Krypto-News: Volvo prüft eigenen Token, Bitcoin bleibt unter Druck

    Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
    17.07.2026 13 mal gelesen

    Volvo Group prüft eigene Kryptowährung für Lieferanten

    Die Nutzfahrzeugsparte der Volvo Group testet auf einem geschlossenen Blockchain-Netzwerk eine eigene Kryptowährung. Nach Angaben des Crypto Valley Journal soll der interne Token Zahlungen und den Datenaustausch zwischen Materiallieferanten, Transportlieferanten und Volvo Group vereinfachen.

    Das Projekt befindet sich noch im Ideenstadium und wird mit ausgewählten Transportlieferanten untersucht. Der Token ist weder handelbar noch als Spekulationsobjekt gedacht, sondern soll als konzerneigene Verrechnungseinheit für bekannte Teilnehmer dienen. Bestell- und Transportdaten sollen gleichzeitig unveränderlich dokumentiert und für die Beteiligten einsehbar werden.

    Im Mittelpunkt stehen grenzüberschreitende Transaktionen. Durch die interne Verrechnungseinheit sollen Zahlungen abgewickelt werden können, ohne dass jede Transaktion über traditionelle Währungen, Wechselkurse und mehrere Zwischenbanken laufen muss.

    Ein weiterer Schwerpunkt ist die Rückverfolgbarkeit. Ivan Branco, Head of Information Management, AI, and Analytics bei Volvo Group Trucks Operations, verwies auf die Schwierigkeit, das Ursprungsland von Ersatzteilen und montierten Fahrzeugen lückenlos nachzuweisen. Verstöße gegen Handelsbeschränkungen und geopolitische Sanktionen können erhebliche Bussen auslösen.

    „Als die Europäische Union sagte, man dürfe keine Güter mehr nach Russland liefern, muss man wissen, ob die Güter tatsächlich dorthin gelangen. Zum Beispiel, weil man sie an Importeure verkauft, die die Teile dann weiterverkaufen könnten, und man selbst weiterhin haftbar ist." – Ivan Branco, Volvo Group Trucks Operations

    Das Crypto Valley Journal berichtet außerdem über ein früheres Blockchain-Projekt von Volvo Cars. Die organisatorisch getrennte Schwestergesellschaft kündigte im November 2019 die Rückverfolgbarkeit von Kobalt an. Der Schritt stand zeitlich mit dem ersten vollelektrischen Modell, dem XC40 Recharge, in Verbindung.

    Für das Kobalt-Projekt arbeitete Volvo Cars mit CATL aus China und LG Chem aus Südkorea zusammen. Die technische Umsetzung übernahmen Circulor und Oracle; ein erfolgreicher Pilotversuch bei CATL hatte zuvor im Sommer 2019 stattgefunden. Erfasst wurden unter anderem Herkunft, Gewicht, Grösse und die Chain of Custody des Kobalts.

    Zusätzlichen regulatorischen Druck erzeugt der Digital Product Passport. Er ist Teil der EU-Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte und wird für Batterien ab Februar 2027 verpflichtend. Der Produktpass soll Angaben zu Materialzusammensetzung, Nachhaltigkeit, Herkunft und regulatorischer Konformität bündeln; der Zugriff soll über einen eindeutigen Produktidentifikator, etwa einen QR-Code, erfolgen.

    Bis zu einer industriellen Umsetzung müssen laut Quelle mehrere Hürden überwunden werden. Genannt werden die zusätzliche Komplexität für Altsysteme, begrenzte Blockchain-Kenntnisse in der Organisation sowie Fragen zu Skalierbarkeit, Wartung und Support.

    Zusammenfassung: Volvo Group testet eine nicht handelbare Kryptowährung für interne Abrechnungen und Lieferkettendaten. Der Versuch soll grenzüberschreitende Zahlungen erleichtern und Herkunftsnachweise sowie Compliance verbessern.

    Bitcoin bleibt laut CoinDesk weniger volatil als der südkoreanische Kospi

    Der CoinDesk-Newsletter berichtet am 17. Juli 2026, dass Bitcoin trotz geopolitischer Spannungen weniger volatil als der südkoreanische Kospi-Index ist. Der Kospi, der als Profiteur des KI-Booms gilt, verlor innerhalb von vier Wochen fast 25 %.

    Der auf Optionen basierende 30-Tage-Kospi-Implizite-Volatilitätsindex stieg auf annualisierte 81 %. Das Bitcoin-Äquivalent BVIV lag bei etwa 38 %. Damit wurde der Kospi an den Optionsmärkten als mindestens doppelt so riskant wie Bitcoin eingeschätzt.

    WertAngabe
    Kospi-Rückgang innerhalb von vier Wochenfast 25 %
    Kospi-Implizite Volatilität81 %
    Bitcoin-Äquivalent BVIVetwa 38 %
    S&P-500-Volatilitätsindex VIXunter 20 %

    CoinDesk zufolge wurden viele koreanische Privatanleger, die mit Margin-Handel und gehebelten ETFs hohe Renditen anstrebten, liquidiert. Die Liquidationen summierten sich in weniger als drei Monaten auf mehr als 2 Billionen US-Dollar.

    Bitcoin blieb dennoch riskanter als der S&P 500. Dessen 30-Tage-Volatilitätsindex VIX lag unter 20 %, während der BVIV bei etwa 38 % lag. Der Bitcoin-Preis notierte außerdem unter seinem vielbeachteten 50-Tage-Durchschnitt.

    Laut Nansen haben Wallets, die bei geopolitischen Spannungen typischerweise früh und umfangreich reagieren, nicht bedeutend in Stablecoins umgeschichtet. Nicolai Sondergaard, Research-Analyst bei Nansen, erklärte, kurzfristig gehebelte Long-Positionen würden abverkauft, danach setze die Akkumulation wieder ein.

    Zusätzliche Aufmerksamkeit richtet sich laut Marktbeobachtern auf Anhörungen in Washington D.C. Das Clarity Act stehe vor einer möglicherweise letzten Bewährungsprobe, während die Branche auf eine Umsetzung dränge. Analysten bei Marex bezeichneten die Regelung als jene regulatorische Klarheit, auf die institutionelle Investoren gewartet hätten.

    Zusammenfassung: Der Kospi weist derzeit eine annualisierte implizite Volatilität von 81 % auf und liegt damit über dem Bitcoin-Wert von etwa 38 %. Bitcoin bleibt jedoch volatiler als der S&P 500, während geopolitische Spannungen und regulatorische Entscheidungen den Markt belasten.

    Airbnb-Gäste sollen für 1.500 Dollar Stromkosten Kryptowährungen geschürft haben

    In einer von GameStar aufgegriffenen Geschichte sollen Gäste einer Airbnb-Unterkunft zehn PCs mitgebracht und damit tagelang Kryptowährungen geschürft haben. Die Vermieterin bemerkte die Rechner bei der Abreise über Kameras außerhalb des Hauses.

    Die anschließende Stromrechnung belief sich auf 1.500 Dollar beziehungsweise ungefähr 1.300 Euro. Zusätzlich betrieben die Mieter laut Aussage der Vermieterin eine Ladestation für E-Autos vor Ort.

    GameStar stellt die Kosten einem Vergleichsszenario gegenüber: Zehn Gaming-PCs mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 600 Watt, die drei Wochen lang täglich zehn Stunden laufen, würden in den USA derzeit ungefähr 250 Dollar Stromkosten verursachen. In Deutschland wären es ungefähr 500 Euro.

    Der Vergleich sei bereits hochgegriffen, weil ein durchschnittlicher Verbrauch von 600 Watt als eher unwahrscheinlich beschrieben wird. Zugleich werde bei normaler Nutzung nur selten dauerhaft mit anspruchsvollen Spielen auf allen Rechnern gearbeitet.

    Die Vermieterin legte Beschwerde ein. Am Ende mussten die Mieter die Stromkosten übernehmen; außerdem ergänzte sie die Hausregeln um ein Verbot des Betriebs einer E-Auto-Ladestation und des Schürfens von Kryptowährungen während des Aufenthalts.

    Beim GPU-Mining nennt GameStar Bitcoin und Ethereum als bekannte Kryptowährungen im Zusammenhang mit Gaming-Grafikkarten. Bitcoin lasse sich mit solchen Rechnern wegen der Stromkosten, der großen Konkurrenz und der steigenden Komplexität der Berechnungen längst nicht mehr effizient schürfen. Ethereum sei inzwischen auf das Proof-of-Stake-Verfahren umgestiegen, das Mining über PC-Hardware nicht mehr erlaube.

    Zusammenfassung: Zehn PCs und eine E-Auto-Ladestation führten laut der von GameStar berichteten Vermieterin zu einer Stromrechnung von 1.500 Dollar beziehungsweise ungefähr 1.300 Euro. Die Mieter mussten die Kosten übernehmen und erhielten anschließend ein Mining- und Ladeverbot für die Unterkunft.

    Bitcoin: Nachlassender Verkaufsdruck trifft auf anhaltende Widerstände

    Vietnam.vn berichtet, dass Bitcoin nach einem Wertverlust von laut CoinDesk etwa 28 % seit Jahresbeginn erste Stabilisierungssignale zeigt. Als Gründe werden ein nachlassender Verkaufsdruck und die Rückkehr von Zuflüssen in US-amerikanische Bitcoin-Spot-ETFs genannt.

    Trotz der Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie des starken Anstiegs der Ölpreise blieb Bitcoin an der Hyperliquid-Börse über das Wochenende bei rund 62.000 US-Dollar stabil. Jasper De Maere, Händler bei Wintermute, wertete die geringe Reaktion auf negative Nachrichten als Hinweis darauf, dass viele pessimistische Anleger den Markt verlassen haben.

    In der vergangenen Woche verzeichneten US-amerikanische Bitcoin-Spot-ETFs Nettozuflüsse von 197,4 Millionen US-Dollar. Damit endete eine achtwöchige Phase von Abflüssen. Die Quelle betont jedoch, dass ein einwöchiger Zufluss noch keine Trendwende bestätigt.

    Daten von Glassnode zeigen dem Bericht zufolge ebenfalls eine Veränderung am Spotmarkt. Das durchschnittliche Netto-Verkaufsvolumen fiel von fast 2.000 BTC pro Tag im Juni auf nur noch etwa 53 Bitcoins pro Tag im Juli. Dies sei der niedrigste Stand seit 2026.

    EntwicklungAngabe
    Bitcoin-Veränderung seit Jahresbeginnetwa 28 % gefallen
    Bitcoin-Stabilität an der Hyperliquid-Börserund 62.000 US-Dollar
    Nettozuflüsse in Bitcoin-Spot-ETFs197,4 Millionen US-Dollar
    Netto-Verkaufsvolumen im Junifast 2.000 BTC pro Tag
    Netto-Verkaufsvolumen im Julinur noch etwa 53 Bitcoins pro Tag

    Gleichzeitig bleiben zwei Anlegergruppen aktiv auf der Verkaufsseite. Langfristige Bitcoin-Inhaber, die ihre Bestände mindestens fünf Monate halten, haben laut Bericht teilweise nahe dem Höchststand des Vorjahres gekauft und versuchen bei einer Erholung, ihre Verluste zu begrenzen.

    Kurzfristig orientierte Anleger realisieren bei Marktrallyes täglich Gewinne in Höhe von rund 4 Millionen US-Dollar. Der Bericht vergleicht diese Entwicklung mit dem Zeitraum im Mai, als Bitcoin auf etwa 82.000 US-Dollar stieg und anschließend starkem Verkaufsdruck ausgesetzt war.

    Rekt Capital zufolge stößt Bitcoin weiterhin an der Widerstandsmarke von 65.900 US-Dollar auf Ablehnung. Alex Kuptsikevich, Leiter der Marktanalyse bei FxPro, erklärte, die Erholung vom Tiefstand von 57.700 US-Dollar Anfang dieses Monats sei vor allem von Investoren im Derivatemarkt und nicht von tatsächlichen Kapitalzuflüssen in den Spotmarkt getragen worden.

    „Die Nachfrage nach Bitcoin verbessert sich recht schnell, aber die aktuelle Dynamik stammt hauptsächlich von Privatanlegern, die spekulativ mit Terminkontrakten handeln. Der Spotmarkt hat sich hingegen noch nicht wesentlich erholt“, sagte Alex Kuptsikevich, FxPro.

    Zusammenfassung: Sinkende Nettoverkäufe und ETF-Zuflüsse liefern positive Signale, bestätigen aber noch keinen neuen Aufwärtstrend. Die Widerstandsmarke von 65.900 US-Dollar, Verkäufe langfristiger und kurzfristiger Anleger sowie die schwache Erholung des Spotmarktes bleiben zentrale Belastungsfaktoren.

    Ethereum-Erholung erreicht entscheidende Chartmarken

    BTC-ECHO berichtet, dass Ethereum seine Erholung in den vergangenen Tagen fortgesetzt hat. Nach der Rückeroberung der 50-Tagelinie legte der Kurs seit Wochenbeginn um mehr als fünf Prozent auf aktuell 1.890 US-Dollar zu.

    Für eine Bestätigung der laufenden Aufwärtsbewegung rücken laut BTC-ECHO weitere Chartmarken in den Mittelpunkt. Ein erneuter Kursrücksetzer sei nicht ausgeschlossen; insbesondere ein Rückfall unter die 20-Tagelinie könne das Ende des Kursanstiegs bedeuten.

    Die nächsten Handelstage sollen daher entscheidend für die weitere Kursrichtung von Ethereum sein. Die Quelle stellt dabei die Frage, ob die Erholung nachhaltig fortgesetzt werden kann oder ob eine neue Abverkaufswelle droht.

    Zusammenfassung: Ethereum stieg seit Wochenbeginn um mehr als fünf Prozent auf aktuell 1.890 US-Dollar. Die 50-Tagelinie wurde zurückerobert, während die 20-Tagelinie und weitere Chartmarken für die Fortsetzung oder das Ende des Kursanstiegs entscheidend sein sollen.

    Bitcoin und Digitalwährungen am Mittag im Marktüberblick

    Finanzen.net führt in seinem Marktüberblick die Kursentwicklung von Bitcoin und weiteren Digitalwährungen auf. In den bereitgestellten Inhalten sind jedoch keine nutzbaren konkreten Kurswerte oder Veränderungen für diesen Überblick enthalten.

    Quellen:

    Zusammenfassung des Artikels

    Volvo prüft einen nicht handelbaren Lieferanten-Token, während Bitcoin trotz geopolitischer Spannungen weniger volatil als der Kospi bleibt.

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