Inhaltsverzeichnis:
ERP, Fulfillment und Elektromobilität prägen den E-Commerce
B.O.C. bündelt Filialgeschäft, Online-Shop und Logistik mit neuer ERP-Plattform
Die BIKE & OUTDOOR COMPANY modernisiert ihre IT-Landschaft mit dem ERP-System „diva“ und schafft damit eine zentrale Plattform für Filialen, Online-Shop, Logistik und künftige Omnichannel-Prozesse. Die Meldung nennt Shopify als Shoplösung, Ratio-Kassensysteme in den Filialen, ein externes Logistiksystem von E&P sowie ein CRM-System für Marketing- und Kampagnenplanung.
Mit der Zusammenführung der unterschiedlichen Systeme soll die Datenintegration zwischen Filialgeschäft, E-Commerce und Warenwirtschaft verbessert werden. Zu den genannten Themenfeldern gehören unter anderem Bestellautomatisierung, Kanalvernetzung, Retourenmanagement, Prozessoptimierung und die Verbesserung des Kundenerlebnisses.
Die Veröffentlichung stellt das Projekt als Modernisierung einer bestehenden Systemlandschaft dar. Im Mittelpunkt steht eine zentrale ERP-Basis, die verschiedene Dienstleister und Anwendungen miteinander verbinden und damit zukünftige Omnichannel-Prozesse unterstützen soll.
Zusammenfassung: B.O.C. setzt auf „diva“ als zentrale ERP-Plattform und verbindet Filialen, Shopify, Kassensysteme, Logistik und CRM.
Quelle: PresseBox, Story der MAC IT-Solutions GmbH, veröffentlicht am 15.09.2026.
ID Logistics eröffnet XL-Fulfillment-Center im Mittelweserpark
ID Logistics hat im niedersächsischen Mittelweserpark ein neues Distributionszentrum für schwere und sperrige Güter eröffnet. Das XL-Fulfillment-Center besteht aus drei Hallen für das E-Commerce-Segment und verfügt laut ID Logistics Germany über eine Gesamtfläche von mehr als 110.000 Quadratmeter.
Auf einer Fläche von 35.000 Quadratmeter können bis zu 7.000 Artikel mit Sondermaßen und Gewichten von bis zu 180 Kilogramm eingelagert werden. Das Zentrum ist bereits vollständig belegt und soll zwei Logistikmodelle bedienen: die schnelle Bereitstellung von Online-Sendungen sowie Cross-Docking ohne Einlagerung.
Für Online-Bestellungen ist ein Versand innerhalb von zwei Stunden nach Bestelleingang vorgesehen. Waren im Cross-Docking sollen in einem Zeitfenster von maximal vier Stunden ohne Einlagerung weiterverladen werden.
„Die Anlage ist auf ein starkes Wachstum ausgelegt. Schon jetzt zeichnet sich eine hohe Nachfrage insbesondere im Bereich des Cross-Docking ab. Durch die schnellen Durchlaufzeiten und wegeoptimierten Prozesse sind wir in der Lage, die Volumen deutlich zu steigern.“ – Sergie Schiller, Head of XL bei ID Logistics Germany
ID Logistics will mit dem neuen Standort seine Kompetenzen in den Bereichen Möbel, Haushaltsgeräte, Freizeitequipment und Hightech ausbauen. In Deutschland bewirtschaftet das Unternehmen in der XL-Kontraktlogistik über 100.000 Quadratmeter Fläche von Niedersachsen über den Raum Frankfurt bis nach Süddeutschland.
Die Erfahrungen aus dem spezialisierten Standort Göttingen flossen in die Vorbereitung ein. Ein Teil des Teams absolvierte dort ein dreiwöchiges Training, um die relevanten Abläufe und Prozesse kennenzulernen. Die Zahl der Beschäftigten am neuen Standort soll insgesamt auf 150 anwachsen.
Für schwere und sperrige Waren nutzt ID Logistics unterschiedliche Lager- und Transportlösungen. Tischtennisplatten werden in mit Gittern ausgestatteten Sonderregalen gelagert, während Sofas und Gartenhäuschen auf Coletten Platz finden. Weiße Ware wird zum Großteil mit Klammerstaplern bearbeitet; zusätzlich kommen Bulklager- und Hochregalflächen sowie 40 Flurförderfahrzeuge zum Einsatz.
„Die breite Ausrichtung versetzt uns in die Lage, unsere Kompetenzen in Bereichen wie Möbel, Haushaltsgeräte, Freizeitequipment und Hightech bei neuen Projekten gezielt auszubauen. Unser Ziel ist es, uns in der XL-Kontraktlogistik als Experte übergreifend zu etablieren.“ – Robin Otto, Geschäftsführer von ID Logistics Germany
Zusammenfassung: Das neue XL-Fulfillment-Center umfasst mehr als 110.000 Quadratmeter, davon 35.000 Quadratmeter für die Lagerung von bis zu 7.000 Artikeln mit Gewichten von bis zu 180 Kilogramm. Der Versand soll innerhalb von zwei Stunden nach Bestelleingang möglich sein, Cross-Docking innerhalb von maximal vier Stunden.
Quelle: TRANSPORT – die Zeitung für den Güterverkehr.
Allegro öffnet Logistik-, Finanz- und Werbedienste für externe Shops
Der polnische E-Commerce-Anbieter Allegro will ausgewählte Logistik-, Finanz- und Werbedienste künftig auch außerhalb des eigenen Marktplatzes anbieten. Verkaufspartner sollen die Angebote nutzen können, um ihre eigenen Onlineshops zu stärken und Kunden über mehrere Kanäle zu erreichen.
Die Pläne wurden auf der ersten Konferenz „Allegro Open“ in Posen vorgestellt, an der Tausende Vertreter der polnischen Branche teilnahmen. CEO Marcin Kuśmierz formulierte dort den Anspruch, Allegro zur partnerfreundlichsten E-Commerce-Organisation Europas zu entwickeln.
Ein Schwerpunkt ist die stärkere Spezialisierung der Plattform. Oberfläche und Kaufprozess sollen künftig die Besonderheiten einzelner Kategorien berücksichtigen. Als Beispiele werden Autoteile und Kosmetik genannt, deren Einkauf so intuitiv wie in spezialisierten Onlineshops werden soll.
Darüber hinaus kündigte Allegro ein Verkäuferschutzprogramm und einen App Store für Anwendungen von Drittanbietern an. Das Unternehmen will damit sein Ökosystem über den eigenen Marktplatz hinaus ausbauen und sich stärker als Infrastrukturpartner für den Onlinehandel positionieren. Parallel setzt Allegro auf Investitionen in KI; im Frühjahr ging das Unternehmen eine Partnerschaft mit OpenAI ein.
Das internationale Geschäft wächst laut der Meldung besonders stark. Das Bruttowarenvolumen der Gruppe stieg im ersten Halbjahr um 13,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025, während das internationale GMV um 64,8 Prozent zulegte. Neben Polen betreibt Allegro eigene Marktplätze in Tschechien, der Slowakei und Ungarn.
Mit Allegro XL bereitet das Unternehmen außerdem einen Lieferdienst für große und schwere Produkte vor. Der gemeinsam mit Rohlig SUUS Logistics entwickelte Service soll Lieferung, Auspacken, Montage, Installation und die Mitnahme gebrauchter Geräte umfassen. Das Angebot richtet sich an Mitglieder von Allegro Smart.
| Bereich | Angabe |
|---|---|
| Wachstum des Bruttowarenvolumens der Gruppe im ersten Halbjahr | 13,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025 |
| Wachstum des internationalen GMV | 64,8 Prozent |
| Eigene Marktplätze | Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn |
Zusammenfassung: Allegro öffnet Dienste für externe Shops, spezialisiert seine Plattform auf einzelne Branchen und plant mit Allegro XL einen Service für Lieferung, Montage, Installation und Rücknahme großer Produkte.
Quelle: etailment.
HBOD setzt bei 225.000 Stellplätzen auf intelligente Lagerlogik
Beim E-Commerce-Fulfillment zählt nach Darstellung des e-commerce magazins nicht allein die verfügbare Regalfläche, sondern vor allem die Lagerlogik. Das Beispiel HBOD zeigt, wie eine auf Artikel, Fläche, Zugriff und Prozess abgestimmte Planung die Nutzung eines begrenzten Raums verbessern kann.
HBOD übernimmt für verschiedene Marken den Online-Vertrieb über Marktplätze. Das Lager muss daher viele unterschiedliche Artikel aufnehmen und zugleich hohen Durchsatz, kurze Pickzeiten und die Bearbeitung von Retouren ermöglichen. Die ursprüngliche Planung schöpfte das vorhandene Potenzial nach Angaben des Beitrags nicht aus.
Schulte Lagertechnik entwickelte gemeinsam mit HBOD und einem Planungsanbieter die technischen Vorgaben neu. Dabei folgte das Regal dem Artikel und nicht umgekehrt. Die Lagerbehälter bei HBOD sind 300 oder 400 Millimeter breit. Anstelle üblicher 1.300 Millimeter breiter Fachböden kamen Sonderböden mit 1.210 Millimetern Breite zum Einsatz.
Über die gesamte Anlage wurden dadurch 2,90 Meter zusätzliche Breite gewonnen. Auch die Höhe wurde angepasst: Die 25 Millimeter hohen Multiplus-Fachböden nutzen den Raum zwischen den Ebenen effizienter als höhere Standardkanten.
Insgesamt entstanden rund 2.000 Fachbodenregalfelder mit sechs beziehungsweise zwölf Ebenen. Die Anlage umfasst 18.690 Fachböden und rund 225.000 Stellplätze. Ein integrierter Warenaufzug verbindet die Ebenen.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Breite der Lagerbehälter | 300 oder 400 Millimeter |
| Übliche Fachbodenbreite | 1.300 Millimeter |
| Breite der Sonderböden | 1.210 Millimetern |
| Zusätzliche Breite über die Anlage | 2,90 Meter |
| Höhe der Multiplus-Fachböden | 25 Millimeter |
| Fachbodenregalfelder | rund 2.000 |
| Ebenen | sechs beziehungsweise zwölf |
| Fachböden | 18.690 |
| Stellplätze | rund 225.000 |
Die neue Regalanlage reduziert laut Beitrag die Laufwege, erhöht die Einlagerungsmenge und verbessert die Abläufe bei Einlagerung und Kommissionierung. Auch Retouren lassen sich schneller wieder einlagern.
Als zentrale Faktoren der Lagerlogik nennt der Artikel die Artikelstruktur, die verfügbare Fläche, die Zugriffshäufigkeit und den Prozess. Dadurch soll verhindert werden, dass ein Lager lediglich nach Quadratmetern oder der Zahl der Stellplätze geplant wird.
Zusammenfassung: HBOD kombiniert rund 2.000 Fachbodenregalfelder, 18.690 Fachböden und rund 225.000 Stellplätze. Sonderbreiten und angepasste Fachbodenhöhen sollen Raum besser nutzen und die Abläufe im E-Commerce-Fulfillment beschleunigen.
Quelle: e-commerce-magazin.de.
Kave beauftragt TGW mit automatisiertem Fulfillment Center in Tordera
Das spanische Unternehmen Kave, spezialisiert auf Möbel und Wohnkultur, hat TGW Logistics mit dem Aufbau eines neuen Fulfillment Centers in Tordera nahe Barcelona beauftragt. Das Projekt ist Teil der internationalen Wachstumsstrategie von Kave und soll der steigenden Nachfrage in verschiedenen Vertriebskanälen begegnen.
Der Betriebsstart des automatisierten Distributionszentrums ist für Ende 2028 vorgesehen. Die Anlage soll E-Commerce, Einzelhandel und B2B-Vertrieb bedienen und dafür ein Automatisches Kleinteilelager, ein Paletten-Hochregallager, mobile Quba-Roboter und automatisierte Palettierprozesse integrieren.
Eine besondere Herausforderung ist die große Bandbreite der Produktgrößen. Sie reicht von kompakten 400 x 300 mm Paketen bis hin zu Sondergrößen von bis zu 2400 x 1200 mm. TGW Logistics entwickelt deshalb eine Lösung, in der Waren aus dem Automatischen Kleinteilelager, dem Palettenlager und dem Doppelpalettenlager in einer zentralen Palettier-Zone zusammengeführt werden.
Zum System gehören energieeffiziente Fördertechnik, Palettier- und Depalettierroboter sowie ergonomische Kommissionier-Arbeitsplätze. Ziel ist es, einen Großteil des Betriebs zu automatisieren und zugleich Ergonomie, Effizienz, Genauigkeit und Skalierbarkeit zu verbessern.
Mit dem neuen Fulfillment Center soll eine Leistung von bis zu 21.000 Paketen pro Tag erreicht werden. Die Lagerkapazität soll auf 93.000 Palettenpositionen steigen und damit das aktuelle Volumen mehr als verdoppeln.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Geplanter Betriebsstart | Ende 2028 |
| Kleinste genannte Paketgröße | 400 x 300 mm |
| Maximale genannte Sondergröße | bis zu 2400 x 1200 mm |
| Angestrebte Leistung | bis zu 21.000 Paketen pro Tag |
| Geplante Lagerkapazität | 93.000 Palettenpositionen |
„TGW Logistics ist ein herausragender Partner und wir freuen uns, dieses strategische Projekt gemeinsam zu entwickeln.“ – Francesc Julià, CEO von Kave
Die Expansion soll schnellere Lieferungen, eine höhere Kommissioniergenauigkeit und ein konsistentes Omni-Channel-Erlebnis für Endverbraucher und B2B-Kunden ermöglichen. TGW Logistics bezeichnet das Vorhaben als bedeutend für technologische Innovation und operative Effizienz.
Zusammenfassung: Kave plant mit TGW Logistics ein automatisiertes Fulfillment Center in Tordera, dessen Betrieb Ende 2028 starten soll. Vorgesehen sind bis zu 21.000 Pakete pro Tag und 93.000 Palettenpositionen.
Quelle: Loginfo24.
Amazon integriert erste Elektro-Lkw von Mercedes-Benz
Amazon setzt im Logistikbereich auf Elektro-Lkw von Mercedes-Benz. Die Meldung des e-commerce magazins ordnet den Einsatz in den Ausbau elektrischer Transportlösungen im Warenverkehr ein.
Der Titel der Meldung bezeichnet den Schritt als „Stromstoß für die Logistik“. Weitere nutzbare Angaben zu Stückzahlen, Standorten, Reichweiten oder konkreten Fahrzeugmodellen sind in den vorliegenden Inhalten nicht enthalten.
Zusammenfassung: Amazon integriert erste Elektro-Lkw von Mercedes-Benz in seine Logistik.
Quelle: e-commerce-magazin.de.
Quellen:
- ERP-System für den Fahrradhandel: Wie B.O.C. mit diva Filialgeschäft, E-Commerce und Logistik erfolgreich vereint
- ID Logistics: Neues XL-Fulfillment-Center in Betrieb -Kontraktlogistik erweitert
- Allegro öffnet Logistik-, Finanz- und Werbedienste für Shops
- Wie die Lagerlogik das Tempo erhöhen kann
- Kave beauftragt TGW mit Fulfillment für Center in Tordera
- Stromstoß für die Logistik: Amazon setzt auf Elektro-Lkw














