GPT-4o Mini: OpenAI löst 2024 GPT-3.5 in ChatGPT ab
OpenAI stellte GPT-4o Mini im Juli 2024 vor; in ChatGPT ersetzte das Modell GPT-3.5. Der Beitrag gibt den damaligen Stand wieder: Kontextfenster, Preise, Sicherheitsfunktionen wie die Instruction Hierarchy und die damals angekündigten Erweiterungen.
Inhalt dieses Artikels
Stand: Dieser Beitrag gibt den Stand vom 19. Juli 2024 wieder (Ankündigung von OpenAI vom 18. Juli 2024); Modelle, Funktionen und Preise können sich seitdem geändert haben.
Einführung in GPT-4o Mini
Das GPT-4o Mini war bei seiner Vorstellung im Juli 2024 das neueste Modell von OpenAI. In ChatGPT ersetzte es laut OpenAI das bisherige Modell GPT-3.5; nach Angaben des Unternehmens übertraf es GPT-3.5 Turbo in gängigen Benchmarks. Sein Wissensstand reicht bis Oktober 2023.
Es kann sowohl Text als auch grafischen Input verarbeiten; OpenAI kündigte bei der Vorstellung an, künftig auch Bild-, Video- und Audio-Ausgaben zu unterstützen.
Laut OpenAI hat GPT-4o Mini ein Kontextfenster von 128k Tokens und kann damit auch umfangreiche Texte in einer Anfrage verarbeiten.
Modelldetails und Funktionsumfang
Das GPT-4o Mini von OpenAI hat laut OpenAI folgende technische Merkmale:
- Trainingsdaten: Das Modell hat einen Wissensstand bis Oktober 2023.
- Kontextfenster: Mit einem Kontextfenster von 128k Tokens kann GPT-4o Mini umfangreiche Texte und komplexe Anfragen effizient verarbeiten.
- Verarbeitungskapazität: Es kann pro Anfrage bis zu 16.384 Ausgabetokens erzeugen, also auch längere Antworten in einem Durchgang.
- Multimodalität: Neben Text und grafischem Input kündigte OpenAI bei der Vorstellung künftig auch Bild-, Video- und Audio-Ausgaben an; laut aktueller OpenAI-Modellseite gibt das Modell bislang nur Text aus.
Mögliche Einsatzbereiche sind etwa die Kundenkommunikation, das Content-Management oder die Datenanalyse.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Instruction Hierarchy, ein neues Sicherheitsverfahren, das laut OpenAI die Widerstandsfähigkeit gegen Angriffe wie Prompt-Injection und Jailbreaks verbessern soll. Diese Sicherheitsmaßnahmen sind besonders wichtig für Unternehmen, die sensible Daten verarbeiten.
Preisinformationen und Kosteneffizienz
Laut OpenAI war das GPT-4o Mini bei der Vorstellung deutlich günstiger als GPT-3.5 Turbo.
Die Kostenstruktur für das GPT-4o Mini war laut OpenAI bei der Vorstellung im Juli 2024 wie folgt:
- Kosten pro Million Input-Tokens: $0.15
- Kosten pro Million Output-Tokens: $0.60
Diese Preise waren laut OpenAI bei der Vorstellung im Juli 2024 mehr als 60% günstiger als die von GPT-3.5 Turbo. Die Einsparungen bei den Betriebskosten können signifikant sein, insbesondere bei Anwendungen, die eine hohe Anzahl an Tokens erfordern.
Durch die niedrigeren Kosten pro Token können Unternehmen ihre Budgetplanung optimieren und gleichzeitig von den verbesserten Funktionen und der höheren Leistungsfähigkeit des GPT-4o Mini profitieren. Das kann das Modell vor allem für kostensensible Projekte und Anwendungen interessant machen.
Leistung und Benchmarks
Nach Angaben von OpenAI erzielte das GPT-4o Mini bei der Vorstellung gute Werte in gängigen Benchmarks wie MMLU (Allgemeinwissen) und HumanEval (Programmieren).
Fachmedien wie Ars Technica weisen allerdings darauf hin, dass solche Benchmarks nur begrenzt aussagen, wie gut ein Modell im praktischen Einsatz arbeitet. Unternehmen sollten das Modell daher an ihren eigenen Aufgaben testen.
Ein wichtiger Aspekt der Leistung ist die Verarbeitungskapazität. Mit bis zu 16.384 Ausgabetokens pro Anfrage kann das Modell auch längere Texte in einem Durchgang erzeugen. Diese Kapazität ist besonders nützlich für Anwendungen, die umfangreiche Datenanalysen oder detaillierte Textgenerierungen erfordern.
Zusammengefasst kombiniert das GPT-4o Mini nach Angaben von OpenAI eine hohe Verarbeitungskapazität mit niedrigen Kosten.
Sicherheitsfunktionen von GPT-4o Mini
Laut OpenAI hat das GPT-4o Mini dieselben eingebauten Sicherheitsfunktionen wie GPT-4o und wurde zusätzlich mit neuen Verfahren abgesichert.
Eine der wichtigsten Sicherheitsfunktionen ist die Instruction Hierarchy. Dieses Verfahren soll laut OpenAI die Abwehr gegen Angriffe wie Prompt-Injection, Jailbreaks und das Auslesen von System-Prompts verbessern. Diese Art von Angriffen zielt darauf ab, das Modell dazu zu bringen, unerwünschte oder schädliche Ausgaben zu erzeugen. Laut OpenAI macht die Instruction Hierarchy die Antworten des Modells zuverlässiger.
Zusätzlich setzt OpenAI nach eigenen Angaben Filtermechanismen bereits beim Training ein: Unerwünschte Inhalte wie Hassrede, Inhalte für Erwachsene und Spam werden aus den Trainingsdaten herausgefiltert. Für Anwendungen in sensiblen Bereichen wie Gesundheitswesen oder Finanzdienstleistungen ersetzt das keine eigene Prüfung der Ausgaben.
Insgesamt sollen die Sicherheitsfunktionen des GPT-4o Mini laut OpenAI den Schutz vor Angriffen und Missbrauch verbessern. Für Unternehmen, die sensible Daten verarbeiten, ist das ein wichtiger Aspekt.
Zukunftspläne und Erweiterungen
Bei der Vorstellung im Juli 2024 kündigte OpenAI mehrere Zukunftspläne für das GPT-4o Mini an. Dieser Abschnitt gibt diese damaligen Ankündigungen wieder.
Eine der bei der Vorstellung angekündigten Erweiterungen war die Unterstützung für Bild-, Video- und Audio-Ausgaben. Damit sollte das Modell nach damaliger Ankündigung auch für Bereiche wie die Medienproduktion infrage kommen. Laut aktueller OpenAI-Modellseite gibt GPT-4o Mini bislang allerdings nur Text aus.
Außerdem kündigte OpenAI an, in den folgenden Tagen Fine-Tuning für GPT-4o Mini einzuführen, also die Anpassung des Modells mit eigenen Daten.
Zur Integration in bestehende Systeme formulierte OpenAI bei der Vorstellung das Ziel, dass KI-Modelle künftig nahtlos in jede App und jede Website eingebunden werden.
Zudem erklärte OpenAI, die Kosten weiter senken und zugleich die Fähigkeiten seiner Modelle verbessern zu wollen.
Fazit
Das GPT-4o Mini von OpenAI verbindet nach Angaben des Unternehmens verbesserte technische Fähigkeiten und Sicherheitsfunktionen mit niedrigen Kosten. Bei seiner Vorstellung war es laut OpenAI deutlich günstiger als sein Vorgänger GPT-3.5 Turbo.
Als Einsatzbereiche nannte OpenAI unter anderem Anwendungen mit vielen Anfragen und schnelle Textantworten in Echtzeit, etwa Chatbots im Kundenservice. Bild-, Video- und Audio-Ausgaben waren bei der Vorstellung nur angekündigt.
Ob sich das Modell für den eigenen Einsatz eignet, sollten Unternehmen an ihren eigenen Aufgaben prüfen.
Korrektur vom 07.10.2026: In einer früheren Fassung hieß es, GPT-4o Mini erreiche eine Ausgabegeschwindigkeit von 166 Tokens pro Sekunde und sei eines der schnellsten Modelle auf dem Markt, führe in unabhängigen Tests vor Google Gemini Flash und Claude 3 Haiku und sei deutlich günstiger als vergleichbare Modelle von Anthropic und Google. Diese Angaben ließen sich nicht belegen und wurden gestrichen bzw. neutral formuliert; Benchmark-Ergebnisse sind nun als Angaben von OpenAI gekennzeichnet. Für Kontextfenster, Preise und die Ersparnis gegenüber GPT-3.5 Turbo wurde die Quelle (OpenAI) ergänzt; die maximale Ausgabelänge wurde auf 16.384 Tokens präzisiert. Die angekündigten Bild-, Video- und Audio-Ausgaben werden nun als Ankündigung von OpenAI aus dem Jahr 2024 wiedergegeben; laut aktueller Modellseite gibt GPT-4o mini nur Text aus (Quelle: OpenAI, Modellseite, abgerufen 07.10.2026). Zudem wurde ein Hinweis ergänzt, dass der Beitrag den Stand vom 19. Juli 2024 wiedergibt; Preisangaben und die Bezeichnung als neuestes Modell sind nun als Stand bei der Vorstellung im Juli 2024 gekennzeichnet. Die unbelegte Einschätzung, GPT-4o Mini sei ein führendes Modell im Bereich der Künstlichen Intelligenz, wurde gestrichen. Ebenso wurden werbende Wertungen gestrichen oder sachlich gefasst (etwa „bedeutende Weiterentwicklung“, „setzt neue Maßstäbe“, „zukunftssichere Investition“, „ideale Wahl“, „bemerkenswertes Preis-Leistungs-Verhältnis“, „höchste Sicherheitsstandards“); Aussagen zu Fähigkeiten und Sicherheitsfunktionen werden nun als Angaben von OpenAI wiedergegeben, Ankündigungen als damalige Ankündigungen. Titel und Beschreibung wurden an den Stand von Juli 2024 angepasst. Nicht belegen ließ sich die Angabe, GPT-4o Mini filtere den Input; laut OpenAI werden unerwünschte Inhalte bereits aus den Trainingsdaten herausgefiltert. Ebenfalls nicht belegen ließen sich die Angaben zu einer hohen, schnellen und präzisen Verarbeitung, zu einer daraus folgenden „hohen Präzision und Detailgenauigkeit“, zu Mechanismen, die Entscheidungen des Modells nachvollziehbar machen, sowie zu geplanten Verbesserungen von Ausgabegeschwindigkeit und Sicherheitsfunktionen; sie wurden gestrichen. Im Fazit wurde die Multimediaproduktion als Einsatzbereich gestrichen, da das Modell nur Text ausgibt. Ergänzt wurden das angekündigte Fine-Tuning und die von OpenAI genannten Einsatzbereiche (Quelle: Ankündigung von OpenAI vom 18. Juli 2024).
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