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Die meisten Menschen haben ihr Smartphone immer dabei – beim Einkaufen, auf dem Weg zur Arbeit oder im Café um die Ecke. Genau dieses Verhalten können Händler:innen nutzen: durch Geofencing und standortbasierte Push-Benachrichtigungen. Damit wird das Smartphone zum digitalen Sprachrohr des stationären Handels – intelligent, zielgerichtet und genau im richtigen Moment.
Was ist Geofencing?
Geofencing bezeichnet die Einrichtung virtueller Zonen rund um reale Orte – zum Beispiel um eine Filiale oder ein Einkaufszentrum. Befindet sich ein:e Nutzer:in mit aktivierter App (und Einwilligung) in diesem Bereich, kann automatisch eine Benachrichtigung aufs Smartphone geschickt werden – mit Infos, Angeboten oder einem gezielten Call-to-Action.
Warum ist das für Omnichannel so wertvoll?
- Timing trifft Relevanz: Push-Nachrichten erreichen Nutzer:innen, wenn sie sich real in der Nähe befinden.
- Filialfrequenz steigern: Spontanbesuche lassen sich gezielt fördern.
- Verbindung von online & offline: Die App wird zum Bindeglied zwischen Standortdaten und Store.
- Datengestützte Insights: Wer kommt wie oft in die Nähe? Wer reagiert?
Beispiel: Adidas App
Adidas nutzt in seiner App Geofencing-Technologie, um Nutzer:innen bei Store-Nähe gezielt anzusprechen – etwa mit exklusiven Angeboten oder Einladungen zu Events. Wer sich in einem definierten Radius rund um eine Filiale bewegt, bekommt per Push-Nachricht Informationen, die den Store-Besuch attraktiver machen – ein smarter Impuls direkt aufs Smartphone.
Technische Voraussetzungen
- Mobile App mit Push-Funktion: Nur Nutzer:innen mit App und aktiviertem Standort können erreicht werden.
- Geofencing-Konfiguration: Zonen müssen definiert und an Filialdaten gekoppelt sein.
- Rechtemanagement & Datenschutz: Einwilligung zur Standortnutzung ist Pflicht.
- Personalisierte Inhalte: Nachrichten sollten auf Nutzerprofil, Ort und Zeit abgestimmt sein.
Tipps für Händler:innen
- Mit kleinen Radiusgrößen starten: z. B. 300 bis 500 Meter rund um die Filiale.
- Angebote mit Mehrwert senden: z. B. exklusive Coupons, Event-Tipps oder Sofortrabatte.
- Testen & optimieren: Welche Uhrzeit, welcher Wochentag und welches Wording performen am besten?
- Kombination mit Loyalty-Programm: Belohne z. B. wiederholte Besuche mit Vorteilen.
Fazit
Geofencing und standortbasierte Push-Nachrichten machen das Smartphone zur digitalen Verlängerung des stationären Handels. Wer seine Kund:innen im richtigen Moment anspricht – nah am Store, aber digital –, stärkt die Verbindung zwischen App, Filiale und Kauferlebnis. Für viele Händler:innen ist das der Einstieg in echtes Location-Based-Marketing.
Wichtig: Dies ist nur einer von 20 praxisnahen Artikeln rund um das Thema Omnichannel. Du findest die vollständige Übersicht aller Ansätze hier:
→ Zur Gesamtübersicht: Omnichannel – 20 Ideen, 20 Lösungen
FAQ zu Geofencing und standortbasierten Benachrichtigungen
Was ist Geofencing?
Geofencing ist die Einrichtung virtueller Zonen rund um reale Orte, wie z. B. Filialen. Wenn sich Nutzer:innen mit aktivierter App und Zustimmung in dieser Zone befinden, können gezielte Push-Nachrichten direkt aufs Smartphone gesendet werden.
Warum ist Geofencing für den Handel nützlich?
Mit Geofencing können Händler:innen Kund:innen zur richtigen Zeit ansprechen, um spontane Besuche zu fördern, die Filialfrequenz zu steigern und die Verbindung zwischen digitalem und stationärem Handel zu stärken.
Wie funktioniert die Technik hinter Geofencing?
Die Technik basiert auf der Standortfreigabe durch den Nutzer. Über eine App mit Push-Funktion und die Definition von Zonen werden Benachrichtigungen ausgelöst, sobald sich der Nutzer innerhalb einer definierten Nähe zu einem Ort befindet.
Welche Inhalte eignen sich für standortbasierte Push-Nachrichten?
Passende Inhalte sind Angebote mit Mehrwert, wie z. B. exklusive Coupons, Event-Einladungen oder personalisierte Sofortrabatte, die direkt zu einem Besuch in der Filiale motivieren.
Welche rechtlichen Aspekte müssen beachtet werden?
Die Einwilligung zur Standortnutzung ist verpflichtend. Händler:innen müssen sicherstellen, dass sie die entsprechenden Datenschutzbestimmungen einhalten und nur Daten verwenden, für die die Nutzer:innen zugestimmt haben.