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Mistral eröffnet Büro in München und richtet KI-Offensive auf die Industrie aus
Das französische KI-Unternehmen Mistral eröffnet ein Büro in München. Die „WirtschaftsWoche“ ordnet den Schritt als KI-Offensive für die Industrie ein und stellt die Frage, ob Europa mit Mistrals Hilfe seinen KI-Rückstand noch aufholen kann.
Weitere verwertbare Angaben zum Standort, zum Umfang des Büros oder zu konkreten Industrieprojekten enthält der vorliegende Beitrag der „WirtschaftsWoche“ nicht.
Infobox: Mistral eröffnet laut „WirtschaftsWoche“ ein Büro in München und will damit seine Aktivitäten im Bereich künstliche Intelligenz für die Industrie ausbauen.
FAZ: Acht Regeln sollen vor der Autopilot-Falle schützen
Die „FAZ“ berichtet über den zunehmenden Einsatz künstlicher Intelligenz im Management. KI schreibt demnach Vorstandsvorlagen, verdichtet Due-Diligence-Berichte und bereitet Personalentscheidungen vor. Das kann Zeit sparen, birgt aber das Risiko, dass Führungskräfte ihr eigenes Urteil zu stark an die Maschine delegieren.
In vielen Unternehmen würden KI-Ergebnisse übernommen, ohne dass sie einem Stresstest unterzogen oder kritisch hinterfragt würden. Fast 90 Prozent der Topmanager bezeichneten dies laut einer im Juni veröffentlichten Befragung der Boston Consulting Group als Anzeichen schwindender eigener Fähigkeiten; die Hälfte beobachte einen solchen Kompetenzverlust bereits in der eigenen Organisation. Befragt wurden 70 Topmanager.
Eine Führungskraft spricht laut „FAZ“ von der „Autopilot-Falle“. Auch erfahrene Fachleute könnten demnach aus Gewohnheit und unter Zeitdruck ihr eigenes Urteil durch das Urteil der Maschine ersetzen.
„Autopilot-Falle“
Infobox: Die „FAZ“ nennt als zentrale Risiken den Verlust eigener Fähigkeiten und die ungeprüfte Übernahme von KI-Ergebnissen. Fast 90 Prozent der befragten Topmanager sehen darin ein Warnzeichen, die Hälfte beobachtet einen Kompetenzverlust in der eigenen Organisation.
„Frau Winkler verlässt das Haus“ verbindet Pflege, Alter und künstliche Intelligenz
Der „stern“ bespricht Doris Dörries Kinofilm „Frau Winkler verlässt das Haus“, der im Jahr 2030 spielt. Im Mittelpunkt steht ein humanoider Pflegeroboter, der eine alte Dame pflegen, ihre Gesundheit überwachen und sie unterhalten soll. Die Hauptfigur wird von Angela Winkler gespielt, der Roboter von Josef Ellers.
Die Frau gerät mit der künstlichen Intelligenz wiederholt aneinander, weil sie sich nicht widerspruchslos mit ihrer Situation abfinden will. Der Film behandelt laut „stern“ Verlust, Trauer, Altern in Würde, Krankheit und Sterben, aber auch Liebe, Mitgefühl, Lebensfreude, Mut und einen starken Willen.
Die Tochter Emi ist mit der Pflege ihrer Mutter überfordert, während sie ihre Schauspielkarriere mit einer Rolle am Theater in Lübeck wieder in Schwung bringen will. Die Pflegerin Selma organisiert den Roboter auf Krankenkassenkosten, doch das Gerät besitzt neben seiner unterstützenden auch eine gefährliche Seite.
Für humorvolle Momente sorgt der Umgang der Maschine mit den Ausbrüchen der alten Dame. Nachdem sie sich wiederholt beschwert, begrenzt der Roboter ihre tägliche Beschwerdezeit:
„Ab jetzt nur noch eine Stunde am Tag. Bitch Hour!“
Doris Dörrie ließ den Roboter nicht computergeneriert darstellen. Der österreichische Schauspieler und Tänzer Josef Ellers schlüpfte in das Roboterkostüm und übernahm in Rückblenden auch die Rolle von Frau Winklers verstorbenem Ehemann Bruno.
Die Zukunft des Films ist von allgegenwärtigen Robotern geprägt. Sie laufen auf der Straße und bedienen im Café, beachten Regeln aber kompromisslos. Als Frau Winkler einen Wodka bestellt, erhält sie die Antwort:
„Der Alkoholkonsum ist gesperrt“
Auch der Kühlschrank greift in den Alltag ein und warnt vor überschrittenen Haltbarkeitsdaten. Zugleich entwickelt der Roboter Gefühle und kann deprimiert sein. Er kennt Literatur, rezitiert aus Anton Pawlowitsch Tschechows „Drei Schwestern“ und spricht schließlich mit der Stimme von Bruno. Frau Winkler nennt ihn daraufhin Pawlowitsch.
Eine wiederkehrende Rolle spielt das Lied „Blaue Augen“ von Ideal aus dem Jahr 1980. Dörrie beschreibt es als Teil der Jugendgeschichte ihrer Figur, die damals in Berlin lebte und eine Lederjacke trug.
Besonders kritisch ist die im Film angelegte Kosten-Nutzen-Logik. Dörrie sagt der Deutschen Presse-Agentur, der Roboter habe ein eingebautes Programm, seinen Pflegling umzubringen, wenn sich dessen Zustand verschlechtere. Die Regisseurin warnt deshalb vor einer KI, die über alte, kranke und pflegebedürftige Menschen rechne, und fordert internationale Regulierung sowie Kontrolle großer Technologiefirmen.
Infobox: Der „stern“ beschreibt einen Film über Pflege, Würde und die Grenzen künstlicher Intelligenz. Die Handlung spielt im Jahr 2030; im Zentrum stehen eine alte Frau, ihre Tochter und ein Pflegeroboter, der Fürsorge mit einer gefährlichen Kosten-Nutzen-Logik verbindet.
MarTech-Unternehmen setzen auf personalisiertes Marketing mit KI
„Horizont.net“ berichtet über den Start von MarTech-Unternehmen in den Herbst. Salesforce, HubSpot, Braze, Ibexa und AppsFlyer werben demnach mit personalisiertem Marketing, das im Verbund mit großen Sprachmodellen umgesetzt werden soll.
Im Mittelpunkt steht die Erwartung, Marketing mithilfe künstlicher Intelligenz stärker zu individualisieren. Der vorliegende Beitrag nennt jedoch keine weiteren Einzelheiten zu konkreten Produkten, Kampagnen oder Leistungsdaten der genannten Unternehmen.
Infobox: Laut „Horizont.net“ setzen Salesforce, HubSpot, Braze, Ibexa und AppsFlyer auf KI und große Sprachmodelle, um personalisiertes Marketing anzubieten.
ChatGPT verändert den Unterricht an Hannovers Schulen
Die „HAZ“ berichtet über den Umgang von Lehrkräften in Hannover mit ChatGPT. Künstliche Intelligenz verändert demnach den Schulalltag, weil Lehrkräfte die Technologie für Klausuren und Unterrichtsplanung nutzen und Schülerinnen und Schüler die Werkzeuge längst einsetzen.
Eine Deutschlehrerin gibt laut „HAZ“ kaum noch Schreibaufgaben. Der Grund ist die veränderte Lern- und Arbeitsweise durch ChatGPT. Die Aufgaben im Unterricht und zu Hause müssen deshalb neu gestaltet werden, damit die tatsächlichen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler sichtbar bleiben.
Der Beitrag stellt zwei Pädagogen aus Hannover und ihren Umgang mit der neuen Technik vor. Statt ChatGPT grundsätzlich zu verbieten, setzen sie auf einen veränderten Unterricht, der die Existenz und Nutzung der Werkzeuge berücksichtigt.
Infobox: Die „HAZ“ beschreibt ChatGPT als festen Bestandteil des Schulalltags. Lehrkräfte aus Hannover reagieren mit veränderten Aufgaben und Unterrichtsmethoden, anstatt die Nutzung der Technologie vollständig zu untersagen.
Der Standard sieht Hollywood vor einem historischen KI-Umbruch
„Der Standard“ beschreibt künstliche Intelligenz als möglichen „größten Umbruch seit Geburt des Tonfilms“. Das Potenzial der Technologie spaltet Hollywood und wirft die Frage auf, wie sich die Zukunft des Kinos und die Rolle menschlicher Kreativität verändern.
Als Beispiel nennt der Beitrag den mithilfe von KI erstellten Dokumentarfilm „Be Brave“, der vom Mode-CEO Renzo Rosso handelt. Damit verweist der Artikel auf den Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Herstellung filmischer Inhalte.
Der Beitrag stellt die technische Entwicklung der menschlichen Kreativität gegenüber. Als Bezugspunkt dient der Replikant Roy Batty aus Ridley Scotts „Blade Runner“ von 1982. Dessen berühmter Monolog über verlorene Momente stammt jedoch vom menschlichen Drehbuchautor David Peoples und wurde durch den Darsteller Rutger Hauer geprägt.
„Der Standard“ macht damit deutlich, dass die Menschlichkeit einer Filmfigur nicht allein aus ihrer künstlichen Konstruktion entsteht. Sie wird ebenso durch menschliches Schreiben, Schauspiel und kreative Gestaltung vermittelt.
Infobox: „Der Standard“ sieht Hollywood durch KI vor einem grundlegenden Wandel. Der Artikel verbindet die Debatte über KI-generierte Filme mit der Frage, welche Bedeutung menschliche Kreativität künftig im Kino behalten wird.
Quellen:
- Mistral eröffnet Büro in München: KI-Offensive für die Industrie
- Künstliche Intelligenz: acht Regeln gegen die Autopilot-Falle
- Neu im Kino: Pflege und KI: Doris Dörrie zeigt berührende Zukunftsvision
- Künstliche Intelligenz: MarTechs stürmen mit KI in den Herbst
- KI im Klassenzimmer: Warum ein Lehrer in Hannover ChatGPT nicht verbieten will, sondern anders lehrt
- KI in Hollywood: Der größte Umbruch seit Geburt des Tonfilms




















