros aktiviert? Das BSI rät dringend davon ab, Anhänge unbekannter Absender zu öffnen. Auch eine scheinbar bekannte Absenderadresse kann gefälscht sein. Gefährlich sind außerdem Links im Text, die zum Download von „.exe“- oder Office-Dateien führen (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
- Webseiten und Updates prüfen: Laut BSI können selbst seriöse Seiten mit sogenanntem Drive-by-Code verseucht sein, etwa über manipulierte Werbebanner von einem externen Server. Spielen Sie Updates für Betriebssystem und andere Software deshalb so zeitnah wie möglich ein (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
- Externe Speichermedien klären: Schadsoftware verbreitet sich weiterhin über USB-Sticks. Das betrifft Werbegeschenke und auch Sticks mit Treibersoftware. Ein sauberer Stick kann sich zudem an einem infizierten Fremdrechner, etwa im Copy-Shop, anstecken (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
- Bei Android-Geräten Apps prüfen: Eine manipulierte App, die der Nutzer selbst installiert, gehört laut BSI zu den häufigsten Infektionswegen. Achten Sie darauf, welche Rechte eine App erhalten hat, etwa auf Kontakte, SMS, Kamera, Mikrofon oder Standort. Das BSI empfiehlt Apps nur aus kontrollierten Quellen wie dem Google Play Store oder dem App Store von Amazon (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
- Mobile Geräte und USB-Verbindungen bedenken: Wurde das Smartphone an einen möglicherweise infizierten Rechner angeschlossen und der Zugriff freigegeben, kann der Rechner es wie ein Laufwerk infizieren (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
- Router und Smart Home einbeziehen: Der Router ist der Zugangspunkt aller Geräte im Heimnetz und daher ein Ziel. Das BSI verweist auf einen Angriff im November 2016, der Router in ein Botnetz einbinden sollte. Bei vernetzten Haushaltsgeräten nennt es als Risiken manipulierte Zugangssteuerungen und infizierte Webcams (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
Worauf Sie achten sollten
Die genannte BSI-Seite liefert keine Liste konkreter Warnzeichen und keine Anleitung zum Entfernen der Schadsoftware. Dafür verweist sie auf eigene Unterseiten: „Infektionsbeseitigung für PCs, Laptops & Co.“, „Infektionsbeseitigung bei Smartphones und Tablets“ und „Infektionsbeseitigung bei smarten Haushaltsgeräten“ (BSI (öffnet in neuem Fenster)). Folgen Sie für die eigentliche Bereinigung diesen Seiten.
- Auch offizielle App-Stores sind nicht fehlerfrei. Laut BSI tauchen dort vereinzelt manipulierte Anwendungen auf, bei Drittanbieterquellen fehlt jede Sicherheitskontrolle (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
- Nach einer ersten Infektion wird nicht selten weiterer Schadcode aus dem Internet nachgeladen. Automatische Updates lassen sich in den Geräteeinstellungen einrichten (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
- Berechtigungsanfragen sollten Sie nicht unbedacht bestätigen. Prüfen Sie jeweils, ob die Freigabe für den geplanten Zweck nötig ist (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
- Bei Smart-Home-Käufen sollte die Cyber-Sicherheit neben Kosten und Komfort mitentscheiden (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
Weiterführend: Grundlagen im Glossar zu IT-Sicherheit, ein Cybersecurity-Quiz für Mitarbeiter und weitere Beiträge im Ressort Technik.
Stand: Dieser Beitrag gibt den Stand vom 22.10.2026 wieder.
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