Sprachassistenten als Servicekanal: Mit Alexa & Co. zum echten Omnichannel-Erlebnis

    27.03.2025 17 mal gelesen 0 Kommentare
    • Sprachassistenten ermöglichen eine nahtlose Integration in bestehende Omnichannel-Strategien.
    • Sie bieten personalisierte und rund um die Uhr verfügbare Kundeninteraktionen.
    • Durch die Nutzung natürlicher Sprache wird die Barriere für Nutzer deutlich gesenkt.

    „Alexa, wo ist mein Paket?“ – was vor wenigen Jahren noch nach Zukunft klang, ist heute Realität. Sprachassistenten wie Amazon Alexa, Google Assistant oder Siri sind längst im Alltag angekommen – und eröffnen Unternehmen eine neue Möglichkeit, mit ihren Kund:innen zu kommunizieren: einfach per Sprache, rund um die Uhr und ohne Bildschirm.

    Werbung

    Was bedeutet Sprachassistenten-Integration im Omnichannel?

    Der Einsatz von Sprachassistenten im Omnichannel bedeutet, dass Kund:innen bestimmte Services oder Informationen über gesprochene Sprache abrufen können – etwa per Smart Speaker oder Smartphone. Beispiele: Paketverfolgung, Öffnungszeiten, Produktverfügbarkeit oder das Abspielen aktueller Angebote. Dabei wird ein bestehender Kanal um eine neue, intuitive Schnittstelle ergänzt: die Stimme.

    Warum ist das relevant im Omnichannel?

    • Kontaktfreiheit & Komfort: Keine App-Installation, keine Website – nur Sprache.
    • Rund-um-die-Uhr-Service: Sprachassistenten sind jederzeit verfügbar – auch nachts.
    • Neue Zielgruppen: Besonders für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Digital Literacy.
    • Verknüpfung mit bestehenden Systemen: Sprachabfragen können direkt auf CRM- oder Logistikdaten zugreifen.

    Beispiel: Otto.de & Alexa

    Der Versandhändler Otto hat bereits früh eine Alexa-Skill veröffentlicht, mit der Kund:innen den Status ihrer Bestellung per Sprache abfragen können: „Alexa, frage Otto nach meiner Bestellung.“ Die Integration erfolgt über den Login mit dem Otto-Konto, sodass Nutzer:innen direkt ihre Sendungsverfolgung hören – ohne Bildschirm, App oder Login-Prozess.

    Technische Voraussetzungen

    • Eigener Skill (für Alexa) oder Action (für Google): Das ist quasi die App für Sprachassistenten.
    • Schnittstelle zu relevanten Datenquellen: Z. B. Logistik, Kundenkonto, Store-Infos.
    • Dialogführung & Sprachlogik definieren: Wie reagiert der Assistent auf Rückfragen?
    • Datenschutz & Sicherheit: Sprachdaten gelten als besonders sensibel – Opt-in & klare Regeln sind Pflicht.

    Tipps für Händler:innen

    • Mit einfachen Use Cases starten: z. B. Öffnungszeiten, Bestellstatus oder Storefinder.
    • Brand Voice nutzen: Der Sprachassistent kann auch Markenton & Persönlichkeit transportieren.
    • Regelmäßige Tests & Analytics: Welche Fragen werden gestellt? Wie oft wird der Skill genutzt?
    • Optional auch interne Nutzung prüfen: Auch Mitarbeitende können über Sprachsysteme auf Infos zugreifen.

    Fazit

    Sprachassistenten sind kein Spielzeug – sie sind ein echter Kommunikationskanal, der den Omnichannel um eine neue Dimension erweitert. Gerade wenn es um Service, Schnelligkeit und Barrierefreiheit geht, ist Sprache oft der direkteste Weg zur Kundin oder zum Kunden. Wer heute investiert, positioniert sich nah an der Zukunft des Kundenkontakts.

    Wichtig: Dies ist nur einer von 20 praxisnahen Artikeln rund um das Thema Omnichannel. Du findest die vollständige Übersicht aller Ansätze hier:
    → Zur Gesamtübersicht: Omnichannel – 20 Ideen, 20 Lösungen


    FAQ zu Sprachassistenten im Omnichannel

    Was versteht man unter der Integration von Sprachassistenten im Omnichannel?

    Die Integration von Sprachassistenten im Omnichannel erlaubt es Kund:innen, Informationen oder Services wie Bestellstatus oder Öffnungszeiten per Sprache über Smart Speaker oder Smartphones abzurufen. Dies ergänzt bestehende Kanäle um eine intuitive Schnittstelle – die Stimme.

    Welche Vorteile bietet die Nutzung von Sprachassistenten für Unternehmen?

    Sprachassistenten bieten kontaktfreien und komfortablen Zugang zu Services, sind rund um die Uhr verfügbar und ermöglichen den Zugang zu neuen Zielgruppen, wie Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder geringen digitalen Fähigkeiten.

    Welche Use Cases eignen sich ideal für den Einstieg?

    Ideale Einstiegsszenarien sind einfache Use Cases wie die Abfrage von Öffnungszeiten, der Bestellstatus oder ein Storefinder. Solche Funktionen erfordern keine komplexen Vorgänge und können schnell umgesetzt werden.

    Welche technischen Voraussetzungen braucht ein Sprachassistenten-Dienst?

    Erforderlich sind ein eigener Skill (für Alexa) oder eine Action (für Google), Schnittstellen zu relevanten Datenquellen wie CRM- oder Logistiksystemen, eine durchdachte Dialogführung sowie strenge Umsetzung von Datenschutzmaßnahmen.

    Warum ist die Integration von Sprachassistenten zukunftsweisend für den Kundenkontakt?

    Sprachassistenten ermöglichen schnellen, barrierefreien und direkten Kontakt zu Kund:innen. Sie erweitern den Omnichannel um eine innovative Dimension und unterstützen Unternehmen dabei, sich nah an der Zukunft des Kundenservices zu positionieren.

    Ihre Meinung zu diesem Artikel

    Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
    Bitte geben Sie einen Kommentar ein.
    Keine Kommentare vorhanden

    Zusammenfassung des Artikels

    Sprachassistenten wie Alexa oder Google Assistant ermöglichen im Omnichannel eine intuitive, kontaktfreie Kommunikation mit Kund:innen rund um die Uhr. Sie bieten Komfort, Barrierefreiheit und direkte Anbindung an bestehende Systeme – ein zukunftsweisender Servicekanal für Unternehmen.

    Der Wert des Bitcoin: Hat Bitcoin einen Nutzen
    Der Wert des Bitcoin: Hat Bitcoin einen Nutzen
    YouTube

    In dieser Folge von "Geld und Wirtschaft" geht es um den Nutzen von Bitcoin und seine Rolle als Wertaufbewahrungsmittel. Felix und Alexander diskutieren die praktischen Herausforderungen von Bitcoin als Zahlungsmittel und die potenziellen Vorteile in Krisenzeiten. Abschließend werfen sie einen Blick auf den digitalen Euro und die Zukunft von Kryptowährungen im globalen Finanzsystem.

    Digital Zentral Logo
    Felix Weipprecht

    Felix Weipprecht ist ein führender Experte im Bereich der Digitalstrategien, mit einem besonderen Fokus auf eCommerce. Seine Spezialgebiete umfassen auch Omnichannel-Lösungen, Suchmaschinenmarketing und Social Media. Mit einer persönlichen, direkten und lösungsorientierten Herangehensweise entwickelt er effektive eCommerce-Strategien, um Ihren Online-Erfolg zu maximieren. Er unterstützt Sie dabei, die Sichtbarkeit Ihrer Webseite zu erhöhen und Ihre Präsenz in sozialen Medien zu stärken. Sein Ziel ist es, Unternehmen ganzheitlich bei der Optimierung ihrer digitalen Präsenz zu unterstützen.

    Nützliche Tipps zum Thema:

    1. Starte mit einfachen Anwendungsfällen: Beginne mit grundlegenden Funktionen wie der Abfrage von Öffnungszeiten, Bestellstatus oder einer Store-Suche, um erste Erfahrungen mit Sprachassistenten zu sammeln.
    2. Verknüpfe bestehende Systeme: Stelle sicher, dass der Sprachassistent nahtlos mit deinen CRM-, Logistik- oder anderen Datenquellen verbunden ist, um relevante Informationen direkt abrufen zu können.
    3. Definiere eine klare Dialogführung: Plane, wie der Sprachassistent auf Nutzeranfragen und Rückfragen reagieren soll, um ein reibungsloses und intuitives Erlebnis zu gewährleisten.
    4. Achte auf Datenschutz: Sprachdaten sind sensibel. Stelle sicher, dass klare Datenschutzrichtlinien eingehalten werden und ein Opt-in für Nutzer vorhanden ist.
    5. Nutze die Marke im Sprachkanal: Entwickle eine „Brand Voice“, die den Sprachassistenten mit der Persönlichkeit und dem Ton deiner Marke verbindet, um Wiedererkennung und Vertrauen zu fördern.