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Logistik

Logistik unter Druck: Preise, KI, Flugzeugunglück und neue Lagerflächen

Der KEP-Preisindex bleibt trotz steigender Kosten stabil, während Mader KI ausbaut, ein Amazon-Frachtflugzeug verunglückt und Maintrans neue Lagerflächen mietet.

KI-generiertes Symbolbild zu: Logistik unter Druck: Preise, KI, Flugzeugunglück und neue Lagerflächen
Symbolbild, KI-generiert
Inhalt dieses Artikels
  1. Transportpreisindex im KEP-Markt bleibt auf hohem Niveau
  2. Mader Logistik baut Einsatz von Xentral-KI im 4PL-Fulfillment aus
  3. Neue Xentral-Funktionen ab Oktober 2026
  4. Amazon-Frachtflugzeugunglück in Miami: Ermittler sichern Flugschreiber
  5. Maintrans mietet 9.000 Quadratmeter in Pulheim

Transportpreisindex im KEP-Markt bleibt auf hohem Niveau

Der Transportpreisindex am deutschen KEP-Markt hat sich im Juli 2026 stabilisiert. Nach Angaben von eurotransport.de lag der Index bei 139,2 Punkten und damit praktisch unverändert gegenüber dem Vormonat.

Die Seitwärtsbewegung steht laut Quelle unter erheblicher Anspannung bei den Kurier-, Express- und Paketdiensten. Als wesentliche Kostentreiber werden insbesondere Treibstoff- und Personalkosten genannt. Geopolitische Spannungen rund um die Straße von Hormus, Niedrigwasser in der Binnenschifffahrt und der Wegfall des Tankrabatts hätten zu erheblichen Preissprüngen bei Treibstoffen geführt.

Damit vermittelt der unveränderte Indexstand nach Darstellung von eurotransport.de kein Bild einer entspannten Marktlage. Vielmehr stabilisiert sich das Preisniveau, obwohl sich die Kostenbedingungen für KEP-Dienstleister deutlich verändern.

KennzahlWert
Transportpreisindex am deutschen KEP-Markt139,2 Punkte
Betrachteter ZeitraumJuli 2026

Zusammenfassung: Der KEP-Transportpreisindex steht bei 139,2 Punkten. Hinter der unveränderten Entwicklung stehen steigende Belastungen durch Treibstoff- und Personalkosten.

Mader Logistik baut Einsatz von Xentral-KI im 4PL-Fulfillment aus

Mader Logistik erweitert nach Angaben von Logistra.de sein 4PL-Fulfillment um KI-gestützte ERP-Prozesse. Gemeinsam mit dem ERP-Anbieter Xentral sollen unter anderem die Auftragsbearbeitung, die Rechnungsverarbeitung und das Reporting stärker automatisiert werden. Erste Funktionen sind bereits im Einsatz.

Der Logistikdienstleister mit Hauptsitz in Ansbach ist auf 4PL-Fulfillment für Start-ups und E-Commerce-Unternehmen ausgerichtet. Neben logistischen Aufgaben übernimmt Mader IT-Dienstleistungen, Beratung, Prozessoptimierung und die Koordination von Unterauftragnehmern.

Die engere Zusammenarbeit mit Xentral besteht seit Anfang 2025. Zu Beginn lagen die Schwerpunkte auf der Implementierung der ERP-Software bei Neukunden, dem First-Level-Support und der Entwicklung von Schnittstellen für die Einbindung in unterschiedliche IT-Umgebungen.

„Aus unserer Sicht entscheiden One Stop Shopping, automatisierte Prozesse, effiziente Abläufe, eine gute Skalierung sowie Cashflow darüber, wie profitabel ein E-Commerce-Händler wächst. Durch den Einsatz von KI kann der Erfolg beschleunigt werden“, sagt Philipp Thiele, Geschäftsführender Gesellschafter bei der Johann Mader GmbH.

Mader nutzt bereits mehrere KI-Funktionen von Xentral. Dazu gehören ein Helpbot mit Antworten und Verweisen auf passende Helpcenter-Artikel sowie ein KI-Copilot, der Beschäftigte bei der Erstellung von SQL-Berichten unterstützt. Außerdem nimmt Mader als ausgewählter Partner am Beta-Test des Xentral Co-Pilot teil.

Die webbasierte Integration von Xentral in das WMX/Purelox-System von Mader ermöglicht laut Quelle eine Datenübertragung in Echtzeit. Workflows und Dashboards sollen dabei helfen, operative Prozesse effizienter und papierlos abzuwickeln.

„Besonders interessant für Mader sind die angekündigten KI-Workflows. Sie befinden sich zwar noch in der Entwicklung, sollen künftig aber die Erstellung und Automatisierung von Workflows mithilfe von KI ermöglichen. Hier sehen wir das größte Potenzial für den zukünftigen Einsatz“, erklärt Jürgen Behr, Prokurist bei Mader.

Neue Xentral-Funktionen ab Oktober 2026

Xentral plant laut Logistra.de nach einer Testphase mit mehr als 360 Kunden zum 1. Oktober 2026 die Einführung weiterer KI-Funktionen. Das System soll unter anderem Produktfragen bearbeiten, Retouren und Reklamationen verarbeiten, Aufträge erkennen und anlegen sowie Informationen zum Lieferstatus bereitstellen.

Digitale Agenten sollen außerdem Zahlungsavise und Lieferantenrechnungen aus E-Mails und deren Anhängen verarbeiten können. Zum genannten Funktionsumfang gehören der Chat-Partner Co-Pilot und die zentrale Wissensbasis Learning Loop.

  • Bearbeitung von Produktfragen
  • Verarbeitung von Retouren und Reklamationen
  • Erkennung und Anlage von Aufträgen
  • Bereitstellung von Informationen zum Lieferstatus
  • Verarbeitung von Zahlungsavisen und Lieferantenrechnungen
  • Chat-Partner Co-Pilot
  • Zentrale Wissensbasis Learning Loop

Weitere KI-Workflows befinden sich noch in der Entwicklung. Sie sollen die Erstellung und Automatisierung von Workflows mithilfe künstlicher Intelligenz ermöglichen und insbesondere manuelle Administrationsaufgaben adressieren, für die bislang regelbasierte Abläufe fehlen.

Über den Xentral MCP Server lässt sich das ERP-System nach Angaben der Quelle mit KI-Anwendungen wie Claude und ChatGPT verbinden. Dadurch können ERP-Daten in Echtzeit gemeinsam mit Werbeausgaben aus Meta in natürlicher Sprache analysiert werden.

Auch das von Mader betreute E-Commerce-Unternehmen Baybies beginnt mit der Anbindung an die Xentral-KI. Ziel ist es, Daten aus dem System auszulesen und daraus ein Reporting für operative Kennzahlen aufzubauen.

„Das ERP der Zukunft soll nicht nur zeigen, was passiert ist. Es soll mitarbeiten. Genau das machen unsere neuen KI-Funktionen: Sie übernehmen die Routine, damit Händler:innen sich um die Entscheidungen kümmern, die wirklich zählen“, sagt Domenico Cipolla, CEO von Xentral.

Nach Angaben der Unternehmen stehen bei der weiteren Entwicklung neben zusätzlichen KI-Anwendungen auch die gesetzlichen Anforderungen an elektronische Rechnungen ab 2027 sowie steuerliche Aspekte der Logistik auf der Agenda.

Zusammenfassung: Mader setzt bereits mehrere Xentral-KI-Funktionen ein und bindet Kunden wie Baybies an. Xentral plant zum 1. Oktober 2026 weitere Funktionen nach einer Testphase mit mehr als 360 Kunden.

Amazon-Frachtflugzeugunglück in Miami: Ermittler sichern Flugschreiber

Nach dem tödlichen Unfall eines Amazon-Frachtflugzeugs am Flughafen Miami im US-Bundesstaat Florida haben die Ermittler die Flugschreiber gesichert. Wie Logistik Heute unter Berufung auf die Nachrichtenagentur dpa berichtet, sollten die Geräte noch am Montag zur Zentrale der Bundesverkehrssicherheitsbehörde NTSB gebracht und dort ausgelesen werden.

Ein Team aus Dutzenden Experten soll in den kommenden Tagen die Unfallstelle untersuchen. Zunächst hatte jedoch die Bergung der Leichen Vorrang. Warum der Jet am Sonntagnachmittag Ortszeit beim Landen über die Start- und Landebahn hinausschoss, mit Fahrzeugen kollidierte und in Brand geriet, war zunächst unklar.

Bei dem Unglück kamen fünf Menschen ums Leben. Fünf weitere wurden in ein Krankenhaus gebracht. Die NTSB rief Augenzeugen dazu auf, Fotos und Videos einzuschicken, um den Hergang des Unfalls rekonstruieren zu können.

Nach den von der Behörde genannten Details befanden sich zwei Crewmitglieder an Bord des Frachtflugzeugs. Es war der dritte Flug der Maschine an diesem Tag: Sie flog zunächst von Cincinnati nach Miami, anschließend von Miami nach San Juan auf der Karibikinsel Puerto Rico und danach zurück nach Florida.

Auf dem Flughafengelände kollidierte das Flugzeug mit einem Kleinbus. In dem Fahrzeug saßen sieben Personen; es gehörte einer Reinigungsfirma, die für Fluggesellschaften tätig ist. Anschließend durchbrach das Flugzeug einen Zaun und prallte außerhalb des Flughafengeländes mit einem Auto zusammen. Wie viele Personen sich in diesem Auto befanden, blieb unklar.

Genaue Angaben zur Zahl der Toten und Verletzten machte die Verkehrssicherheitsbehörde zunächst nicht. An der Unfallstelle musste ausgelaufener Treibstoff entfernt werden, außerdem wurde weiterer Treibstoff aus dem Flugzeug abgepumpt. Eine NTSB-Vertreterin beschrieb die Lage vor Ort als verheerend; überall hätten Trümmer gelegen.

Der Flughafen in Miami stellte den Flugverkehr nach dem Unglück vorübergehend ein. Am Montag war ein Teil der Start- und Landebahnen wieder frei.

AngabeWert
TodesopferFünf
Verletzte im KrankenhausFünf
Crewmitglieder an BordZwei
Personen im kollidierten KleinbusSieben
Flug am UnfalltagDritter Flug der Maschine

Zusammenfassung: Die NTSB sicherte die Flugschreiber und leitete die Untersuchung des Unfalls ein. Bei dem Unglück kamen fünf Menschen ums Leben, fünf weitere wurden ins Krankenhaus gebracht.

Maintrans mietet 9.000 Quadratmeter in Pulheim

Die Maintrans Gruppe hat im nordrhein-westfälischen Pulheim rund 9.000 Quadratmeter Lagerfläche angemietet. TRANSPORT – die Zeitung für den Güterverkehr berichtet, dass Logivest die Fläche nahe Köln an den bundesweit tätigen Logistiker vermittelt hat.

Maintrans war nach eigenen Angaben auf der Suche nach zusätzlichen Lagerflächen im Großraum Köln. Vermieter der Immobilie ist die Segmüller Polstermöbelfabrik GmbH & Co KG. Die Übergabe der Fläche sei bereits erfolgt.

„Mit dem neuen Standort in Pulheim schaffen wir zusätzliche Kapazitäten, um unser Geschäft in der Kontraktlogistik gezielt weiterzuentwickeln und unseren Kunden auch künftig flexible sowie leistungsstarke Logistiklösungen anzubieten. Die professionelle und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Logivest hat maßgeblich dazu beigetragen, dieses Projekt erfolgreich und innerhalb eines sehr engen Zeitrahmens umzusetzen“, sagt Holger Meirose, Logistics Operations Manager der Maintrans Gruppe.

Am neuen Standort übernimmt Maintrans Umschlags-, Lager- und Sortierprozesse für Kunden aus dem E-Commerce- und Last-Mile-Bereich. Mit der Anmietung will die Gruppe ihre Präsenz in Nordrhein-Westfalen stärken und zusätzliche Kapazitäten für weiteres Wachstum sowie die effiziente Abwicklung logistischer Dienstleistungen schaffen.

Die Logistikimmobilie in der Segmüller-Allee drei verfügt über rund 9.000 Quadratmeter Hallenfläche sowie ergänzende Büro- und Sozialflächen. Außerdem sind 14 Laderampen und eine Auffahrrampe vorhanden.

Für Maintrans war laut Quelle zudem die Möglichkeit eines 24/7-Betriebs entscheidend. Zusätzlich steht Außenfläche zur Verfügung, auf der unter anderem kleinere Transporter geparkt werden können.

„Pulheim liegt verkehrsgünstig im Einzugsgebiet von Köln und ist über mehrere Autobahnen angebunden: Die A1 liegt nur rund vier Kilometer, die A57 etwa acht Kilometer entfernt. In unter einer Viertelstunde ist zudem das Autobahnkreuz Köln-Nord erreichbar. Somit ist der Standort optimal an das Autobahnnetz angebunden“, erklärt Marlon Bäumler, Consultant Industrial & Logistics (Letting) bei Logivest NRW.
MerkmalAngabe
Angemietete Flächerund 9.000 Quadratmeter
StandortPulheim
Entfernung zur A1rund vier Kilometer
Entfernung zur A57etwa acht Kilometer
Laderampen14
Betriebsmodell24/7-Betrieb

Zusammenfassung: Maintrans erweitert seine Lagerkapazitäten im Großraum Köln um rund 9.000 Quadratmeter. Der Standort dient Umschlags-, Lager- und Sortierprozessen für E-Commerce- und Last-Mile-Kunden und verfügt über 14 Laderampen.

Quellen:

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