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Ein Warenkorb auf allen Geräten – So funktioniert kanalübergreifendes Shopping

Ein kanalübergreifender Warenkorb ermöglicht ein nahtloses Einkaufserlebnis, indem Produkte geräte- und kanalunabhängig gespeichert werden. Dies verbessert die Kundenzufriedenheit, erhöht Conversion-Raten und liefert wertvolle Marketingdaten.

KI-generiertes Symbolbild zu: Ein Warenkorb auf allen Geräten – So funktioniert kanalübergreifendes Shopping
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Inhalt dieses Artikels
  1. Was bedeutet ein kanalübergreifender Warenkorb?
  2. Warum ist das wichtig?
  3. Technische Umsetzung
  4. Praxisbeispiel: OTTO
  5. Weitere Praxis-Tipps für Händler
  6. Fazit

In einer Welt, in der Konsument:innen täglich zwischen Smartphone, Tablet, Laptop und stationärem Handel wechseln, ist eines entscheidend: ein nahtloses, unterbrechungsfreies Einkaufserlebnis. Der kanalübergreifende Warenkorb ist genau das Werkzeug, das diese Erfahrung möglich macht.

Was bedeutet ein kanalübergreifender Warenkorb?

Ein kanalübergreifender Warenkorb (auch "persistent cart" genannt) ermöglicht es Nutzer:innen, Produkte in einem Kanal – etwa auf dem Smartphone – in den Warenkorb zu legen und diesen später auf einem anderen Gerät oder im stationären Geschäft weiterzubearbeiten oder zu kaufen. Dabei bleiben alle Inhalte erhalten, unabhängig vom genutzten Kanal oder Gerät.

Warum ist das wichtig?

  • Kaufabbrüche vermeiden: Wenn Nutzer:innen Produkte auf einem Gerät vormerken, aber nicht direkt kaufen, können sie später auf einem anderen Gerät dort weitermachen, wo sie aufgehört haben.
  • Kundenerlebnis verbessern: Es entsteht ein Gefühl von Kontinuität und persönlicher Betreuung.
  • Datenbasiertes Marketing: Händler erhalten wertvolle Insights über Kundenverhalten über mehrere Geräte hinweg.

Technische Umsetzung

Technisch basiert der geräteübergreifende Warenkorb auf dem Prinzip eines serverseitig gespeicherten Warenkorbs, der mit einem individuellen Kundenkonto oder (anonymisiert) mit einer Geräte-ID verknüpft ist.

  • Voraussetzung: Ein Kundenkonto oder ein intelligentes Session-Management mit Wiedererkennung.
  • Synchronisierung: Der Warenkorb wird in Echtzeit oder bei nächstem Login synchronisiert.
  • Sicherheit: DSGVO-konforme Speicherung und ggf. Zwei-Faktor-Authentifizierung bei sensiblen Daten.

Praxisbeispiel: OTTO

Der deutsche Versandriese OTTO hat bereits früh den geräteübergreifenden Warenkorb eingeführt. Kund:innen können sich in der App anmelden, Produkte vormerken und später im Browser am Desktop den Kauf abschließen – oder umgekehrt. Auch wenn ein Artikel zwischenzeitlich nicht mehr verfügbar ist, wird dies beim nächsten Aufruf transparent dargestellt.

Weitere Praxis-Tipps für Händler

  • Login-Reminder integrieren: Animieren Sie Nutzer:innen zum Login, damit die Warenkorb-Synchronisierung aktiviert werden kann.
  • Warenkorb-Mails mit Fortsetzungslink: Erinnern Sie Kunden mit einer E-Mail daran, dass noch Produkte im Warenkorb liegen – mit direktem Link zur Fortsetzung.
  • Visualisierung: Zeigen Sie beim Login an, dass der Warenkorb erfolgreich übernommen wurde.
  • Cross-Channel-Kommunikation: Wenn ein Kunde im Laden beraten wird, können Mitarbeiter:innen per Tablet den aktuellen Warenkorb anzeigen oder ergänzen.

Fazit

Ein geräteübergreifender Warenkorb ist kein Nice-to-Have, sondern eine zentrale Funktion für jeden, der im Omnichannel-Umfeld bestehen will. Die Vorteile reichen von mehr Komfort für die Kund:innen über höhere Conversion-Raten bis hin zu wertvollen Daten für das Marketing.

Wichtig: Dies ist nur einer von 20 praxisnahen Artikeln rund um das Thema Omnichannel. Du findest die vollständige Übersicht aller Ansätze hier:

→ Zur Gesamtübersicht: Omnichannel – 20 Ideen, 20 Lösungen

Felix Weipprecht – Consulting & Solutions (öffnet in neuem Fenster)

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