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Rewe startet Sofort-Lieferung mit Uber Eats, Wolt und Lieferando

Rewe startet nach eigenen Angaben eine Sofort-Lieferung über drei Plattformen, die Bestellungen in den Märkten zusammenstellt. Für Händler mit Filialen zeigt das, wie Plattformpartnerschaften den Filialbestand als Lager nutzen.

KI-generiertes Symbolbild zu: Rewe startet Sofort-Lieferung mit Uber Eats, Wolt und Lieferando
Symbolbild, KI-generiert
Inhalt dieses Artikels
  1. Was das bedeutet
  2. Was offen ist
  3. Hintergrund

Rewe hat nach eigenen Angaben die „Sofort-Lieferung“ gestartet: Kundschaft bestellt über Uber Eats, Wolt oder Lieferando, die Ware wird in Rewe-Märkten zusammengestellt und soll laut Rewe maximal innerhalb einer Stunde geliefert (öffnet in neuem Fenster) werden. Die ersten Kooperationen mit Märkten beginnen am 15. September 2026.

Was das bedeutet

Für Händler mit Filialen ist das Modell der Kern der Nachricht: Der Markt dient als Lager, die Plattform übernimmt Bestellung und Zustellung. Nach Angaben von Rewe erfolgt die Kommissionierung (das Zusammenstellen der Bestellung) im Markt, die Lieferung über die gewählte Plattform. Rewe nennt als Basis den Abholservice in über 2.200 Märkten (öffnet in neuem Fenster), auf dem sich Prozesse schnell anpassen und skalieren ließen. Das ist eine Selbstauskunft.

In den Apps stehen laut Rewe 5.000 bis 9.000 Produkte (öffnet in neuem Fenster) zur Auswahl, darunter nach Angaben des Unternehmens viel frisches Obst und Gemüse sowie Tiefkühl- und Convenience-Produkte. Nach eigenen Tests von Rewe gehören Obst, Gemüse, Molkerei- und Convenience-Produkte zu den gefragtesten Kategorien bei spontanen Einkäufen. Das ist ein Hinweis für die Sortimentsplanung, aber keine unabhängig belegte Erkenntnis.

Was Filialhändler jetzt prüfen sollten, leitet sich aus dem Modell ab. Die Quellen nennen dazu keine Zahlen:

  • Personal und Abläufe: Wer kommissioniert Bestellungen, und wie lässt sich das mit dem Tagesgeschäft im Markt vereinbaren?
  • Kosten: Welche Gebühren oder Provisionen Plattformen verlangen, muss jeder Händler selbst klären.
  • Sortiment und Verfügbarkeit: Welcher Teil des Sortiments eignet sich für spontane Bestellungen, und wie wird der Bestand in den Apps aktuell gehalten?
  • Kundschaft: Uber nennt als eigenes Ziel, Einzelhändlern einen zusätzlichen Absatzkanal (öffnet in neuem Fenster) und Zugang zu neuen Kundengruppen zu eröffnen. Ob das gelingt, belegt die Quelle nicht.
  • Markenführung: Die Bestellung läuft in fremden Apps. Wie sichtbar bleibt die eigene Marke?

Zum Marktumfeld: Rewe verweist auf eine Statista-Prognose, wonach der Umsatz im Quick Commerce in Deutschland bis 2030 auf gut 1,3 Milliarden Euro (öffnet in neuem Fenster) steigen soll. Der Online-Anteil am Lebensmittelmarkt liege hierzulande laut Rewe-Manager Clemens Bauer derzeit bei vier Prozent, in den USA, Frankreich und Großbritannien bei 10 bis 15 Prozent.

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Was offen ist

  • Die Quellen nennen keine Konditionen zwischen Rewe und den Plattformen, weder Gebühren noch Mindestbestellwerte oder Lieferkosten für Kunden.
  • Unklar ist, wie viele Märkte zum Start teilnehmen. Genannt ist nur Wolt mit zunächst fünf Märkten in Köln (öffnet in neuem Fenster).
  • Zum Personalbedarf in den Märkten und zur Organisation der Kommissionierung machen die Quellen keine Angaben.
  • Welche Städte bis Jahresende folgen, nennt Rewe nicht. Auch die Pläne für kleine und mittelgroße Städte haben keinen Termin.
  • Ergebnisse oder Nachfrage nach dem Start liegen nicht vor.

Hintergrund

Laut Rewe startet das Angebot in Köln mit Wolt, in Frankfurt am Main mit Uber Eats sowie in Hamburg und Jena mit Lieferando. Es ergänzt Märkte, Lieferservice und Abholservice. In Stuttgart und München sind nach Angaben des Unternehmens bereits selbstständige Rewe-Kaufleute auf Wolt vertreten; dieser Schritt baut auf dieser Zusammenarbeit auf (öffnet in neuem Fenster). Lieferando erwähnt in der Mitteilung zudem, dass „REWE Express“ bereits Teil seines Angebots ist; Details nennt die Quelle nicht.

Mehr zu Rewes Digitalstrategie lesen Sie in unseren Beiträgen zur digitalen Transformation bei Rewe und zur Investition in Fulfillmenttools. Weitere Themen finden Sie im Ressort Retail.

Stand: Dieser Beitrag gibt den Stand vom 03.11.2026 wieder.

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