Revenue Marketing im B2B: Kundenzentrierung für messbare Geschäftserfolge

    29.11.2025 253 mal gelesen 5 Kommentare

    Revenue Marketing im B2B: „Vom Kunden rückwärts denken“

    Im B2B-Bereich gewinnt das Konzept des Revenue Marketings zunehmend an Bedeutung. Sascha Albrink, Gründer und Geschäftsführer von Six Clicks, betont, dass Marketing, Vertrieb und Service gemeinsam Verantwortung für die gesamte Customer Journey tragen müssen. Dies ist entscheidend, um messbare Geschäftseffekte zu erzielen, anstatt sich nur auf oberflächliche KPIs zu konzentrieren. Laut Albrink hat sich das Kaufverhalten der B2B-Kunden stark verändert, da Käufer heute länger selbstständig recherchieren und Entscheidungen früher treffen.

    „Kundenzentrierung heißt, dort präsent zu sein, wo Entscheidungen fallen – und dort zu messen, wo Umsatz entsteht.“ - Sascha Albrink

    Ein zentrales Element des Revenue Marketings ist die Messung von echten Geschäftskennzahlen wie Anfragen, Warenkörbe und Verkaufschancen. Albrink hebt hervor, dass Unternehmen oft erst sehr spät in der Customer Journey messen, was zu einer ungenauen Attribution der Marketingaktivitäten führt. Dies führt dazu, dass Marketing als Umsatztreiber wahrgenommen wird, anstatt nur als Abteilung für visuelle Gestaltung.

    Zusammenfassung: Revenue Marketing erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Marketing, Vertrieb und Service, um die Customer Journey effektiv zu gestalten und messbare Ergebnisse zu erzielen.

    Pipeline First: Ein neuer Ansatz im Marketing

    Albrink beschreibt den Ansatz „Pipeline First“, der sich von klassischen Lead-Modellen unterscheidet. Dieser Ansatz beginnt mit einem klaren Businessziel und leitet daraus die notwendigen Verkaufschancen und Marketingmaßnahmen ab. Im Gegensatz zu traditionellen Marketingstrategien, die oft auf Sichtbarkeit abzielen, fokussiert sich Pipeline First auf die tatsächlichen Umsatzziele und die Relevanz der Marketingmaßnahmen.

    Ein Beispiel für die Diskrepanz in der Allokation von Ressourcen zwischen Marketing und Sales ist, dass in US-Tech-Unternehmen oft ein Marketer auf acht Mitarbeitende kommt, während im deutschen Mittelstand häufig ein Marketingmitarbeiter auf 200 oder mehr kommt. Diese Ungleichheit kann dazu führen, dass Unternehmen Geschäft verlieren, ohne es zu merken, da 70 Prozent aller B2B-Kaufentscheidungen ohne direkten Kontakt zum Vertrieb getroffen werden.

    Zusammenfassung: Der Pipeline First-Ansatz fördert eine zielgerichtete Planung im Marketing, die auf den tatsächlichen Umsatz abzielt und die Allokation von Ressourcen zwischen Marketing und Sales optimiert.

    Sechs Schritte zur Umsetzung von Revenue Marketing

    1. Businessziel definieren: Klare Ziel-Pipeline und Umsatz-Ziele festlegen.
    2. Rückwärts planen: Verkaufschancen, Leads und Maßnahmen ableiten.
    3. Customer Journey pro Produkt kartieren: Journey visualisieren und Content zuordnen.
    4. Content-Lücken schließen: Relevante Touchpoints besetzen.
    5. Gemeinsames Umsatzverständnis schaffen: Zusammenarbeit zwischen Marketing, Vertrieb und Service.
    6. Erfolg an Pipeline messen: Fokus auf Marketing-Sourced Pipeline und Lead-to-Deal-Rate.

    Diese Schritte helfen Unternehmen, ihre Marketingstrategien effektiver zu gestalten und die Customer Journey kundenzentrierter zu gestalten. Albrink betont, dass es entscheidend ist, die Journey je Produkt vollständig zu visualisieren und den vorhandenen Content in die einzelnen Phasen einzuordnen.

    Zusammenfassung: Die Umsetzung von Revenue Marketing erfordert einen strukturierten Ansatz, der auf klaren Zielen und einer effektiven Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen basiert.

    Quellen:

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    Ich finde es super spannend, wie sich das Marketing in den letzten Jahren gewandelt hat! Der Artikel bringt das Thema echt gut auf den Punkt. Besonders dieser "Pipeline First"-Ansatz klingt vielversprechend. Man hat oft das Gefühl, dass viele Unternehmen einfach nur versuchen, im Marketing sichtbar zu sein, obwohl es in erster Linie um die echten Umsatz-Ziele gehen sollte.

    Was mir auch aufgefallen ist: der Vergleich zwischen den Ressourcen im US-Tech-Sektor und dem deutschen Mittelstand ist echt krass! Wie kann es sein, dass ein Marketer hierzulande für so viele Leute zuständig ist? Das macht doch einfach keinen Sinn und zeigt, dass da ganz schön viel Potenzial auf der Strecke bleibt. Also ich kann mir gut vorstellen, dass viele Unternehmen da einen Rückstand haben, ohne es zu merken.

    Und das mit der Customer Journey: Ich finde diesen Fokus, die Journey für jedes Produkt genau zu visualisieren und zu verstehen, ungemein wichtig. Die Käufer von heute sind ja echt nicht mehr die gleichen wie früher und da muss man einfach hinterherkommen, sonst verliert man schnell den Anschluss. Klar kann sich ein Unternehmen Marketingmaßnahmen nicht einfach "kaufen" – es muss ja auch alles zusammenpassen, und zwar sowohl vom Content als auch von der Strategie.

    Ich freue mich auf jeden Fall darauf, zu sehen, wie diese neuen Ansätze die B2B-Branche beeinflussen werden. Es ist vielleicht noch ein langer Weg, aber der erste Schritt ist schon mal getan!
    Ich finde es auch heftig, wie die Ressourcenverteilung zwischen Marketing und Sales hierzulande aussieht – das bremst echt die Innovationskraft und das Potenzial von vielen Unternehmen!
    Ich finde es auch echt komisch, wie unterschiedlich die ressourcen unangemessen verteilt sind. In den USA haben die marketer ja ein viel besseres Umfeld, während hierzulande manch ein marketer wohl mit nem Staubsauger um den Tisch laufen muss um alles abzuarbeiten. Das bringt echt nicht viel wenn man für 200 leute verantwortlich ist. Irgendwie muss da ein Umdenken passieren, sonst bleibt man echt auf der strecke!
    Ich find das echt interresant, wie die Leute was über Revenue Marketing und diese Pipeline First Sache schreiben, aber ich begreif nicht ganz warum in den USA ein Marketer auf so viele Leute kommt, das ist doch voll unfair oder???
    Ich finde, du hast da einen echt guten Punkt angesprochen! Die Ungleichheit in der Ressourcenverteilung zwischen Marketing und Sales ist echt krass und sollte mal dringend angegangen werden. Wenn 70 Prozent der Kaufentscheidungen ohne Vertrieb getroffen werden, muss man sich echt fragen, ob das nicht schon längst ein Umdenken in den Unternehmen erfordert. Mich würde mal interessieren, welche Maßnahmen konkret helfen könnten, diese Lücke zu schließen.

    Zusammenfassung des Artikels

    Revenue Marketing im B2B erfordert die enge Zusammenarbeit von Marketing, Vertrieb und Service zur effektiven Gestaltung der Customer Journey und messbarer Ergebnisse. Der Pipeline First-Ansatz fokussiert sich auf Umsatzziele und optimiert Ressourcen zwischen den Abteilungen.

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