Smart Speaker sicher nutzen: Sprachassistenten richtig einstellen
Sie erfahren, welche Einstellungen und Gewohnheiten bei Smart Speakern und Sprachassistenten die Privatsphäre schützen. So behalten Sie den Überblick über Ihre privaten Daten.
Inhalt dieses Artikels
Mit jeder Nutzung eines Sprachassistenten entstehen private Informationen, die laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) (öffnet in neuem Fenster) häufig in der Cloud des Anbieters liegen. Das BSI nennt mehrere Maßnahmen, mit denen Sie die Sicherheitsrisiken reduzieren können.
Warum Einstellungen wichtig sind
Ein Sprachassistent wandelt Ihre Eingabe zunächst in Text um. Die Verarbeitung des Befehls findet laut BSI (öffnet in neuem Fenster) häufig in der Cloud statt, also nicht lokal im Gerät. Gespeicherte Daten könnten laut BSI gestohlen, kopiert, weiterverkauft oder für Erpressung und Betrug genutzt werden.
Schritt für Schritt
- Nutzen und Risiko abwägen: Überlegen Sie vor dem Einsatz, welche Daten anfallen und ob der Nutzen mögliche Eingriffe in die Privatsphäre überwiegt (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
- Geeigneten Standort wählen: Stellen Sie das Gerät dorthin, wo nur Berechtigte es nutzen können. Am offenen Fenster ist es ungeeignet, wenn es ein smartes Türschloss steuern kann (BSI (öffnet in neuem Fenster)). Mehr zu diesem Thema: Einstieg ins Smart Lock-System.
- Sprachprofile anlegen: Richten Sie, falls möglich, Sprachprofile für verschiedene Personen zur Interaktion mit dem Gerät ein (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
- PIN oder Passwort verlangen: Kritische Sprachbefehle und Bestellungen sollten erst nach Eingabe eines PIN-Codes oder Passworts ausgeführt werden (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
- Separates WLAN einrichten: Legen Sie über den heimischen Router, wo möglich, ein eigenes WLAN für smarte Geräte an. So bleiben Laptops und Smartphones mit sensiblen Daten vom Smarthome getrennt (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
- Datenschutzeinstellungen prüfen: Kontrollieren Sie diese und passen Sie sie Ihren Bedürfnissen an (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
- Gespeicherte Daten einsehen: Regelmäßige Einsicht hilft, missbräuchliche Verwendung zu erkennen. Bei Bedarf löschen Sie Daten (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
- Erweiterungen prüfen: Beziehen Sie Anwendungen zur Funktionserweiterung nur aus vertrauenswürdigen Quellen (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
- Bei Abwesenheit ausschalten: Deaktivieren Sie den Assistenten, wenn Sie nicht da sind. Auch in privaten Situationen kann das Ausschalten sinnvoll sein, damit keine Gespräche verarbeitet werden (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
Worauf Sie achten sollten
- Sprachassistenten stecken nicht nur in Smart Speakern, sondern laut BSI (öffnet in neuem Fenster) zunehmend auch in Geräten wie Smart-TVs und in Autos.
- Das BSI stellt fest, dass bei den meisten Anbietern keine zuverlässigen Erkenntnisse über verschlüsselte Kommunikation, sichere Server oder den Umgang mit Nutzerinformationen vorliegen (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
- Lokale, dezentrale Systeme verarbeiten Daten laut BSI nur auf dem Gerät, können aber im Funktionsumfang eingeschränkter sein (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
- Das BSI bietet die Broschüre „Wegweiser kompakt: 8 Tipps zum Basisschutz von Smart Speakern“ als PDF an (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
- Halten Sie die Geräte zudem aktuell, siehe Softwareupdates und automatische Updates.
Häufige Fragen
Wo werden Sprachbefehle verarbeitet?
Laut BSI (öffnet in neuem Fenster) häufig in der Cloud, nicht lokal auf dem Gerät.
Wie starte ich einen Sprachbefehl?
In der Regel über ein Aktivierungswort oder eine nicht-sprachliche Eingabe wie einen Knopfdruck (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
Stand: Dieser Beitrag gibt den Stand vom 23.10.2026 wieder.
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