Fake-Shops erkennen und beim Onlineshopping sicher bezahlen
Sie lernen, welche Merkmale und Prüfangebote bei der Einschätzung eines Onlineshops helfen, wie Sie Ihr Kundenkonto absichern und was im Betrugsfall zu tun ist.
Inhalt dieses Artikels
Beim Onlineshopping drohen laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) (öffnet in neuem Fenster) nicht gelieferte Ware und der Missbrauch von Kreditkarten- oder Kontodaten. Mit wenigen Prüfschritten vor dem Kauf senken Sie dieses Risiko.
Schritt für Schritt
- Den Shop vorab prüfen: Das BSI rät, sich vor dem Kauf über die Gegebenheiten des Onlineshops zu informieren. Fragen Sie sich, ob die AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) einsehbar sind, ob eine seriöse Anbieterkennzeichnung vorhanden ist und ob es Datenschutzvereinbarungen gibt. Quelle: BSI, Sicherheit beim Onlineshopping (öffnet in neuem Fenster).
- Prüfangebote nutzen: Das BSI verweist auf den Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen mit aktuellen Warnungen vor Fakeshops, also gefälschten Onlineshops. Außerdem nennt es die Watchlist Internet mit einer Liste betrügerischer Shops und einer Meldemöglichkeit. Der Fake-Shop Detector ist eine Browser-Erweiterung, die laut BSI in Echtzeit vor Fakeshops warnt. Diese Angebote stammen von Dritten; das BSI (öffnet in neuem Fenster) listet sie im Cybersicherheits-Lotsen.
- Bezahlmethoden vergleichen: Informieren Sie sich vor dem Einkauf über die angebotenen Bezahlmethoden. Das BSI führt dazu die Seite „Bezahlmethoden: Pro und Contra“ und ein PDF „Sicher zahlen im E-Commerce“ zum Download auf (Übersichtsseite des BSI (öffnet in neuem Fenster)).
- Das Kundenkonto absichern: Das BSI nennt sieben Schlüsselfaktoren: sichere Passwörter wählen, mit Passwörtern sicher umgehen, Zwei-Faktor-Authentisierung nutzen (eine zweite Bestätigung zusätzlich zum Passwort), das E-Mail-Konto gut schützen, Phishing-E-Mails erkennen (betrügerische Nachrichten, die Zugangsdaten abgreifen sollen), mit ihnen sicher umgehen sowie informiert und auf dem aktuellen Stand bleiben. Details dazu finden Sie in der Bildergalerie des BSI (öffnet in neuem Fenster).
- Für den Ernstfall vorsorgen: Das BSI bietet eine SOS-Karte zum Herunterladen und Ausdrucken an. Opfer eines Betrugs können Strafanzeige bei den Onlinewachen der Polizeien der Länder stellen. Bei grenzüberschreitenden Einkäufen verweist das BSI auf das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
Worauf Sie achten sollten
- Betrug beschränkt sich nicht auf ausbleibende Ware. Kreditkarten- und Kontodaten werden laut BSI (öffnet in neuem Fenster) auch über schlecht gesicherte Online-Accounts, gefälschte Webseiten und schädliche E-Mails abgegriffen. Zum Thema passt unser Glossareintrag Internetkriminalität.
- Der Accountschutz gehört zum sicheren Einkauf dazu. Das BSI legt auf die Absicherung des persönlichen Zugangs besonderes Augenmerk (BSI (öffnet in neuem Fenster)). Weitere Grundlagen finden Sie unter IT-Sicherheit.
- Die verlinkten Angebote Dritter liegen nicht in der Verantwortung des BSI. Es weist darauf hin, dass Aktualität und Richtigkeit der Links nicht immer sichergestellt werden können (BSI (öffnet in neuem Fenster)). Prüfen Sie einen Shop deshalb möglichst über mehrere Angebote.
- Aktuell bleiben Sie mit dem monatlichen Newsletter „Einfach • Cybersicher“, den das BSI nach eigenen Angaben für Verbraucherinnen und Verbraucher anbietet (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
Häufige Fragen
Gibt es ein einzelnes Merkmal, das einen Shop sicher macht?
Die Quelle nennt kein einzelnes Merkmal. Sie empfiehlt, mehrere Punkte zu prüfen: AGB, Anbieterkennzeichnung und Datenschutzvereinbarungen (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
Welche Bezahlmethode ist die sicherste?
Die hier ausgewertete BSI-Seite nennt keine Rangfolge. Sie rät, sich vorab über die Bezahlmethoden zu informieren, und verweist auf eine eigene Übersicht mit Vor- und Nachteilen (BSI (öffnet in neuem Fenster)).
Stand: Dieser Beitrag gibt den Stand vom 19.10.2026 wieder.
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