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Technik

WLAN-Access-Points für das Ladengeschäft: vier Geräte für Kasse und Kundennetz

Kasse und Kundschaft im selben Laden, aber in getrennten Funknetzen: Vier Access Points von Ubiquiti, TP-Link, Zyxel und R&S LANCOM im Vergleich nach Herstellerangaben, mit Blick auf Funkstandard, PoE, Gastnetz-Funktionen und Verwaltung.

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Inhalt dieses Artikels
  1. Access Point im Einzelhandel: worauf es beim Kauf ankommt
  2. Die Produkte im Überblick
  3. Welches Produkt für welchen Bedarf
  4. Häufig gestellte Fragen

In vielen Ladengeschäften sollen zwei Gruppen von Geräten ins Funknetz: Kasse, Warenwirtschaft und andere Betriebsgeräte auf der einen Seite, die Smartphones der Kundschaft auf der anderen. Wer einen Access Point für den Einzelhandel auswählt, sollte deshalb nicht nur auf die Datenrate schauen. Mindestens ebenso wichtig ist, wie sich Netze trennen lassen, wie das Gerät mit Strom versorgt wird und wie es verwaltet wird. Dieser Kaufberater stellt vier Modelle nach Herstellerangaben gegenüber: Ubiquiti UniFi U7 Pro, TP-Link Omada EAP650, Zyxel NWA130BE und R&S LANCOM LX-6400.

Access Point im Einzelhandel: worauf es beim Kauf ankommt

Getrennte Netze für Betrieb und Kundschaft

Damit Kundengeräte nicht im selben Netz wie die Kasse landen, braucht der Access Point mehrere Funknetze (SSIDs) und die Möglichkeit, diese getrennten Netzsegmenten (VLANs) zuzuordnen. Hilfreich sind außerdem eine Isolierung der Clients untereinander und, je nach Konzept, ein Gastportal mit Anmeldeseite. Die Datenblätter geben dazu unterschiedlich viel Auskunft.

Funkstandard und Frequenzbänder

Zwei der vier Geräte arbeiten mit Wi-Fi 7 und zusätzlich im 6-GHz-Band, die anderen beiden mit Wi-Fi 6 in 2,4 und 5 GHz. Die genannten Datenraten sind Maximalwerte der Hersteller; was im Alltag ankommt, hängt unter anderem von den Endgeräten und der Umgebung ab.

Anschluss und Stromversorgung

Ein 2,5-Gigabit-Uplink bringt seine Geschwindigkeit nur an einem passenden Switch-Port zur Geltung. Bei der Stromversorgung lohnt der Blick darauf, welcher PoE-Standard genannt ist und ob alternativ ein Netzteil beiliegt.

Verwaltung

Die Hersteller setzen auf Cloud-Plattformen, eigene Controller-Software oder einen Einzelbetrieb über die Weboberfläche. Manche Funktionen stehen laut Datenblatt erst mit einem Controller zur Verfügung.

Die Produkte im Überblick

MerkmalUbiquiti UniFi U7 ProTP-Link Omada EAP650 (V3)Zyxel NWA130BER&S LANCOM LX-6400
WLAN-StandardWi-Fi 7Wi-Fi 6Wi-Fi 7Wi-Fi 6
Frequenzbänder2,4 / 5 / 6 GHz, je 2x22,4 / 5 GHz2,4 / 5 / 6 GHz, je 2x22,4 / 5 GHz, 4x4 MU-MIMO
Max. Datenrate6 GHz: 5,8 Gbit/s; 5 GHz: 4,3 Gbit/s; 2,4 GHz: 688 Mbit/s5 GHz: 2402 Mbit/s; 2,4 GHz: 574 Mbit/sbis zu 11 Gbit/s5 GHz: 2.400 MBit/s; 2,4 GHz: 1.150 MBit/s
Netzwerkanschlüsse1× 2,5 GbE1× Gigabit2× 2,5G (Uplink und weiteres Gerät)1× 2,5 GbE mit PoE, 1× Gigabit
StromversorgungPoE+, max. 21 W802.3at PoE, 12 V DC (Netzteil enthalten), 48 V Passive PoE; 13,7 W (EU)keine AngabePoE nach IEEE 802.3at oder mitgeliefertes Netzteil
VerwaltungUniFi Network ab Version 8.0.28Omada App, Cloud-, Hardware- oder Software-Controller, WeboberflächeNebula-Cloud oder Standalone (NebulaFlex Pro), Nebula AppWEBconfig, R&S LANCOM Management Cloud, WLAN-Controller
Clients / Abdeckung300+ / 140 m²250+ / 140 m²keine Angabekeine Angabe
Bluetoothkeine Angabe5.2keine AngabeBLE 5.1

Welches Produkt für welchen Bedarf

Ubiquiti UniFi U7 Pro

Der U7 Pro funkt mit Wi-Fi 7 in allen drei Bändern und ist laut Hersteller für mehr als 300 Clients auf 140 m² ausgelegt. Für das Kundennetz listet das Datenblatt ein Captive Portal mit eigener Landingpage, Anmeldung per Voucher, Passwort oder Bezahlung sowie die Anbindung externer Portalserver. Dazu kommen Guest Network Isolation, Client Device Isolation, Private Pre-Shared Key, Dynamic RADIUS-assigned VLAN, Zeitpläne und Geschwindigkeitsbegrenzung; je Funkmodul sind bis zu 8 BSSIDs möglich. Als Stromversorgung nennt das Datenblatt PoE+, ein Netzteil wird nicht erwähnt. Für die Verwaltung wird UniFi Network ab Version 8.0.28 vorausgesetzt. Die Betriebstemperatur gibt Ubiquiti mit -30 bis 40 °C an.

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Die Angaben beziehen sich auf die Version V3. Der EAP650 arbeitet mit Wi-Fi 6 in 2,4 und 5 GHz und bietet bis zu 16 SSIDs (8 je Band) mit SSID-zu-VLAN-Zuordnung, Isolierung zwischen Clients, WPA3, Rogue-AP-Erkennung, Ratenbegrenzung und WLAN-Zeitplänen; auf der Produktseite wird außerdem SMS-Login genannt. Bei der Stromversorgung ist der Spielraum groß: 802.3at PoE, 48 V Passive PoE oder das beiliegende 12-V-Netzteil. Montagekits für Decke, Wand, Unterputzdose und T-Bar liegen bei. Zu beachten: Captive Portal, Mesh und Seamless Roaming setzen laut Hersteller einen Omada Controller voraus, ebenso Cloud-Zugriff und Zero-Touch Provisioning. Der Netzwerkanschluss ist ein Gigabit-Port.

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Zyxel NWA130BE

Der NWA130BE ist ein Tri-Radio-Access-Point mit Wi-Fi 7 (2x2 in 2,4, 5 und 6 GHz) und laut Hersteller bis zu 11 Gbit/s. Von den beiden 2,5G-Ports dient einer als Uplink, am zweiten lässt sich ein weiteres Ethernet-Gerät anschließen. Zyxel nennt zudem einen integrierten 4G/5G-Interferenzfilter. Über NebulaFlex Pro wechselt das Gerät zwischen Nebula-Cloud-Verwaltung und Standalone-Modus; die Nebula App bietet Einrichtung per QR-Code, WLAN-Freigabe per QR-Code, Zugriffskontrolle für Clients und Push-Benachrichtigungen. Als Sicherheitsfunktionen werden CNP / CNP+ und DPPSK aufgeführt. Die ausgewertete Produktseite nennt keine Angaben zu Stromversorgung, Client-Zahl, Abdeckung, SSID-Anzahl oder Gastportal; diese Punkte sollten vor der Planung im vollständigen Datenblatt geklärt werden. Als Zubehör gibt es Decken-Montageclips.

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R&S LANCOM LX-6400

Der LX-6400 betreibt Wi-Fi 6 parallel in 2,4 und 5 GHz mit 4x4 Multi-User MIMO im Down- und Uplink und acht integrierten 180°-Antennen. Für die Netztrennung nennt der Hersteller Zugangskontrolle über 802.1X und LEPS inklusive Dynamic VLAN sowie Client-Isolierung; dazu kommen WPA3 und signierte Firmware. Neben BLE 5.1 gibt es USB 3.0, über das sich laut Hersteller unter anderem Electronic Shelf Labels mit USB-Erweiterungen anderer Hersteller betreiben lassen. Verwaltet wird das Gerät wahlweise einzeln über WEBconfig, über die R&S LANCOM Management Cloud oder über einen WLAN-Controller. Strom kommt per PoE nach IEEE 802.3at oder über das mitgelieferte Netzteil. Genannt ist außerdem die Eignung für den Einsatz mit medizinischen elektrischen Geräten nach EN 60601-1. Angaben zu Client-Zahl und Gewicht enthält die Produktseite nicht.

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Entscheidungshilfe in Kürze

  • Gastportal mit Voucher oder Bezahlung: laut Datenblatt beim U7 Pro; der EAP650 bietet ein Captive Portal in Verbindung mit einem Omada Controller.
  • Wi-Fi 7 und 6 GHz: U7 Pro und NWA130BE.
  • Netzteil im Lieferumfang: EAP650 und LX-6400.
  • Zweiter LAN-Port: NWA130BE und LX-6400.
  • Electronic Shelf Labels über USB: LX-6400.
  • Einzelbetrieb ohne Cloud möglich: NWA130BE (Standalone-Modus) und LX-6400 (WEBconfig).

Häufig gestellte Fragen

Lassen sich mit einem Access Point Kassen- und Kundennetz trennen?

Laut Datenblättern bieten U7 Pro, EAP650 und LX-6400 Funktionen dafür: mehrere SSIDs beziehungsweise BSSIDs, VLAN-Zuordnung und Client-Isolierung. Für den NWA130BE nennt die ausgewertete Produktseite dazu keine Einzelheiten.

Funktionieren die Geräte ohne PoE-Switch?

EAP650 und LX-6400 werden mit Netzteil geliefert. Beim U7 Pro ist PoE+ als Stromversorgung angegeben, beim NWA130BE enthält die Produktseite keine Angabe zur Stromversorgung.

Welche der vier Geräte unterstützen das 6-GHz-Band?

Der Ubiquiti UniFi U7 Pro und der Zyxel NWA130BE funken laut Hersteller in 2,4, 5 und 6 GHz. EAP650 und LX-6400 arbeiten in 2,4 und 5 GHz.

Braucht man für den Betrieb einen Controller?

Der U7 Pro setzt UniFi Network ab Version 8.0.28 voraus. Beim EAP650 erfordern unter anderem Captive Portal, Mesh und Seamless Roaming einen Omada Controller. NWA130BE und LX-6400 lassen sich laut Hersteller auch im Einzelbetrieb nutzen.

Wie viele Geräte kann ein Access Point gleichzeitig versorgen?

Ubiquiti gibt für den U7 Pro mehr als 300 Clients an, TP-Link für den EAP650 mehr als 250. TP-Link weist darauf hin, dass die tatsächliche Kapazität von Umgebung und Datenverkehr abhängt. Für NWA130BE und LX-6400 enthalten die Produktseiten keine Client-Zahl.

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