E-Commerce im Wandel: Hitzewelle, Automatisierung und neue Logistikmodelle

    KI-generiert
    18.08.2026 25 mal gelesen

    Joybuy reagiert auf sprunghafte Nachfrage nach Klimageräten

    Die Nachfrage nach Klimageräten und anderen Kühlprodukten ist bei Joybuy während einer Hitzewelle stark gestiegen. Wie „Logistik Heute“ berichtet, lag der Absatz von Klimageräten Ende Juni fast 40 Mal höher als zu Beginn des Monats.

    Besonders gefragt waren mobile Klimageräte wie der „PortaSplit“ von Midea. Auch Standventilatoren verzeichneten eine außergewöhnliche Nachfrage: Ihr Absatz stieg zeitweise auf mehr als das 80-Fache.

    Joybuy hatte laut eigenen Angaben bereits vor Beginn der Sommersaison zusätzliche Bestände aufgebaut und im ersten und zweiten Quartal eng mit Lieferanten zusammengearbeitet. Die tatsächliche Nachfrage übertraf die ursprünglichen Prognosen jedoch deutlich, sodass einige besonders gefragte Modelle deutschlandweit innerhalb weniger Tage ausverkauft waren.

    Für die Anpassung der Beschaffung wertete Joybuy neben Verkaufszahlen auch Suchanfragen, den Traffic auf Produktseiten und die weitere Wetterentwicklung aus. Auf dieser Grundlage löste die Plattform zusätzliche Bestellungen aus und koordinierte gemeinsam mit Markenpartnern weitere Warenmengen.

    „Die Hitzewelle hat gezeigt, wie wichtig das Zusammenspiel von Nachfrageinformationen, Bestandsmanagement, Markenpartnern und Logistik ist“, sagte ein Sprecher von Joybuy laut „Logistik Heute“.

    Beim Transport setzt Joybuy auf einen Mix verschiedener Verkehrsträger. Luftfracht ist laut dem Bericht insbesondere für kleinere, dringend benötigte Mengen geeignet, während Bahnverbindungen zwischen China und Europa sowie kombinierte Bahn- und Straßentransporte zusätzliche Flexibilität bieten. Für größere Mengen und die längerfristige Bestandsversorgung bleibt Seefracht ein wichtiger Bestandteil.

    In Europa übernehmen lokale Teams für Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Benelux-Märkte die weitere Verteilung. Während der Nachfragespitze überprüften Einkauf, Bestandsmanagement, Logistik und Kundenservice täglich Verkaufszahlen, Lagerbestände und eintreffende Lieferungen.

    BereichAngabe
    Absatz von Klimageräten Ende Junifast 40 Mal höher als zu Beginn des Monats
    Absatz von Standventilatorenzeitweise mehr als das 80-Fache
    Europäisches Netzwerkmehr als 60 Lagern und Depots

    Infobox: Joybuy kombiniert flexible Beschaffung, lokale Bestandssteuerung und mehrere Verkehrsträger. Die Erfahrungen sollen in Nachfrageprognosen, Bestandsplanung und Logistik einfließen.

    Amazon startet AWD in fünf europäischen Ländern

    Amazon führt seinen Lagerdienst „Amazon Warehousing & Distribution“ in Europa ein. Laut „etailment“ startet AWD am 20. August in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien.

    Über 100.000 europäische Drittanbieter können ihre Waren langfristig in Amazons Distributionszentren lagern. Amazon füllt aus diesen Beständen die Fulfilment-by-Amazon-Zentren je nach Nachfrage automatisch auf.

    Der Dienst soll ein Problem lösen, das insbesondere zu Spitzenzeiten wie Prime Day oder Black Friday relevant ist: Die Kapazitäten der FBA-Logistikzentren sind beschränkt, zugleich müssen Warenbestände zuverlässig verfügbar sein. Amazon beschreibt AWD als Möglichkeit, die manuelle Nachbestückung zu reduzieren und das Risiko von Ausverkäufen zu senken.

    Zusätzlich zur Lagergebühr fallen laut „etailment“ Kosten für Verarbeitung und Transport zu den FBA-Zentren an. Für Händler kann die Lösung operative Abläufe vereinfachen, weil größere Warenmengen innerhalb der Amazon-Logistik gebündelt und Nachschublieferungen automatisch gesteuert werden.

    Gleichzeitig erhöht AWD die Abhängigkeit der Händler vom Marktplatzbetreiber. Amazon übernimmt mit dem Dienst zusätzlichen Einfluss auf Lagerung, Nachschub und Warenfluss und entwickelt sich damit von der Verkaufsplattform und Fulfilment-Struktur zu einem umfassenderen Lager- und Distributionspartner.

    In den USA ist Amazon Warehousing & Distribution bereits seit vier Jahren verfügbar. Dort können Verkaufspartner den Dienst inzwischen auch für die Belieferung externer Vertriebskanäle nutzen; diese Option gehört zum europäischen Start vorerst nicht.

    MerkmalAngabe
    Start20. August
    StartländerDeutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien
    Europäische DrittanbieterÜber 100.000
    Verfügbarkeit in den USAbereits seit vier Jahren

    Infobox: AWD bietet Händlern langfristige Lagerung und automatische Versorgung der FBA-Zentren. Der Komfortgewinn geht laut „etailment“ mit einer stärkeren Abhängigkeit von Amazons Logistikstrukturen einher.

    Dosenbach-Ochsner automatisiert Schweizer E-Commerce-Logistik mit 101 Robotern

    Die Dosenbach-Ochsner AG bündelt ihre E-Commerce-Logistik in einem automatisierten Schweizer Zentrallager. Wie „AD HOC NEWS“ berichtet, kommen dabei 101 Roboter und moderne Software zum Einsatz.

    Das Unternehmen integriert seine E-Commerce-Logistik in ein zentrales Distributionslager innerhalb der Schweiz. Dadurch werden Online-Bestellungen und der stationäre Handel unter einem Dach abgewickelt.

    Im Zentrum steht eine Automatisierungslösung des Anbieters Exotec. Die Flotte aus 101 Robotern übernimmt die Ein- und Auslagerung sowie die Kommissionierung.

    Ergänzt wird die robotergestützte Infrastruktur durch acht fahrerlose Transportsysteme. Diese AGVs automatisieren die internen Warenströme zwischen den verschiedenen Funktionsbereichen des Lagers.

    Die Steuerung der Abläufe übernimmt die Software PSIwms. Das Warehouse-Management-System dient innerhalb des Projekts als strategischer Blueprint. Bewährte Prozesse und Systemkonfigurationen können dadurch als Standard für weitere Standorte oder Skalierungsstufen genutzt werden.

    Mit der Zusammenführung verfolgt Dosenbach-Ochsner das Ziel, höhere Volumina aus dem Online-Handel zu bewältigen und Auftragsspitzen schneller zu verarbeiten. Die Integration der Bestände für stationären Handel und E-Commerce schafft laut „AD HOC NEWS“ zudem die Grundlage für eine leistungsfähige Omnichannel-Plattform.

    Auch ökologische Aspekte wurden berücksichtigt. Eine installierte Photovoltaikanlage produziert Strom direkt vor Ort, während die Beheizung des Gebäudekomplexes über CO²-freie Fernwärme erfolgt.

    Das Beratungsunternehmen Miebach unterstützte Dosenbach-Ochsner von der initialen Konzepterstellung über die Detailplanung bis zum operativen Hochlauf der Anlage.

    TechnologieAnzahl
    Roboter101
    Fahrerlose Transportsystemeacht

    Infobox: Dosenbach-Ochsner verbindet 101 Roboter, acht AGVs und PSIwms in einem Schweizer Zentrallager. Die Lösung soll Omnichannel-Prozesse, höhere Volumina und schnellere Spitzenverarbeitung ermöglichen.

    JD Logistics treibt Expansion in Europa voran

    JD Logistics baut seine Aktivitäten in Europa aus. Der Beitrag der „DVZ – Deutsche Verkehrs-Zeitung“ trägt den Titel „JD Logistics treibt Expansion in Europa voran“, enthält in den vorliegenden Quelldaten jedoch keine nutzbaren Angaben zu konkreten Maßnahmen, Standorten oder Kennzahlen.

    Eine weitergehende Darstellung der Expansion ist auf Grundlage des bereitgestellten Inhalts daher nicht möglich.

    Infobox: Der vorliegende „DVZ“-Inhalt nennt die europäische Expansion im Titel, liefert dazu jedoch keine verwertbaren Fakten.

    Effizienz wird im E-Commerce zum zentralen Wettbewerbsfaktor

    Im E-Commerce entscheidet ab 200 Bestellungen im Monat laut dem „e-commerce magazin“ nicht mehr das Marketing-Budget, sondern die Infrastruktur über die Profitabilität. David Pohlmann, Gründer und CEO der comrce GmbH sowie Geschäftsführer der Billbee GmbH, erklärt in einem Podcast, wie modulare Software-Suites die operative Marge sichern sollen.

    Pohlmann beschreibt Wachstum als Auslöser zunehmender Komplexität. Herausforderungen wie internationaler Handel oder VAT-Compliance beträfen heute bereits Kleinstunternehmen. Ein einzelnes Programm könne bei wachsenden Spezialanforderungen überfordert sein; deshalb setze comrce auf eine Suite spezialisierter Tools, die als Einheit zusammenarbeiten.

    Ein finanzielles Risiko entstehe, wenn Mitarbeiter fehlende Systemprozesse manuell ersetzen und Daten von einem Tool in ein anderes kopieren. Dieser Aufwand skaliere laut Pohlmann linear mit dem Umsatz und führe zu sogenannter Tech-Schuld. Fehlerhafte Bestandszahlen könnten außerdem Überverkäufe und Stornierungen verursachen, die direkt zulasten des Gewinns gingen.

    Als kritische Schwelle nennt Pohlmann spätestens 200 Bestellungen im Monat. Ab diesem Volumen werde aus dem Projekt ein ernsthaftes Business, bei dem Händler ihre Tech-Schuld aktiv abbauen müssten.

    „Wachstum schafft unweigerlich Komplexität“, sagte David Pohlmann laut „e-commerce magazin“.

    Automatisierte Softwareketten sollen insbesondere die Prozesse nach dem Kaufabschluss effizienter machen. Dazu zählen die Abläufe vom Kauf-Klick bis zur Retoure. Nach der Umstellung auf die comrce-Suite könnten Teams laut Pohlmann regelmäßig 50 bis 100 Prozent mehr Volumen bewältigen, ohne neue Stellen auszuschreiben.

    Das Ziel sei, die Kopplung von Umsatz und Personalbedarf zu durchbrechen. Menschen sollen bei automatisierten „Bread and Butter“-Prozessen nur noch bei Ausnahmen steuernd eingreifen.

    Der modulare Ansatz wird im Beitrag mit Microsoft 365 verglichen. Eine einheitliche Datenbasis und ein zentrales Billing sollen mit spezialisierten Experten-Tools kombiniert werden. Händler zahlen laut Pohlmann nicht für Funktionen, die sie nicht benötigen, während Integrationsprobleme minimiert werden sollen.

    Die Systeme sind „Cloud Native“. Hosting, Wartung und Datensicherheit übernimmt comrce in deutschen Rechenzentren. Dadurch sollen Fixkosten für eigene Server-Infrastrukturen oder Wartungsverträge entfallen; im Vergleich zu klassischen Enterprise-Systemen soll sich eine attraktivere Total Cost of Ownership ergeben.

    KennzahlAngabe
    Schwelle für ein ernsthaftes BusinessSpätestens ab 200 Bestellungen im Monat
    Zusätzlich bewältigbares Volumen nach Umstellung50 bis 100 Prozent mehr

    Infobox: Das „e-commerce magazin“ stellt operative Effizienz als entscheidenden Faktor für die E-Commerce-Profitabilität heraus. Modulare, cloudbasierte Software soll manuelle Prozesse reduzieren und zusätzliches Volumen ohne neue Stellen ermöglichen.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

    Zusammenfassung des Artikels

    Joybuy und Amazon reagieren mit flexibler Lager- und Logistiksteuerung auf Nachfragespitzen, während Dosenbach-Ochsner mit Robotik automatisiert und Effizienz im E-Commerce wichtiger wird.

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