Inhaltsverzeichnis:
Bitcoin zwischen Erholung, Regulierung und anhaltender Skepsis
Bitcoin bleibt deutlich unter dem Rekordhoch
Bitcoin notiert laut Der Aktionär aktuell bei rund 77.400 Dollar. Auf Monatssicht liegt die Kryptowährung 18 Prozent im Plus, auf Jahressicht jedoch noch 35 Prozent im Minus.
Das Rekordhoch vom Oktober 2025 liegt rund 39 Prozent über dem aktuellen Kurs. Gold notiert dagegen bei rund 4.431 Dollar je Feinunze und kletterte binnen der vergangenen zwölf Monate um 19 Prozent; sein Rekordhoch liegt bei 5.608 Dollar.
Der Aktionär stellt die Unterschiede zwischen den beiden Anlageklassen heraus: Gold verfüge über eine jahrtausendealte Historie als Wertspeicher, während Bitcoin deutlich jünger, digital und leichter handelbar sei, zugleich aber erheblich stärker schwanke.
| Wert | Angabe |
|---|---|
| Bitcoin | rund 77.400 Dollar |
| Bitcoin auf Monatssicht | 18 Prozent im Plus |
| Bitcoin auf Jahressicht | 35 Prozent im Minus |
| Bitcoin-Rekordhoch | 126.272 Dollar |
| Gold | rund 4.431 Dollar je Feinunze |
| Gold auf Sicht von zwölf Monaten | 19 Prozent im Plus |
| Gold-Rekordhoch | 5.608 Dollar |
Zusammenfassung: Bitcoin hat sich erholt, befindet sich laut Quelle aber weiterhin unter seinem Rekordhoch und bleibt deutlich volatiler als Gold.
ARK Invest und andere Experten sehen langfristig höhere Bitcoin-Kurse
Die langfristige These der Bitcoin-Bullen stützt sich laut Der Aktionär auf die begrenzte Menge von 21 Millionen Coins, wachsende institutionelle Zuflüsse und die mögliche Rolle als digitales Gold. ARK Invest kalkuliert für 2030 mit einer Bitcoin-Marktkapitalisierung von rund 16 Billionen Dollar, was bei voller Umlaufmenge etwa 760.000 Dollar je Bitcoin entspräche.
In einem bullisheren Szenario hält ARK Invest auch mehr als 1 Million Dollar für möglich. Changpeng Zhao, der frühere Binance-Chef, sieht Bitcoin in diesem Zyklus bei 500.000 bis eine Million Dollar. Matt Hougan, Chief Investment Officer von Bitwise, hält bis 2035 sogar 1,35 Million Dollar für möglich, falls Bitcoin einen größeren Anteil des globalen Marktes für Wertspeicher gewinnt.
Die genannten Werte seien Szenarien und keine Kursziele mit eingebauter Garantie. Für ihre Erfüllung seien weitere Kapitalzuflüsse und eine breitere Akzeptanz erforderlich.
„1,3 Millionen US-Dollar bis 2035 werden für Bitcoin relativ einfach sein.“
Diese Einschätzung von Matt Hougan wird von Börse Online wiedergegeben. Die Quelle nennt dabei vom aktuellen Niveau eine Kurssteigerung von mehr als 1.500 Prozent.
Zusammenfassung: Mehrere Marktbeobachter erwarten langfristig deutlich höhere Kurse, betonen jedoch unterschiedliche Szenarien und die dafür nötigen Kapitalzuflüsse sowie eine breitere Akzeptanz.
Peter Schiff bezeichnet Bitcoin als „wertlos“
Börse Online berichtet über eine scharfe Kritik des Ökonomen Peter Schiff nach dem vorläufigen Scheitern des Clarity Act im US-Senat. Schiff schrieb auf X: „Es ist völlig klar, dass Bitcoin wertlos ist. Ein Gesetz des Kongresses ist nicht erforderlich.“
Nach seiner Auffassung liegen die Probleme von Bitcoin nicht in der Gesetzgebung der USA, sondern im Asset selbst. Schiff hält Bitcoin für ein reines Spekulationsobjekt ohne inneren Wert oder ökonomischen Nutzen und lehnt die Vorstellung ab, die Kryptowährung sei eine Art digitales Gold.
Die Quelle weist zugleich darauf hin, dass andere Experten dieser Einschätzung widersprechen. Bitwise-CIO Matt Hougan bleibt demnach optimistisch und hält 1,3 Millionen US-Dollar bis 2035 für möglich.
Zusammenfassung: Die Bewertung von Bitcoin bleibt stark umstritten: Peter Schiff spricht der Kryptowährung jeden Wert ab, während Matt Hougan langfristig erhebliches Aufwärtspotenzial sieht.
VanEck erwartet Bitcoin bei 100.000 USD im nächsten Jahr
Matthew Sigel, Leiter der Digital-Assets-Forschung bei VanEck, erwartet laut BeInCrypto, dass Bitcoin bis zum nächsten Jahr 100.000 USD erreicht. Seine Prognose gab Sigel in der Sendung Squawk Box Asia von CNBC ab.
Zum Zeitpunkt der Prognose wurde Bitcoin mit etwa 77.400 USD gehandelt. Am Freitag wechselte die Kryptowährung laut BeInCrypto Markets für 77.403 USD den Besitzer, was einem Tagesplus von 1,26 Prozent entsprach; in den vergangenen vier Wochen betrug der Zuwachs mehr als 20 Prozent.
Gleichzeitig lag Bitcoin noch rund 39 Prozent unter dem Rekordwert von über 126.000 USD, der am 6. Oktober 2025 erreicht wurde. Für den Anstieg von 77.403 USD auf 100.000 USD wäre laut Quelle ein Plus von 29 Prozent erforderlich.
| Prognose | Angabe |
|---|---|
| Bitcoin-Kurs am Freitag | 77.403 USD |
| Tagesplus | 1,26 Prozent |
| Zuwachs in vier Wochen | mehr als 20 Prozent |
| Abstand zum Rekordwert | rund 39 Prozent |
| Prognose für das nächste Jahr | 100.000 USD |
| Prognose für 2029 | 500.000 USD |
| Längerfristige Prognose | 1 Million USD |
Sigel begründet seine Einschätzung unter anderem mit der hohen Verschuldung staatlicher Institutionen. Außerdem sei die Volatilität im Vergleich zu vor vier Jahren um die Hälfte gesunken.
Er verwies ferner auf eine höhere Nachfrage nach Put-Optionen gegenüber Calls und auf ein Anleiherückkaufprogramm des US-Finanzministeriums, das heftige Short-Abdeckungen ausgelöst habe. Laut Sigel zeigten Gespräche mit Beratern und Staatsfonds, dass institutionelle Kunden derzeit alle kauften.
„Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Entscheidungsträger dieses nicht nachhaltige fiskalische Muster angehen, und falls sich die Liquidität entspannt, wäre das ein Turbo für Bitcoin.“
Zusammenfassung: VanEck-Forscher Matthew Sigel sieht Bitcoin bei 100.000 USD im nächsten Jahr und begründet dies vor allem mit staatlicher Verschuldung, institutioneller Nachfrage und einer möglichen Entspannung der Liquidität.
US-Repräsentantenhaus bringt Bitcoin-Reserve und Krypto-Steuergesetz voran
Während die Cloture-Abstimmung zum CLARITY Act im US-Senat scheiterte, wurden laut Blocktrainer zwei weitere Krypto-Gesetze in Ausschüssen des US-Repräsentantenhauses vorangebracht. Dazu zählen der American Reserve Modernization Act 2026 und der Digital Asset Tax Certainty Act.
Der American Reserve Modernization Act of 2026, kurz ARMA, trägt die Bezeichnung H.R. 8957. Der Gesetzentwurf wurde am 21. Mai 2026 von Nick Begich und Jared Golden vorgestellt und soll die strategische Bitcoin-Reserve der USA gesetzlich verankern sowie ihre Verwaltung regeln.
Der Finanzausschuss stimmte mit 28 zu 21 Stimmen dafür, den überparteilichen Gesetzentwurf in der geänderten Fassung an das Repräsentantenhaus zu berichten. Damit passierte erstmals ein Gesetzentwurf zur Bitcoin-Reserve einen Ausschuss des US-Kongresses.
- Die bereits im Besitz der Regierung befindlichen und für die Reserve qualifizierten Bitcoin sollen in einer zentralen Reserve zusammengeführt und gesichert werden.
- Die Bitcoin sollen mindestens 20 Jahre gehalten werden.
- Für zusätzliche Bitcoin-Käufe sollen keine Kreditaufnahme, keine zusätzlichen Staatsschulden und keine neuen Steuern autorisiert werden.
- Die Bestände sollen mithilfe kryptografischer Nachweise öffentlich überprüfbar sein.
- Die Behörden sollen innerhalb von 60 Tagen nach Inkrafttreten des Gesetzes eine vollständige Aufstellung ihrer Bitcoin und sonstigen digitalen Assets vorlegen.
Die überarbeitete Fassung erweitert den Kreis der infrage kommenden Bitcoin. Als „qualifying Bitcoin“ sollen grundsätzlich alle Bitcoin im Eigentum der US-Regierung gelten, die nicht aufgrund gesetzlicher Vorgaben für andere Zwecke benötigt werden.
Erlöse aus dem Verkauf, Tausch oder der Umwandlung anderer digitaler Vermögenswerte sollen zunächst zur Deckung der Verwaltungskosten der Bitcoin-Reserve und des Digital Asset Stockpile verwendet werden. Darüber hinausgehende Einnahmen sollen dem US-Finanzministerium als allgemeine Einnahmen zufließen und damit zur Reduzierung der Staatsschulden beitragen.
Für Proof-of-Reserves bleibt eine regelmäßige Berichterstattung über Bestände, Transaktionen und die Kontrolle der Private Keys vorgesehen. Während die ursprüngliche Fassung Berichte alle drei Monate vorsah, verlangt die neue Fassung nur noch einen Bericht pro Jahr.
Zusammenfassung: Der US-Kongress hat die Gesetzentwürfe noch nicht beschlossen, doch die Bitcoin-Reserve und die Krypto-Steuerreform haben wichtige Ausschusshürden genommen.
Krypto-Steuerreform passiert Ways and Means Committee
Parallel zum ARMA Act stimmte der Steuer- und Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses mit 38 zu 5 Stimmen dafür, den überarbeiteten Digital Asset Tax Certainty Act, H.R. 10357, im Gesetzgebungsverfahren voranzubringen.
Das mehr als 100 Seiten umfassende Gesetzespaket soll klarere Regeln für die Besteuerung von Bitcoin und anderen digitalen Assets schaffen. Vorgesehen sind unter anderem neue steuerliche Regeln für Stablecoins und eine vereinfachte steuerliche Berechnung für breit gehandelte digitale Assets.
- steuerliche Erleichterungen für bestimmte Netzwerk- und Transaktionsgebühren von bis zu 10 US-Dollar
- steuerneutrale Übertragungen bei bestimmten Krypto-Leihgeschäften
- Erleichterungen für Krypto-Spenden
- Ausweitung der Wash-Sale-Regeln auf handelbare digitale Assets
- weitere Regeln zur steuerlichen Behandlung von Mining- und Staking-Einkommen als „ordinary income“ und nicht als Kapitalgewinn
Das Joint Committee on Taxation veröffentlichte für die Ersatzfassung eine Einnahmenschätzung. Insgesamt soll das Paket über den betrachteten Zeitraum einen leichten Nettoanstieg der Staatseinnahmen von rund 500 Millionen US-Dollar bewirken.
Als nächste wesentliche Schritte müssten die Gesetzentwürfe vom gesamten Repräsentantenhaus und anschließend vom Senat verabschiedet werden. Erst wenn beide Kammern einem identischen Gesetzestext zustimmen, könnte dieser dem Präsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt werden.
Zusammenfassung: Die Krypto-Steuerreform erhielt mit 38 zu 5 Stimmen breite Unterstützung im Ausschuss; beschlossen ist sie jedoch ebenso wenig wie der ARMA Act.
XRP steht vor einem möglichen Golden Cross
Die auf Zahlungen ausgerichtete Kryptowährung XRP steht laut Cryptonews.net kurz davor, ein bedeutendes bullishes Signal zu geben. Hintergrund ist ein mögliches Golden Cross, bei dem der 50-Tage-Durchschnitt eines Vermögenswerts den 200-Tage-Durchschnitt nach oben durchschreitet.
Chartanalysten betrachten dieses Muster weithin als langfristig bullishes Signal. Bei XRP mahnt die historische Entwicklung jedoch zur Vorsicht: Keine der 16 vorherigen Golden Crosses hielt auch nur 12 Monate und wurde schnell durch ein Death Cross beendet.
Gleichzeitig erzielten viele der Golden Crosses deutliche Gewinne innerhalb von drei Monaten. Fünf der zehn Kreuze, die lange genug anhielten, um diese Marke zu erreichen, verzeichneten Gewinne von 85 Prozent bis über 1.000 Prozent. Dazu gehörten ein Anstieg von 1.009,6 Prozent nach dem Kreuz im April 2017 und ein Gewinn von 135 Prozent nach dem Kreuz im Februar 2021.
Aktuell liegt der 50-Tage-Durchschnitt von XRP etwa 2 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt. Das sei der nächstgelegene Stand seit dem letzten Golden Cross im August 2024.
Parallel dazu ist die Dominanz von Bitcoin, also sein Anteil am gesamten Kryptomarkt, auf ein Einmonatstief von unter 59 Prozent gefallen. Laut Quelle deutet dies auf eine Rotation in Altcoins hin; UNI, NEAR und ARB legten innerhalb von 24 Stunden um fast 30 Prozent zu.
„Altcoins haben stark zugelegt, während die großen Kryptowährungen zurückbleiben. Die Märkte hoffen auf eine Krypto-Akzeptanz durch die SEC und CFTC sowie auf die Verabschiedung des Bitcoin-Reserve-Gesetzes.“
Zusammenfassung: XRP nähert sich einem Golden Cross, dessen historische Aussagekraft laut Quelle begrenzt ist. Gleichzeitig sinkt die Bitcoin-Dominanz auf unter 59 Prozent, während mehrere Altcoins deutlich zulegen.
Nordkoreanische Cybergruppe zielt auf IT-Fachleute
Goslarsche.de berichtet über eine Warnung deutscher Nachrichtendienste vor der nordkoreanischen Cybergruppe „Waterplum“. Die Gruppe greife gezielt arbeitssuchende IT-Fachleute an und stehle Kryptowährung, um Sanktionen zu umgehen und das nordkoreanische Rüstungsprogramm zu finanzieren.
Bei der Kampagne „Contagious Interview“ setzen die staatlich handelnden Akteure auf Social Engineering. Sie nehmen über soziale Medien, Job-Plattformen oder Internet-Marktplätze für freiberufliche Aufträge Kontakt zu Softwareentwicklern und anderen IT-Fachleuten auf und treten unter anderem als Vertreter von KI-Firmen oder Unternehmen der Kryptobranche auf.
Im vermeintlichen Online-Bewerbungsprozess soll der Kandidat eine Aufgabe erfüllen und dafür eine Datei herunterladen. Diese Datei enthält ein Schadprogramm, über das sich die Angreifer Zugang zum System verschaffen können.
Anschließend stehlen sie sensible Daten und Kryptowährung. Trojaner halten Zugangswege für weitere Angriffe auf andere Systeme des Opfers aufrecht.
Eine weitere Kampagne besteht laut Quelle darin, dass sich nordkoreanische IT-Spezialisten unter falscher Identität Remote-Jobs bei Unternehmen beschaffen. Zur Verschleierung ihrer Herkunft nutzen sie teilweise sogenannte Laptop-Farmen, also Orte in einem anderen Land, an denen Rechner stehen, auf die der IT-Spezialist aus der Ferne zugreift.
Arbeitgeber sollten misstrauisch werden, wenn ein Bewerber Ausreden erfindet, um ein persönliches Treffen zu vermeiden, um Bezahlung in Kryptowährung bittet oder während des Online-Bewerbungsgesprächs häufig zur Seite schaut, als würde er von einem zweiten Monitor ablesen.
Nordkorea unterliegt wegen seines Atom- und Raketenprogramms seit rund zwei Jahrzehnten umfangreichen UN-Sanktionen. Ziel der Gruppe „Waterplum“ sei es, Finanzmittel für die „Gehälter für das Kim-Regime und sein Militär“ zu beschaffen; Spionage und der Diebstahl geistigen Eigentums könnten im Einzelfall ebenfalls eine Rolle spielen.
Zusammenfassung: Die Warnung richtet sich an IT-Fachleute und Arbeitgeber gleichermaßen. Gefälschte Bewerbungsprozesse, Schadprogramme und falsche Identitäten dienen dem Diebstahl von Daten und Kryptowährung.
VR Bank Metropolregion Nürnberg plant Krypto-Handel
Die VR Bank Metropolregion Nürnberg plant laut NN.de, ihren Kunden den Einstieg in den Krypto-Handel zu ermöglichen. Der Finanzexperte der Verbraucherzentrale, Sascha Straub, hält diese Idee für nachvollziehbar, aber riskant.
Die Einschätzung wird in der Überschrift des Beitrags als „Klares Nein für Risikoscheue“ zusammengefasst. Damit richtet sich das Angebot vor allem an Kunden, die bereit sind, die besonderen Risiken des Handels mit Kryptowährungen zu tragen.
Zusammenfassung: Die VR Bank Metropolregion Nürnberg plant einen Einstieg in den Krypto-Handel; für risikoscheue Kunden wird das Vorhaben laut der zitierten Einschätzung nicht empfohlen.
Quellen:
- Bitcoin: Wirklich ein Must-have?
- XRP am Rande eines Golden Cross, während sich der Fokus auf Altcoins verlagert
- Nordkorea-Cybergruppe bestiehlt IT-Fachleute auf Jobsuche
- Bitcoin nach massiver Enttäuschung: Jetzt “wertlos”, sagt Experte
- Kryptowährung bei der VR-Bank Metropolregion Nürnberg: „Klares Nein für Risikoscheue“
- Bitcoin auf 100.000 USD im nächsten Jahr: VanEck zeigt, was den Kurs antreibt
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