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Digitale Transformation soll Vietnams Wachstum beschleunigen
Vietnam stellt die digitale Transformation ins Zentrum seiner Wachstumsstrategie. Wie Vietnam.vn berichtet, identifiziert die Resolution Nr. 57-NQ/TW des Politbüros Wissenschaft, Technologie, Innovation und digitale Transformation als strategische Durchbrüche und wichtige Triebkräfte für die Entwicklung moderner Produktivkräfte, die Reform von Wachstumsmodellen und die Verbesserung der Arbeitsproduktivität.
Der Premierminister erließ am 16. Juli 2026 die Richtlinie Nr. 29/CT-TTg zur Beschleunigung der Aufgaben in den Bereichen Wissenschaft, Technologie, Innovation und digitale Transformation im Jahr 2026. Ministerien, Sektoren und Kommunen sollen diese Themen als zentrale und dringende politische Aufgabe behandeln. Die beschleunigte Auszahlung von Investitionskapital für diesen Bereich gilt dabei als Voraussetzung für einen Wachstumsdurchbruch in den verbleibenden Monaten des Jahres.
Nach Einschätzung der im Beitrag zitierten Experten reicht es nicht aus, lediglich in Technologie zu investieren. Ebenso wichtig sei es, institutionelle Engpässe, Defizite bei Daten und mangelnde Umsetzungskapazitäten zu beseitigen. Dr. Ho Duc Thang, Direktor des Nationalen Instituts für Digitale Technologie und Digitale Transformation, sieht in der Entwicklung künstlicher Intelligenz eine außergewöhnliche Chance für Vietnam.
„Technologie schafft nur dann Wert, wenn sie mit verlässlichen Daten, geeigneten Prozessen, qualifiziertem Personal und klaren Verantwortlichkeitsmechanismen einhergeht“, erklärt Dr. Ho Duc Thang laut Vietnam.vn.
Unternehmen könnten KI zwar einsetzen, um Dokumente schneller zu erstellen und Daten zügiger zu verarbeiten. Produktivitätsgewinne entstünden jedoch nicht automatisch, wenn operative Prozesse, Managementmethoden und Entscheidungswege unverändert blieben. Deshalb müssten Unternehmen Daten standardisieren, Abläufe neu gestalten, die Kompetenzen der Beschäftigten erweitern und Risikomanagementsysteme aufbauen.
Die Richtlinie des Premierministers sieht deshalb eine Priorisierung der nationalen Dateninfrastruktur, von Big-Data-Datenbanken, gemeinsamen digitalen Plattformen und Projekten zur digitalen Transformation vor. Diese Vorhaben sollen auch die Kommunen im Rahmen des zweistufigen Regierungsmodells unterstützen. Nach Darstellung des Beitrags geht es dabei nicht nur um die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen, sondern um die Grundlage für eine digitale Wirtschaft.
Der ehemalige Direktor des Zentralinstituts für Wirtschaftsforschung, Dr. Le Dang Doanh, bezeichnet das Ziel eines zweistelligen Wachstums angesichts der instabilen Weltwirtschaft als große Herausforderung. Als zentrale Engpässe nennt er neben externen Faktoren den institutionellen Rahmen und die Transformationsfähigkeit der Unternehmen. Digitale Verfahren könnten Kosten senken, die Managementeffizienz steigern und administrative Abläufe vereinfachen.
Besonders elektronische Rechnungen, elektronische Verfahren und digitale Governance könnten laut Le Dang Doanh die Umwandlung von Millionen von Kleinstunternehmen in Großunternehmen erleichtern. Dadurch könne der formelle Wirtschaftssektor erweitert werden. Zusätzlich seien die Unterstützung von Unternehmen bei der digitalen Transformation, die Entwicklung des E-Commerce, digitale Unternehmen und digitale Bürger notwendig.
Professor Dr. Le Van Loi, Vizepräsident der Vietnamesischen Akademie der Sozialwissenschaften, verbindet zweistelliges Wachstum mit einem grundlegenden Wechsel von einer managementorientierten zu einer entwicklungsorientierten Denkweise. Maßnahmen auf Mikroebene müssten Kosten senken, Produktivität steigern, den Zugang zu Daten erweitern und Innovation fördern.
„Jede Maßnahme muss drei Fragen klar beantworten: Welche Engpässe müssen beseitigt, welche Ressourcen freigesetzt und anhand welcher Indikatoren ihre Wirksamkeit gemessen werden?“, sagt Professor Dr. Le Van Loi laut Vietnam.vn.
Als wichtige Bausteine gelten ein transparenter Datenmarkt, ein Testfeld für neue Technologien und gemeinsame digitale Plattformen. Der Beitrag betont, dass digitale Transformation in der neuen Phase nicht mehr nur den Kauf von Software oder technischer Ausrüstung bedeute, sondern eine Umstrukturierung der gesamten Funktionsweise der Wirtschaft.
Dr. Ho Duc Thang beschreibt drei Paradoxien, die der Umwandlung von Technologie in Produktivität entgegenstehen. Die Kosten für den Einsatz von KI sinken zwar, doch die Beherrschung der Technologie erfordert weiterhin erhebliche Investitionen in Daten und Recheninfrastruktur. Unternehmen verfügen über große Datenmengen, aber hochwertige Daten sind wegen fehlender Standardisierung und Vernetzung begrenzt. Zudem kann KI die Arbeitseffizienz steigern, zugleich aber neue Anforderungen an Weiterbildung und Arbeitsmodelle schaffen.
Der künftige Wettbewerbsvorteil werde daher nicht automatisch bei Unternehmen mit den meisten Daten liegen. Entscheidend seien saubere, verlässliche Daten mit nachvollziehbarer Herkunft sowie ein wirksames Datenmanagement. Mit dem Gesetz über künstliche Intelligenz und den dazugehörigen Verordnungen und Rundschreiben sei ein Rechtsrahmen geschaffen worden, der den Zugang zu Recheninfrastruktur, gemeinsam genutzten Daten und kontrollierten Testmechanismen erleichtern soll.
Die Richtlinie des Premierministers sieht außerdem vor, Ressourcen nach den Prinzipien Konzentration, Fokussierung und Priorisierung zu verteilen. Investitionen sollen vorrangig in Projekte fließen, die positive Folgeeffekte auslösen und sich unmittelbar auf Wirtschaftswachstum, Arbeitsproduktivität, nationale Wettbewerbsfähigkeit und die Effektivität der staatlichen Verwaltung auswirken.
- Aufbau einer nationalen Dateninfrastruktur
- Entwicklung spezialisierter Datenbanken
- Aufbau gemeinsamer digitaler Plattformen
- Unterstützung digitaler Transformationssysteme für lokale Regierungen
- Förderung von Innovation, Qualifikation und institutionellen Reformen
Nach Ansicht der Experten wurde das bisherige Wachstum vor allem durch steigende Investitionen, mehr Arbeitskräfte und die Nutzung von Ressourcen getragen. Die nächste Phase müsse dagegen auf Innovation, Daten und digitaler Technologie beruhen. Nur eine gleichzeitig vorangetriebene institutionelle Reform, digitale Infrastruktur, Qualifizierung der Arbeitskräfte und Verbesserung des Geschäftsumfelds könne die digitale Transformation zu einer neuen Wachstumskraft machen.
Infobox – Vietnam.vn: Die Richtlinie Nr. 29/CT-TTg vom 16. Juli 2026 stellt Wissenschaft, Technologie, Innovation und digitale Transformation in den Mittelpunkt der Wachstumsstrategie. Als entscheidend gelten verlässliche Daten, geeignete Prozesse, qualifiziertes Personal, klare Verantwortlichkeiten und eine gezielte Konzentration der Ressourcen.
Automatisierungstreff 2026 zeigt digitale Transformation in der Praxis
Die digitale Transformation ist in Industrieunternehmen fest etabliert, doch die konkreten Wege unterscheiden sich. elektro.net berichtet über den Automatisierungstreff 2026, der am 16. und 17. Juni 2026 im WTZ-Tagungszentrum in Heilbronn stattfand und Anwender, Entwickler sowie Entscheider aus Automatisierung und industrieller IT zusammenbrachte.
Die Veranstaltung verstand sich als praxisorientierte Ergänzung zu klassischen Messeformaten. Im Mittelpunkt standen Anwender-Workshops, in denen die Teilnehmer selbst mit Hard- und Software arbeiteten, Lösungen vor Ort erprobten und offene Fragen direkt mit Fachleuten der Anbieter klärten.
Das Motto „Anfassen. Ausprobieren. Anwenden.“ sollte laut elektro.net den Charakter der Veranstaltung unmittelbar beschreiben. In den ganztägigen Workshops konnten die Teilnehmer die vorgestellten Lösungen nicht nur ansehen, sondern praktisch einsetzen und ihre Fragen im direkten Austausch bearbeiten.
Inhaltlich deckte das Programm zentrale Schlüsseltechnologien von Industrie 4.0 und dem Industrial Internet of Things ab. Dazu gehörten künstliche Intelligenz und Machine Learning, Edge- und Cloud-Computing, Digital Twins, Predictive Maintenance, industrielle Kommunikation, Sensorik sowie Sicherheit und Compliance.
Als Themen, die die Branche auch in den kommenden Monaten beschäftigen dürften, nennt der Bericht unter anderem KI im Engineering und in der Fertigung, den Cyber Resilience Act sowie die durchgängige Datennutzung von der Feldebene bis zum MES. Damit standen sowohl technologische Anwendungen als auch Fragen der Sicherheit, Regulierung und Datenverarbeitung im Fokus.
| Veranstaltung | Datum | Ort |
|---|---|---|
| Automatisierungstreff 2026 | 16. und 17. Juni 2026 | WTZ-Tagungszentrum in Heilbronn |
| Automatisierungstreff 2027 | 14. und 15. April 2027 | WTZ-Tagungszentrum Heilbronn |
Die Fortsetzung ist bereits terminiert. Der Automatisierungstreff 2027 soll am 14. und 15. April 2027 erneut im WTZ-Tagungszentrum Heilbronn stattfinden.
Infobox – elektro.net: Der Automatisierungstreff 2026 setzte auf praktische Workshops zu KI, Machine Learning, Edge- und Cloud-Computing, Digital Twins, Predictive Maintenance, industrieller Kommunikation, Sensorik, Sicherheit und Compliance. Die nächste Veranstaltung ist für den 14. und 15. April 2027 in Heilbronn angekündigt.
Mittelstand: Buchhaltung gilt als sinnvoller Startpunkt der Digitalisierung
Für mittelständische Unternehmen stellt sich bei der Digitalisierung weniger die Frage nach dem Ob, sondern nach dem richtigen Einstieg. it-daily berichtet am 18. Juli 2026, dass begrenzte Budgets und zahlreiche Anforderungen eine klare Priorisierung notwendig machen. Wer alle Abteilungen gleichzeitig digitalisieren wolle, verteile die verfügbaren Ressourcen zu breit.
Nach Angaben des Digitalverbands Bitkom nutzten inzwischen 41 Prozent der Unternehmen ab 20 Beschäftigten künstliche Intelligenz. Ein Jahr zuvor waren es 17 Prozent. Gleichzeitig schätzt rund die Hälfte aller Unternehmen, dass sie Probleme bei der Bewältigung der Digitalisierung hat.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Unternehmen ab 20 Beschäftigten, die KI nutzen | 41 Prozent |
| Unternehmen ab 20 Beschäftigten, die ein Jahr zuvor KI nutzten | 17 Prozent |
| Unternehmen mit eigenen Problemen bei der Digitalisierung | rund die Hälfte |
| Unternehmen, die das Potenzial eigener Daten kaum oder gar nicht ausschöpfen | sechs von zehn Unternehmen |
Ein geeigneter Startbereich sollte laut it-daily viele wiederkehrende und regelbasierte Aufgaben, einen hohen Papier- oder Excel-Anteil sowie ein messbares Ergebnis aufweisen. Als geeignete Messgrößen nennt der Beitrag Durchlaufzeit, Fehlerquote und Bearbeitungsdauer.
Die Buchhaltung eigne sich in den meisten Fällen als erster Bereich. Die Prozesse seien stark von Regeln geprägt, gut dokumentiert und eindeutig messbar. Zusätzlich bestehe ein regulatorischer Anlass: Seit Januar 2025 gilt die verpflichtende E-Rechnung im B2B-Geschäft. Empfangen muss sie jedes inländische Unternehmen bereits heute, während für den Versand gestaffelte Übergangsfristen bis Ende 2027 gelten.
Unternehmen könnten die ohnehin notwendige Überarbeitung des Rechnungsprozesses nutzen, um weitere Schritte umzusetzen. Belege könnten per Scan-App oder Mailimport erfasst werden, Freigaben digital mit Vertretungsregeln und Fristen laufen, eine Schnittstelle zur Steuerkanzlei den Postweg ersetzen und Auswertungen automatisiert entstehen.
- Erfassung von Belegen per Scan-App oder Mailimport
- Digitale Freigaben mit klaren Vertretungsregeln und Fristen
- Schnittstelle zur Steuerkanzlei statt Postweg
- Automatisierte Auswertungen statt manueller Aufbereitung
Der Erfolg beginne jedoch selten bei der Software. Entscheidend sei zunächst der Umgang mit Altbeständen. Als sinnvoll beschreibt it-daily eine Übergangsphase mit festem Enddatum, in der neue Abläufe starten und alte Belege parallel aufgearbeitet werden.
Nach den Finanzprozessen folgt in der Regel die Personalabteilung. Arbeitsverträge, Onboarding-Unterlagen, Zeiterfassung und Bescheinigungen erzeugen große Dokumentenmengen. Eine elektronische Signatur allein reiche nicht aus; erst die digitale Verwaltung der HR-Dokumente über den gesamten Lebenszyklus von der Erstellung über die Unterschrift bis zur Archivierung beseitige die Medienbrüche.
Auch für Bewerber und neue Mitarbeitende könne die Digitalisierung Vorteile bringen. Ein professioneller Auswahlprozess und ein schnellerer Einstieg würden die Außenwirkung verbessern. Im Wettbewerb um Fachkräfte sei dies ein relevanter Vorteil.
Im Vertrieb liege der Nutzen vor allem in der Datenqualität. Wenn Kundenhistorie, Angebote und Servicetickets in einem System zusammenlaufen, sinke der Rechercheaufwand und die Qualität der Angebote steige. Im Kundenservice könnten automatisierte Vorqualifizierung und KI-gestützte Assistenz Standardanfragen schneller beantworten und komplexe Fälle an passende Ansprechpartner weiterleiten.
Produktion, Lager und Logistik benötigen laut Bericht mehr Vorlauf. Sensorik, Track-and-Trace und vorausschauende Wartung könnten dort deutliche Vorteile bringen, allerdings seien Investitionen, Ausfallrisiken und Schulungsaufwand höher. Diese Vorhaben gehörten daher in die Roadmap, aber meist nicht an den Anfang.
Die IT-Infrastruktur sei kein Selbstzweck, bilde aber die Grundlage aller weiteren Schritte. Mit zunehmender Digitalisierung würden ungeplante IT-Ausfälle teurer. Backup, Zugriffsrechte und Notfallpläne sollten deshalb von Beginn an Bestandteil jedes Digitalisierungsprojekts sein.
Infobox – it-daily: Als erster Digitalisierungsbereich wird meist die Buchhaltung empfohlen, gefolgt von Personal, Vertrieb und Kundenservice. Produktion, Lager, Logistik und IT-Infrastruktur benötigen mehr Vorlauf. Entscheidend ist ein erster umgesetzter Schritt statt einer nicht realisierten Gesamtstrategie.
Rentenbank testet KI in geschützter Sandbox
Die Rentenbank setzt bei ihrer digitalen Transformation auf eine geschützte KI-Sandbox und gezieltes Enablement der Mitarbeitenden. KPMG berichtet in einem Interview über die Einführung von KI in einem regulierten Umfeld und über die Zusammenarbeit mit der Rentenbank.
Für die Rentenbank soll KI Abläufe effizienter machen und die Konzentration auf Kunden ermöglichen. Dr. Marc Kaninke, Finanz- und IT-Vorstand der Rentenbank, erklärt laut KPMG, dass KI einfache Tätigkeiten übernehmen und damit helfen könne, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Zugleich könnten moderne Technologien die Attraktivität des Arbeitgebers für junge Talente steigern.
Eine zentrale Herausforderung war die Infrastruktur. KI-Anwendungen benötigen eine leistungsfähige und sichere Infrastruktur, die in der Regel über Cloud-Komponenten wie Azure und GPT abgebildet wird. Als Bank muss die Rentenbank zugleich Datenschutz und IT-Sicherheit in einem stark regulierten Umfeld gewährleisten.
Marc Ahrens, Digital Officer der Rentenbank, nennt außerdem Berührungsängste der Mitarbeitenden und fehlende Erfahrung bei der sinnvollen Nutzung von KI. Weitere Themen waren regulatorische und datenschutzrechtliche Hürden, insbesondere weil viele KI-Modelle außerhalb Europas entwickelt wurden. Auch Governance, Regeln und Prozesse für einen sicheren und effizienten Einsatz mussten festgelegt werden.
Als konkrete Lösung führte die Rentenbank eine KI-Sandbox ein. Diese geschützte Testumgebung soll Mitarbeitenden ermöglichen, KI auszuprobieren und erste Anwendungsfälle zu entwickeln, ohne regulatorische Risiken einzugehen. Ergänzend wurden Schulungen angeboten, um den Umgang mit Prompting zu vermitteln.
Parallel entstand eine interne Governance, mit der rechtliche und ethische Fragen frühzeitig geklärt werden sollen. KPMG unterstützte die Rentenbank bei der Implementierung der KI-Sandbox und bei der Schaffung einer sicheren Umgebung, die den regulatorischen Anforderungen entspricht.
Gemeinsam wurden erste Anwendungsfälle entwickelt. Dazu gehörten ein Assistent für Stellenanzeigen und ein Tool zur Geschäftsberichtsanalyse. Diese frühen Ergebnisse sollten KI innerhalb der Organisation greifbar machen und ihre Nutzung in weitere Bereiche tragen.
Zusätzlich erstellte die Rentenbank einen digitalen Zwilling. Dafür wurden ein Foto und eine kurze Audioaufnahme verwendet. Mit einer einfachen Software entstand innerhalb weniger Minuten ein digitales Abbild von Marc Ahrens. Die meisten Personen erkannten laut Interview, dass es sich um eine Simulation handelte.
Das Beispiel sollte zeigen, wie realistisch digitale Abbilder bereits sein können. KPMG nennt mögliche Einsatzbereiche wie Schulungen oder Informationsmaterialien, weist zugleich aber auf Risiken durch Falschinformationen und Deepfakes hin.
„KI ist für die Finanzbranche weit mehr als ein Effizienzhebel“, heißt es bei KPMG. Sie könne dem Fachkräftemangel entgegenwirken, Prozesse optimieren und die Attraktivität als Arbeitgeber steigern.
Infobox – KPMG: Die Rentenbank begegnet den Anforderungen der KI-Einführung mit einer KI-Sandbox, Mitarbeiterschulungen und interner Governance. Zu den ersten Anwendungsfällen gehören ein Assistent für Stellenanzeigen und ein Tool zur Geschäftsberichtsanalyse. Ein digitaler Zwilling demonstrierte zugleich Chancen und Risiken digitaler Abbilder.
Dong Son richtet digitale Transformation an den Bedürfnissen der Bevölkerung aus
Im Bezirk Dong Son beginnt die digitale Transformation mit konkreten Aufgaben des Alltags. Vietnam.vn berichtet, dass Dokumente schneller signiert und versandt werden, Basisfunktionäre Unterlagen direkt auf ihre Mobiltelefone erhalten, Bürger per QR-Code Feedback übermitteln und Mitglieder lernen, betrügerische Anrufe zu erkennen.
Nach der Verwaltungsreform umfasst der Bezirk Dong Son elf Wohngruppen. Das Gebiet ist größer, die Bevölkerung vielfältiger und die sozialen Beziehungen sind komplexer geworden. Dadurch steigen Arbeitsaufwand und Koordinierungsbedarf an der Basis.
Der Ständige Ausschuss des Komitees der Vaterländischen Front Vietnams im Bezirk Dong Son entschied sich deshalb für digitale Verfahren, um den Arbeitsdruck zu verringern. Ziele sind, Informationen schneller an die Basis zu übermitteln, Aufzeichnungen leichter auffindbar zu machen und Meinungen der Bevölkerung bequemer zu erfassen.
Vom 12. Juni bis zum 12. Juli 2026 empfing das Komitee der Vaterländischen Front im Wahlkreis gemeinsam mit politischen und sozialen Organisationen 564 elektronische Dokumente und versandte 95 elektronische Dokumente. Alle Dokumente wurden online bearbeitet. Sämtliche Funktionäre der Vaterländischen Front im Wahlkreis nutzten bei ihren dienstlichen Aufgaben digitale Signaturen.
| Digitale Aktivität | Wert | Zeitraum |
|---|---|---|
| Empfangene elektronische Dokumente | 564 | 12. Juni bis 12. Juli 2026 |
| Versandte elektronische Dokumente | 95 | 12. Juni bis 12. Juli 2026 |
| Schulungen zur digitalen Transformation für weibliche Beamtinnen und Mitglieder | 3 | Juni 2026 |
| Teilnehmerinnen an diesen Schulungen | 560 | Juni 2026 |
| Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einem weiteren Schulungskurs | 150 | nicht angegeben |
| Mit digitalen Kenntnissen und Fähigkeiten ausgestattete Kader, Gewerkschaftsmitglieder und Vereinsmitglieder | 710 | nicht angegeben |
Durch die digitale Bearbeitung verkürzen sich die Zeiten für Unterzeichnung und Ausstellung von Dokumenten. Dateien werden zentral gespeichert und sind durchsuchbar. Richtlinien, Pläne, Berichte, Werbematerialien und Bilder von Aktivitäten werden über Managementsoftware, E-Mail und Online-Informationsgruppen an lokale Verantwortliche übermittelt.
Für das Frontkomitee in elf Wohngebieten sowie für Zweigstellen und Unterzweigstellen werden Dokumente schneller zugestellt. Gleichzeitig sinken die Druckkosten und die Beschäftigten benötigen weniger Zeit für Reisen. In der Beratungsphase kommen elektronische Formulare, Datenzusammenfassungstabellen und ein gemeinsames Dokumentenarchiv zum Einsatz.
Im Juni 2026 organisierte der Bezirk drei Schulungen zur digitalen Transformation für weibliche Beamtinnen und Mitglieder. Die 560 Teilnehmerinnen lernten unter anderem den Umgang mit Smartphones, die Suche nach offiziellen Informationen, den Zugriff auf Online-Dienste der Öffentlichkeit, bargeldloses Bezahlen, den Schutz persönlicher Daten und die Erkennung von Online-Betrug.
Bei der Einführung des Modells „Digitale Familie“ wurden weibliche Amtsträgerinnen und Gemeindemitglieder in der Nutzung von Technologie für Familienmanagement, Gesundheitswesen, Kindererziehung, Informationszugang und Gemeindeaktivitäten geschult. Ein weiterer Kurs für 150 Amtsträgerinnen und Mitglieder der Jugendorganisation behandelte digitale Plattformen, Informationssicherheit und die Unterstützung von Menschen mit Schwierigkeiten im Umgang mit Technologie.
Insgesamt wurden 710 Kader, Gewerkschaftsmitglieder und Vereinsmitglieder mit digitalen Kenntnissen und Fähigkeiten ausgestattet. Diese Personen sollen Angehörige, Parteikollegen und Mitbürger in den Gemeinden anleiten. Mitglieder der Jugendgewerkschaft unterstützen ältere Menschen und Personen mit eingeschränktem Zugang zu digitalen Geräten.
Das Komitee setzt außerdem das Modell „Die Vaterländische Front hört dem Volk zu“ um. Dafür werden QR-Codes, elektronische Formulare und digitale Postfächer genutzt. Bürger können per Smartphone zu Themen wie Umweltschutz, Sozialwesen, Stadtordnung, Verwaltungsreform und dem Dienstgeist der Beamten Stellung nehmen.
Bei der öffentlichen Anhörung zur Neuordnung von Wohngebieten verteilte die Vaterländische Front Fragebögen direkt an die Bürger und richtete ein digitales Postfach ein. Die Zustimmungsrate lag bei 98 Prozent; im digitalen Postfach gingen 25 Kommentare von Anwohnern ein.
| Rückmeldung zur Neuordnung von Wohngebieten | Wert |
|---|---|
| Zustimmungsrate | 98 Prozent |
| Kommentare im digitalen Postfach | 25 |
Die über digitale Plattformen eingereichten Meinungen werden gesammelt, kategorisiert und an die zuständigen Behörden weitergeleitet. Die Verantwortlichen der Vaterländischen Front können den Bearbeitungsprozess dadurch leichter überwachen.
Die Social-Media-Seite der Vaterländischen Front veröffentlicht Parteirichtlinien, staatliche Vorgaben und Gesetze sowie Informationen zu Sozialleistungen, einem zivilisierten städtischen Umfeld, Umweltschutz und Warnungen vor Online-Betrug. Neben Texten und Bildern werden zunehmend Kurzvideos, Infografiken und QR-Codes eingesetzt, die zu offiziellen Dokumenten und Informationsquellen führen.
Der Bezirk sieht zugleich weiterhin Hindernisse. Viele ältere Menschen sind im Umgang mit Smartphones noch nicht geübt. Einige Beamte auf lokaler Ebene arbeiten weiterhin bevorzugt mit Papierdokumenten. Außerdem bestehen Unterschiede bei Ausstattung, Internetverbindung und Zugang zu digitalen Plattformen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen.
Dong Son leitet daraus ab, dass digitale Transformation von den tatsächlichen Bedürfnissen ausgehen und für jede Zielgruppe praxisnah umgesetzt werden muss. Die Effektivität der Nutzung habe Vorrang vor der Anzahl der Anwendungen oder ihrer Darstellungsform. Direkte Treffen, Aufklärung, Mobilisierung und Dialog mit der Bevölkerung blieben unverzichtbar.
Technologie ersetzt laut Beitrag nicht die Rolle der Frontkader. Sie hilft ihnen jedoch, Informationen schneller zu erfassen, Aufgaben wissenschaftlicher und zügiger zu erledigen und administrative Tätigkeiten zu reduzieren. Dadurch soll mehr Zeit für die Arbeit an der Basis, den Kontakt mit den Menschen und die Lösung praktischer Probleme entstehen.
Für Bürger, die mit digitalen Plattformen noch nicht vertraut sind, werden Rückmeldungen weiterhin direkt, telefonisch oder bei Nachbarschaftstreffen entgegengenommen. Jeder digitale Kanal soll mit einer genauen Anleitung versehen werden. Die Bürger müssen wissen, wo der QR-Code gescannt wird, wie eine Rückmeldung übermittelt wird und wie sie anschließend bearbeitet wird.
In Zukunft will das Komitee seine Mitarbeiter weiter digital schulen, Daten systematischer organisieren, speichern und nutzen, das Bewusstsein für Informationssicherheit stärken und Gewerkschafts- sowie Vereinsmitglieder stärker bei der Unterstützung der Bevölkerung einbinden. Die digitalen Feedbackkanäle sollen verbessert werden, damit Rückmeldungen korrekt erfasst, an die richtige Stelle weitergeleitet und bis zu einem Ergebnis nachverfolgt werden können.
Infobox – Vietnam.vn: Dong Son verbindet digitale Verwaltung mit direkter Bürgerbeteiligung. Zwischen dem 12. Juni und dem 12. Juli 2026 wurden 564 elektronische Dokumente empfangen und 95 versandt. 710 Personen erhielten digitale Kenntnisse und Fähigkeiten; bei einer öffentlichen Anhörung lag die Zustimmungsrate bei 98 Prozent, während 25 Kommentare über das digitale Postfach eingingen.
Quellen:
- Digitale Transformation – eine strategische Triebkraft zur Verwirklichung zweistelliger Wachstumsziele.
- Die digitale Transformation erlebbar gemacht
- Digitalisierung im Mittelstand: Welche Abteilungen profitieren zuerst vom Wandel?
- So unterstützen wir die Rentenbank bei der KI-Implementierung
- Dong Son Ward Front: Digitale Transformation ausgehend von den Bedürfnissen der Menschen.
- Generative KI in der deutschen Wirtschaft 2026 - Branchenreport Media













