DHL stärkt Baltikum-Präsenz, während Shein unter Druck gerät

    Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
    28.07.2026 14 mal gelesen

    DHL baut Präsenz im Baltikum mit Übernahme von Venipak aus

    DHL E-Commerce hat eine endgültige Vereinbarung zur Übernahme der Venipak Group unterzeichnet. Die Transaktion betrifft die Venipak-Gesellschaften in Litauen, Lettland und Estland und steht noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen, wie Logistik Online und die DVZ – Deutsche Verkehrs-Zeitung berichten.

    Venipak zählt laut den Quellen zu den größten unabhängigen Paketdienstleistern im Baltikum. Das Unternehmen verfügt über rund 800 Paketstationen, ein umfangreiches Netzwerk an Abholpunkten sowie etablierte Zustellkapazitäten für B2B- und B2C-Sendungen. DHL E-Commerce erhält damit Zugang zu einer nationalen Zustellinfrastruktur in einer Region, die durch eine hohe Out-of-Home-Nutzung und anhaltendes E-Commerce-Wachstum gekennzeichnet ist.

    Nach dem Abschluss soll Venipak schrittweise in das globale Logistiknetzwerk der DHL Group integriert werden. Die Marke „Venipak“ bleibt bestehen, ebenso das aktuelle Management-Team und die Mitarbeitenden in ihren Funktionen. DHL plant Investitionen in die Belegschaft, den Ausbau des Paketstationsnetzes, zusätzliche Sortierkapazitäten an zentralen Standorten sowie die Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur.

    Für die Kunden von Venipak soll sich der Zugang zum globalen Netzwerk von DHL E-Commerce erweitern. Dazu gehören nach Angaben von Logistik Online und der DVZ Paket- und Retourenlösungen sowie mehr als 165.000 Out-of-Home-Punkte. Finanzielle Details der Übernahme wurden laut DVZ nicht genannt.

    „Die baltischen Staaten gehören heute zu den am schnellsten wachsenden E-Commerce-Märkten Europas“, sagte Pablo Ciano, CEO von DHL E-Commerce, laut Logistik Online und DVZ.

    Auch die Österreichische Verkehrszeitung berichtet, dass DHL eCommerce mit dem Erwerb der Venipak-Gesellschaften seine internationale Zustellung auf Litauen, Lettland und Estland erweitert. Im Mittelpunkt steht dabei der Zugang zu einem dichten Zustellnetz in den drei baltischen Staaten.

    Infobox: DHL E-Commerce übernimmt vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen Venipak in Litauen, Lettland und Estland. Venipak bringt rund 800 Paketstationen, Abholpunkte sowie B2B- und B2C-Zustellkapazitäten ein; die Marke und das bisherige Management bleiben bestehen.

    Shein weist im ersten Quartal einen Verlust von 99 Millionen US-Dollar aus

    Die Online-Plattform Shein hat vor dem anvisierten Börsengang in Hongkong schwache Geschäftszahlen veröffentlicht. Nach Angaben von Logistik Heute geht aus einer Mitteilung an der Hongkonger Börse hervor, dass das aus China stammende Unternehmen in den ersten drei Monaten dieses Jahres einen Verlust von 99 Millionen US-Dollar verzeichnete.

    Im gleichen Quartal des Vorjahres hatte Shein den Angaben zufolge noch einen Gewinn von 395 Millionen Dollar ausgewiesen. Der Konzernumsatz stieg im Vergleichszeitraum lediglich um 1,1 Prozent auf 9,05 Milliarden Dollar.

    KennzahlAngabe
    Verlust in den ersten drei Monaten dieses Jahres99 Millionen US-Dollar
    Gewinn im gleichen Quartal des Vorjahres395 Millionen Dollar
    Umsatzsteigerung im Vergleichszeitraum1,1 Prozent
    Umsatz im Vergleichszeitraum9,05 Milliarden Dollar

    Shein erklärte laut Logistik Heute, es gebe keine Zusicherung, dass die Profitabilität auch künftig erhalten werden könne. Als Risiken nannte das Unternehmen internationale Spannungen, Auswirkungen auf die internationale Handelspolitik und staatliche Regulierung. Konkret verwies Shein auf die Aufhebung der „De-Minimis“-Regelung für zollfreie Pakete in den USA sowie auf eine neue EU-Regelung, nach der auch Pakete mit einem Warenwert unter 150 Euro Abgaben vorsieht.

    Zusätzlichen Kostendruck bei der Logistik führte Shein auf den Irankrieg und gestiegene Rohölpreise zurück. Das Unternehmen verwies zugleich auf langfristige Vereinbarungen, durch die Luftfrachtkapazitäten gesichert werden konnten. Die Geschäftsführung sehe durch den Konflikt keine wesentlichen Auswirkungen auf das Geschäft.

    Der Zeitpunkt der Erstnotiz am Finanzplatz Hongkong ist weiterhin unklar. Die Mitteilung stellt laut Logistik Heute den ersten Einblick in den Zustand des Unternehmens dar, seit der geplante Börsengang bekannt geworden ist.

    Infobox: Shein meldete für die ersten drei Monate dieses Jahres einen Verlust von 99 Millionen US-Dollar, nachdem im gleichen Quartal des Vorjahres noch 395 Millionen Dollar Gewinn ausgewiesen worden waren. Der Umsatz stieg um 1,1 Prozent auf 9,05 Milliarden Dollar; als Risiken gelten unter anderem internationale Spannungen, Zollregelungen und staatliche Regulierung.

    Dirks Group entwickelt Logistik- und Industrieareal in Emden weiter

    Die Dirks Group beginnt ab September mit der Weiterentwicklung eines zusammenhängenden Logistik- und Industrieareals in der Seehafenstadt Emden. Wie Logistik Heute berichtet, stehen dem Kontraktlogistikdienstleister dort nun insgesamt 90.000 Quadratmeter Hallenflächen im Industriestandard zur Entwicklung und Ansiedlung logistischer sowie industrieller Projekte zur Verfügung.

    Im Fokus stehen Lösungen für die Konsumgüterindustrie und den Handel, für Produktion und Zulieferung sowie für Instandhaltung. Dirks will dabei sein Know-how in Distributions- und E-Commerce-Lösungen, in der logistischen Produktionsversorgung mit Fertigung von Komponenten sowie in militärischer Logistik mit Materialbewirtschaftung und Instandhaltung einbringen.

    Das Areal verfügt über einen Güterbahnhof mit direktem DB-Anschluss und liegt in unmittelbarer Nähe zum Seehafen, zur Autobahn A31 sowie zum Aviation Park North Sea mit dem Flugplatz EDWE. Das insgesamt 100 Hektar umfassende Gelände bietet laut Logistik Heute weitere Flächen für künftiges Wachstum.

    Das benachbarte Volkswagenwerk soll weiterhin aus dem nordöstlichen Bereich des Parks beliefert werden. Die zusätzlichen Flächen wurden durch eine Vereinbarung mit der Stadt Emden verfügbar. Dirks übernimmt sie von der Stadt, um sie gezielt einer neuen logistischen und industriellen Nutzung zuzuführen. Frei geworden waren die Flächen durch die Transformation in der Automobilindustrie.

    Die Dirks Group ist bereits seit 2005 auf dem Gelände aktiv. In den vergangenen zehn Jahren investierte das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 50 Millionen Euro in Produktionsstätten und Logistikanlagen für die Fertigung von Komponenten und logistische Versorgungsprozesse.

    Nach Angaben von Logistik Heute beschäftigt die Dirks Group aktuell rund 4.500 Mitarbeiter an insgesamt 32 Standorten in Deutschland und international. Das Unternehmen wurde vor mehr als 90 Jahren in Emden gegründet und hat dort weiterhin seinen Sitz. Zum Leistungsportfolio gehören Logistik und Warehousing, Engineering und Automatisierung, Produktion und Zulieferung sowie Sustainment und Instandhaltung.

    Infobox: Dirks entwickelt ab September ein Logistik- und Industrieareal in Emden weiter. Zur Verfügung stehen insgesamt 90.000 Quadratmeter Hallenflächen auf einem 100 Hektar umfassenden Gelände mit Güterbahnhof, direktem DB-Anschluss und Nähe zu Seehafen, Autobahn A31 und Aviation Park North Sea.

    Pickware setzt auf dialogfähige Lagerlogistik und schnelle Einarbeitung

    Das e-commerce magazin beschreibt in einem Gespräch mit Pickware-Gründer Samuel Vogel, wie Händler ihre Lager für Black Friday und das Weihnachtsgeschäft vorbereiten können. Im Mittelpunkt stehen schnelle Einarbeitung, iPhone-basierte Bedienung und durchgängig digitale Prozesse.

    Pickware bietet seit über zehn Jahren ERP- und Warehouse-Management-Lösungen für Shopify- und Shopware-Händler an. Das System soll dafür sorgen, dass Pakete ausgehen, Bestände jederzeit bekannt sind, Überverkäufe vermieden werden und die richtige Ware in der richtigen Menge zum richtigen Kunden gelangt.

    Als wesentlichen Unterschied zu anderen Lösungen nennt Vogel die tiefe Integration mit Shopify und Shopware. Dadurch sollen Synchronisationsprobleme und Überverkäufe vermieden werden. Lagermitarbeiter arbeiten laut dem Interview mit einem iPhone und einer Barcodescanner-Hülle; zusätzliche Hardware sei nicht erforderlich.

    Die Bedienung soll insbesondere in der Peak Season eine schnelle Einarbeitung von Hilfskräften ermöglichen. Händler können laut dem Beitrag jederzeit erkennen, wo Optimierungspotenziale liegen, wie schnell ihr Lager arbeitet und an welchen Stellen nachgesteuert werden muss.

    Mit der neuen Pickware AI sollen Händler per Sprach- und Text-Interface direkt mit ihrem Lager kommunizieren können. Als weitere Funktionen nennt das e-commerce magazin automatisierte Bestellvorschläge und einen MCP-Server.

    Pickware bedient dem Beitrag zufolge kleine Händler bis zu Unternehmen mit mehr als 100 Millionen Euro Umsatz. Ein Systemwechsel sei durch die native Integration in Shopify und Shopware nicht erforderlich.

    „Ihre Lagermitarbeiter laufen mit einem iPhone mit Barcodescanner-Hülle durchs Lager – mehr Hardware brauchen sie nicht“, sagte Samuel Vogel im Gespräch mit dem e-commerce magazin.

    Auch die Markenpositionierung von Pickware war Gegenstand des Interviews. Vogel bezeichnet den Claim „Unfuck Your Warehouse“ als bewusst provokant und erklärt, dass die Ansprache bei jungen Händlern besonders gut ankomme. Traditionellere Händler würden zunächst genauer hinschauen und sich anschließend ebenfalls für die Lösung entscheiden, so seine Einschätzung.

    • KI-gestützte Kommunikation mit dem Lager per Sprach- und Text-Interface
    • Automatisierte Bestellvorschläge und MCP-Server
    • iPhone-basierte Bedienung mit Barcodescanner-Hülle
    • Native Integration in Shopify und Shopware
    • Skalierbarkeit von kleinen Händlern bis zu Unternehmen mit mehr als 100 Millionen Euro Umsatz

    Infobox: Pickware stellt eine ERP- und Warehouse-Management-Lösung für Shopify- und Shopware-Händler bereit. Die neue Pickware AI, die iPhone-basierte Bedienung und die native Systemintegration sollen eine schnelle Einarbeitung und eine skalierbare Lagerabwicklung in der Peak Season ermöglichen.

    Quellen:

    Zusammenfassung des Artikels

    DHL übernimmt vorbehaltlich der Genehmigungen Venipak im Baltikum, während Shein Verluste meldet und Dirks sowie Pickware ihre Logistikangebote ausbauen.

    Lofree Touch PBT - Die Maus für Menschen, die ihren Schreibtisch lieben
    Lofree Touch PBT - Die Maus für Menschen, die ihren Schreibtisch lieben
    YouTube

    In diesem Video schaue ich mir die Lofree Touch PBT Maus an – aber nicht aus Sicht eines Gamers. Mich interessiert nicht, ob sie die beste Gaming-Maus ist oder ob sie bei jedem technischen Wert ganz oben mitspielt. Ich nutze sie als ganz normaler Anwender, der täglich viele Stunden am Schreibtisch arbeitet und einfach eine besondere Maus haben möcht

    Digital Signage Banner
    Counter