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Erst fragen, dann bauen: Plan-Modus und „Grill me“ in Code Guardian

Anzeige: Code Guardian lässt einen KI-Assistenten ab einer normalen Änderung erst planen, offene Entscheidungen einzeln fragen und den Plan freigeben, bevor eine Datei angefasst wird. Wie Einstufung, Trivial-Schranke und Entscheidungsprotokoll funktionieren.

KI-generiertes Symbolbild zu: Erst fragen, dann bauen: Plan-Modus und „Grill me“ in Code Guardian
Symbolbild, KI-generiert
Inhalt dieses Artikels
  1. Die Einstufung: vier Stufen, in Sekunden
  2. Die Trivial-Schranke: gemessen, nicht geschätzt
  3. Die Schleuse: Plan-Modus als Lesesperre
  4. „Grill me“: Entscheidungen einzeln, Fakten nie
  5. Der kalte Blick auf den Plan
  6. Wenn niemand freigeben kann
  7. Was die Schleuse kostet und was nicht
  8. Häufig gestellte Fragen
  9. Weiterlesen in dieser Serie
  10. Code Guardian ansehen

Offenlegung: Code Guardian ist ein Angebot der Provimedia GmbH. Deren Geschäftsführer Alexander Weipprecht ist Bruder und Geschäftspartner des Herausgebers von digital zentral. Der Herausgeber setzt Code Guardian selbst für diese Seite ein. Dieser Beitrag enthält Partnerlinks: Kommt darüber ein Kauf zustande, erhält digital zentral eine Provision; der Preis für Sie ändert sich nicht.

Teure Fehler eines KI-Assistenten entstehen oft nicht beim Tippen, sondern davor: Er versteht den Auftrag anders als gemeint, trifft eine Entscheidung, die dem Auftraggeber gehört hätte, und liefert etwas Sauberes, das niemand wollte. Code Guardian setzt dagegen eine Schleuse: Ab einer normalen Änderung entsteht zuerst ein Plan, ohne dass eine Datei angefasst wird; offene Entscheidungen werden einzeln gefragt; der Mensch gibt den Plan frei. Dieser Beitrag erklärt die Einstufung, die Trivial-Schranke, die Fragephase, die der Anbieter „Grill me“ nennt, und das Entscheidungsprotokoll.

Die Einstufung: vier Stufen, in Sekunden

Jeder Auftrag wird zuerst eingeordnet. Eine Frage bekommt eine Antwort, ohne Protokoll. Eine Kleinigkeit läuft nach drei kurzen Prüfungen (Ziel, Wirkungskreis, Beweis) direkt. Eine normale Änderung, also alles, was die Trivial-Schranke nicht hält, und ein großes Vorhaben, also Daten, Anmeldung, Zahlung, Deploy oder ein unklarer Auftrag, gehen durch die Schleuse. Die Stufe bestimmt, wie gründlich geplant und geprüft wird, nie ob. Stellt sich mitten in der Arbeit heraus, dass die Aufgabe größer ist als gedacht, wird hochgestuft; herabgestuft wird nie.

Die Trivial-Schranke: gemessen, nicht geschätzt

Die interessante Stelle ist die Grenze zwischen Kleinigkeit und normal. Frühere Versionen ließen den Assistenten selbst entscheiden, ob etwas trivial ist; das wurde laut Anbieter zweimal umgangen. Seitdem ist die Schranke eine Messung mit vier Latten, die alle halten müssen: genau eine Datei, die schon existiert; höchstens 20 geänderte Zeilen; nichts von der Sperrliste berührt, also Datenbank, Anmeldung, Zahlung, Deploy, Abhängigkeiten, die Hooks selbst, Geheimnisse oder Produktionsdaten; und null offene Entscheidungen. Die ersten beiden Latten werden mit Git-Befehlen gemessen, wobei die Protokolldateien des Pakets selbst nicht mitzählen. Fällt eine Latte oder ist sie unsicher, gilt die Schleuse. Die Zahl 20 ist absichtlich hart; ein „ungefähr“ wäre eine Einladung zum Schätzen in einer Regel, deren ganzer Sinn das Messen ist.

Die Schleuse: Plan-Modus als Lesesperre

Innerhalb der Schleuse wechselt Claude Code in seinen Plan-Modus, in dem der Assistent lesen, suchen und messen, aber nichts ändern kann. Dort passiert die gesamte Analyse: Was gibt es schon, wer nutzt den Code, der geändert wird, welche Einstiegspunkte erreichen die Änderung. Das Ergebnis ist ein Plan in Prosa mit Kontext, Schritten, Beweisplan und benannten Risiken. Der Mensch liest einen Plan statt eines fertigen Diffs, und das ist der Moment, in dem er noch günstig eingreifen kann. Die Freigabe ist der Klick, der die Schleuse öffnet. Unter Claude Code ist das eine Anweisung im Skill, keine technische Sperre; der Anbieter sagt das offen. Unter Codex legt das Paket den Plan nur nahe, für echten Schreibschutz muss man den Plan-Modus von Codex selbst einschalten.

„Grill me“: Entscheidungen einzeln, Fakten nie

Vor der Freigabe läuft die Fragephase. Der Assistent geht den Entscheidungsbaum der Aufgabe durch und trennt zwei Dinge. Fakten werden erkundet, nie gefragt: Welche Felder ein Datensatz hat, steht im Code, nicht im Kopf des Auftraggebers. Offene Entscheidungen, also Stellen, an denen zwei vertretbare Wege das Ergebnis verändern und weder Auftrag noch Konvention sie entscheiden, gehen einzeln an den Menschen, als Auswahlfrage mit der empfohlenen Antwort zuerst und einem Absatz in Alltagssprache, was gerade entschieden wird. Nach jeder Antwort wird der Baum neu gelesen, weil eine Antwort die nächste Frage erübrigen kann. Gibt es nach der Erkundung keine offene Entscheidung, werden keine erfunden; dann fällt die Verständigung mit der Plan-Freigabe zusammen.

Für die Artikelserie, zu der dieser Beitrag gehört, waren das vier Fragen: Rubrik, Erscheinungstermin, Perspektive und Umgang mit Preisen; eine fünfte Vorgabe, keine anderen Produkte zu nennen, kam vom Herausgeber selbst. Jede Frage kam mit Empfehlung. Die Antworten stehen als Entscheidungsprotokoll im Plan, und die Freigabe des Plans deckte Plan und Entscheidungen in einem Klick ab. Am nächsten Tag konnte die Arbeit weitergehen, ohne dass eine Frage neu gestellt wurde.

Der kalte Blick auf den Plan

Seit Version 16.125 liest ein zweiter Agent jeden Plan, ohne den Auftrag und ohne die Absicht des Autors zu kennen. Er widerlegt Behauptungen über die Codebasis mit ausgeführten Kommandos, meldet als bestätigt nur, was er belegen kann, und kennzeichnet Unbelegtes als vermutet. Für diese Serie fand er neun Befunde in einem Plan, den der Autor für fertig hielt, acht davon belegt, darunter Artikelnummern, die auf dem Server schon vergeben waren. Der Erfahrungsbericht beschreibt den Fall; der Mechanismus dahinter steht in Nachweisbar geprüft.

Wenn niemand freigeben kann

Ein Plan, der auf eine Freigabe wartet, die nie kommt, ist in einem unbeaufsichtigten Lauf eine Wand. Der Anbieter hat das gemessen: In einem Vergleich vom August 2026 lieferten sechs von sechzehn Läufen mit dem Paket keine einzige Änderung, weil sie auf einen Klick warteten. Seitdem erkennt das Paket den unbeaufsichtigten Lauf am Startpunkt und schreibt dann jede offene Entscheidung als ausdrückliche Annahme in den Plan, statt zu fragen, und arbeitet weiter. Der Plan ist dann die Aufzeichnung, nicht die Bitte. Riegel, Sperrliste und Audit bleiben davon unberührt.

Was die Schleuse kostet und was nicht

Bei einer Kleinigkeit nichts: Ein Tippfehler in einer Datei läuft ohne Plan. Bei einer normalen Änderung kostet sie das Lesen eines Plans und einen Klick, plus so viele Fragen, wie es offene Entscheidungen gibt. Was sie nicht kostet, ist die Qualität der Entscheidung: Wer den Plan nicht liest und die Empfehlung durchklickt, hat dieselbe Freigabe wie vorher, nur mit mehr Zeremonie. Die Schleuse macht Lesen möglich, nicht Pflicht.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich die Schleuse für einen Aufgabentyp dauerhaft abschalten?

Eine ausdrückliche Anweisung in der Projektdatei, die die Freigabe für diesen Aufgabentyp aufhebt, gilt. Eine gewöhnliche Aufgabenstellung wie „bau das“ ist der Auftrag, nicht der Verzicht. Es gibt außerdem einen Schalter in der Konfiguration, der die Freigabe und die Rückfragen durch Annahmen im Plan und einen sofortigen Kalt-Review ersetzt.

Werden mir zu viele Fragen gestellt?

Die Fragephase stellt nur offene Entscheidungen, keine Fakten und keine Füllfragen. Mehr als zwei Fragen zum Ziel selbst gelten als Zeichen, dass der Auftrag noch nicht geformt ist; dann wird erst breit erkundet.

Was unterscheidet das vom eingebauten Plan-Modus von Claude Code?

Claude Code bietet den Plan-Modus an und überlässt es dem Assistenten, wann er ihn nutzt. Code Guardian macht ihn ab einer gemessenen Schwelle verbindlich, hängt die Fragephase und den kalten Plan-Review daran und schreibt die Entscheidungen in den Plan.

Weiterlesen in dieser Serie

Code Guardian ansehen

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