E-Commerce-News: Messen, KI, .VN-Domains und mehr Plattformverantwortung

    KI-generiert
    10.08.2026 12 mal gelesen

    IAW-Messe in Köln setzt auf Weihnachtsgeschäft und E-Commerce

    Vom 8. bis 10. September 2026 findet in der Koelnmesse die 41. Internationale Handelsmesse für Verkaufsförderung und Importe statt. Laut baumarktmanager.de werden rund 300 Aussteller und etwa 5.500 Fachbesucher erwartet.

    Die IAW richtet sich an Einzelhändler, Importeure und Restpostenhändler. Das Angebot umfasst Lebensmittel, Drogerieartikel, Geschenkartikel, Spielzeug, Haushaltswaren und Elektronik.

    Ein Schwerpunkt liegt auf Produkten für die Weihnachtszeit. Rund 30 spezialisierte Spielwarenhersteller wollen hochwertige und geprüfte Produkte zu erschwinglichen Preisen präsentieren; auch zahlreiche Anbieter von Geschenkartikeln stellen saisonale Produkte vor.

    Erstmals nehmen CHAKS SARL aus Frankreich mit Partyartikeln und saisonaler Dekoration sowie Zerostock BV aus den Niederlanden teil. Zerostock BV kauft Überbestände und Auslaufartikel auf und vertreibt sie über einen eigenen Kanal weiter.

    Ergänzt wird die Messe durch die kostenlose E-Commerce Arena mit Fachvorträgen zum Onlinehandel. Michael Frontzek, Gründer von mi-commerce sowie Programmleiter und Moderator der Arena, kündigt mehr Praxisgespräche, Praxisbeispiele und fundiertes Fachwissen an.

    „Dieses Mal gibt es noch mehr Praxisgespräche, Beispiele aus der Praxis und fundiertes Fachwissen“, erklärt Michael Frontzek laut baumarktmanager.de.

    Die E-Commerce Arena ist vom E-Commerce Quarter umgeben. Dort vertreten führende Aussteller die verschiedenen Bereiche des Onlinehandels.

    Infobox: Die IAW findet vom 8. bis 10. September 2026 in der Koelnmesse statt. Erwartet werden rund 300 Aussteller und etwa 5.500 Fachbesucher; im Mittelpunkt stehen unter anderem Weihnachtsgeschäft und Onlinehandel.

    .VN-Domain soll digitales Vertrauen im vietnamesischen E-Commerce stärken

    Die .VN-Domain kann nach Darstellung von Vietnam.vn als offizielle digitale Adresse für Unternehmen dienen und den Aufbau einer verlässlichen Online-Präsenz unterstützen. Im Mittelpunkt stehen dabei Markenbekanntheit, Informationsprüfung und langfristiger digitaler Wert.

    Laut Vietnam E-Commerce Index 2026 soll der vietnamesische E-Commerce-Markt im Jahr 2025 ein Volumen von 38,5 Milliarden US-Dollar erreichen. Das entspricht einem Anstieg von 21 %; im Jahr 2015 lag das Marktvolumen bei rund 4 Milliarden US-Dollar.

    Ab 2026 soll der vietnamesische E-Commerce laut dem Bericht in eine stabilere und nachhaltigere Entwicklungsphase eintreten. Als Schwerpunkte werden Verbraucherschutz, Exportförderung, die Reduzierung negativer Umweltauswirkungen und die Verringerung der digitalen Kluft genannt.

    Diese digitale Kluft zeigt sich regional deutlich. Ho-Chi-Minh-Stadt führt den EBI 2026 mit 91,1 Punkten an, Hanoi erreicht 87,5 Punkte und Da Nang 22,3 Punkte; der Durchschnittswert der 34 Provinzen und Städte liegt bei 15,8 Punkten.

    Bis Ende 2025 gab es landesweit rund 685.000 aktive .VN-Domains. Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt vereinten 63,3 % aller .VN-Domains auf sich, obwohl beide Städte etwa 22 % der Bevölkerung des Landes ausmachen.

    Hanoi verfügt über rund 204.700 Domainnamen, was etwa 43 Personen pro Domainnamen entspricht. In Ho-Chi-Minh-Stadt sind es etwa 60 Personen pro Domainnamen, während in Dien Bien über 2.000 Personen auf einen Domainnamen kommen; auch Son La und Lai Chau weisen niedrige Werte auf.

    KennzahlWert
    E-Commerce-Markt Vietnam 202538,5 Milliarden US-Dollar
    Anstieg21 %
    Aktive .VN-Domains bis Ende 2025rund 685.000
    Anteil von Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt63,3 %
    Unternehmen mit eigener Website46 %
    Bevorzugte .VN-Domain50 %
    Bevorzugte .COM-Domain43 %

    Von den im EBI 2026 befragten Unternehmen verfügen 46 % über eigene Websites für Werbe- und Geschäftszwecke. Bei den bevorzugten Domainnamen liegt .VN mit 50 % vor .COM mit 43 %.

    83 % der Unternehmen nennen als wichtigstes Ziel einer Website die Schaffung von Glaubwürdigkeit sowie die Förderung und Stärkung der Marke. Weitere 70 % nutzen Websites für Werbung, Marketing und die Einführung von Produkten und Dienstleistungen.

    Eine eigene Domain soll Unternehmen unabhängiger von sozialen Netzwerken und Marktplätzen machen. Inhalte, Markenidentität und Produktinformationen können auf der eigenen Website langfristig gepflegt werden; Konten bei Facebook, TikTok, Zalo, Online-Marktplätzen und QR-Codes auf Verpackungen können auf dieselbe offizielle Website verweisen.

    Sicherheits- und Vertrauensfragen bleiben jedoch ein zentrales Problem. 45 % der Unternehmen betrachten Datensicherheit und Datenschutz als größte Herausforderung bei der Umsetzung von E-Commerce; 58 % der Verbraucher sorgen sich um den Ruf der Website, der E-Commerce-Anwendung oder des Verkäufers.

    35 % der Verbraucher äußern Bedenken hinsichtlich der Sicherheit ihrer persönlichen Daten. 57 % sehen das Risiko der Offenlegung persönlicher Daten als Hindernis für Online-Shopping.

    Vietnam.vn betont, dass eine .VN-Domain nicht automatisch die Sicherheit einer Website garantiert. Sie kann jedoch als Grundlage für eine offizielle Online-Präsenz dienen, auf der rechtliche Informationen, Produkte, Verkaufsbedingungen, Garantien, Rückgabebestimmungen und Kontaktdaten veröffentlicht werden.

    Als Beispiel werden OCOP-Produkte genannt. Bis Ende 2025 gab es landesweit 18.243 OCOP-Produkte mit mindestens drei Sternen; eine Website mit .VN-Domain könnte Informationen zu Herkunft, Produktionsprozess, Zertifizierungen, regionalen Geschichten, QR-Codes und Vertriebskanälen bündeln.

    Infobox: Vietnam.vn beschreibt .VN als mögliche Grundlage für eine offizielle digitale Markenpräsenz. Der E-Commerce-Markt soll 2025 ein Volumen von 38,5 Milliarden US-Dollar erreichen; zugleich bestehen deutliche regionale Unterschiede und hohe Bedenken bei Datenschutz und Vertrauen.

    Shopify-Aktie steigt nach starkem Quartal und KI-Ausblick

    Die Shopify-Aktie legte laut TIKR.com in der vergangenen Woche um 29,5 % zu. Börse Express berichtet von einem Kurszuwachs von 29,09 % innerhalb der letzten sieben Tage.

    Shopify meldete für das zweite Quartal 2026 einen Umsatz von 3,583 Milliarden US-Dollar. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Plus von 34 %; laut Börse Express lagen die durchschnittlichen Markterwartungen zuvor bei 3,45 Milliarden US-Dollar.

    Das Bruttowarenvolumen stieg auf 115,567 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn erreichte 1,502 Milliarden US-Dollar, während die Free-Cashflow-Marge mit 18 Prozent angegeben wurde.

    TIKR.com nennt für den Zeitraum eine Umsatzentwicklung von 3,58 Mrd. $ und einen Nettogewinn von 1,5 Mrd. $. Die unterschiedlichen Darstellungen beruhen auf den in den jeweiligen Quellen verwendeten Rundungen.

    KennzahlAngabe der Quelle
    Umsatz im zweiten Quartal 20263,583 Milliarden US-Dollar
    Umsatzwachstum34 %
    Bruttowarenvolumen115,567 Milliarden US-Dollar
    Nettogewinn1,502 Milliarden US-Dollar
    Free-Cashflow-Marge18 Prozent
    Umsatzwachstum im dritten Quartalniedrigen dreißigprozentigen Bereich

    Für das dritte Quartal 2026 erwartet Shopify ein Umsatzwachstum im niedrigen dreißigprozentigen Bereich. Marktbeobachter waren laut Börse Express zuvor lediglich von einer Steigerung um 26,3 Prozent ausgegangen.

    Eine wichtige Rolle spielt die zunehmende Nutzung künstlicher Intelligenz. Nach Angaben des Unternehmens verdreifachten sich die KI-gestützten Zugriffe und Bestellungen in Shopify-Shops im Vergleich zum Vorjahr.

    KI-gestützte Suchanfragen, die auf Katalogdaten zurückgreifen, erzielten laut Börse Express eine etwa doppelt so hohe Konversionsrate wie herkömmlich aufbereitete Daten. TIKR.com berichtet ebenfalls, dass der von KI verwiesene Traffic und die Bestellungen im Quartal etwa verdreifacht wurden.

    Shopifys KI-Assistent Sidekick wurde laut TIKR.com genutzt, um im Quartal mehr als 36.000 benutzerdefinierte Apps zu erstellen. Das waren dreimal so viele wie in der Vorperiode.

    Shopify-Präsident Harley Finkelstein bezeichnete Shopify laut TIKR.com als „wahrscheinlich das KI-verrückteste Unternehmen der Welt“.

    Auch der Zahlungsbereich entwickelte sich weiter. Shopify Payments erreichte laut Börse Express 68 Prozent des globalen Bruttowarenvolumens; das darüber abgewickelte Gesamtvolumen überschritt die Marke von einer Billion US-Dollar.

    Das Volumen von Shop Pay wuchs um 53 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Außerdem kündigte Shopify am 14. Juli eine Zusammenarbeit mit DoorDash an, durch die US-amerikanische Einzelhändler DoorDash direkt als Vertriebskanal in ihre Shopify-Struktur integrieren können.

    Die Kooperation soll eine automatische Synchronisation von Produkten und Beständen ermöglichen. Händler müssen dabei keine separaten Registrierungsprozesse bei DoorDash durchlaufen.

    Bei den Analysten gab es mehrere positive Einschätzungen. Morgan Stanley nahm die Aktie laut Börse Express mit einer „Overweight“-Bewertung und einem Kursziel von 192 US-Dollar neu in die Beobachtung auf; Jefferies stufte das Papier auf „Buy“ hoch und erhöhte das Kursziel auf 160 US-Dollar.

    TIKR.com nennt als Zielpreis laut Bewertungsmodell 213 $ sowie ein impliziertes Aufwärtspotenzial von 40,6 % über 2,4 Jahre. Dem Modell liegen ein Umsatzwachstum von 27,0 %, Betriebsmargen von 15,0 % und ein Exit-KGV von 68,0x zugrunde.

    Börse Express berichtet zudem von einem Schlusskurs von 131,08 € am Freitag. Damit lag die Aktie über ihrem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt von 103,83 €. Das nächste Update zum Geschäftsverlauf wird für den 22. Oktober erwartet.

    • Das Umsatzwachstum im dritten Quartal soll im niedrigen dreißigprozentigen Bereich liegen.
    • Die Entwicklung des KI-vermittelten Traffics und der KI-gestützten Bestellungen bleibt ein zentraler Beobachtungspunkt.
    • Shopify Payments erreichte 68 Prozent des globalen Bruttowarenvolumens.
    • Die Betriebsausgaben sollen laut TIKR.com auf 33 % bis 34 % des Umsatzes sinken, gegenüber 37 % im Vorjahr.

    Infobox: Shopify meldete im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von 3,583 Milliarden US-Dollar und ein Umsatzplus von 34 %. KI-Nutzung, Zahlungsverkehr und die Prognose für das dritte Quartal sorgten laut TIKR.com und Börse Express für eine deutlich positive Reaktion der Anleger.

    eBay Plus: Gewerbliche Händler bleiben für Rechtstexte und Widerruf verantwortlich

    eBay Plus ist laut eRecht24 ein kostenpflichtiges Treueprogramm für eBay-Nutzer, die einkaufen und privat verkaufen. Gewerbliche Händler nehmen nicht als besondere „eBay-Plus-Verkäufer“ am Programm teil.

    Relevant wird eBay Plus für gewerbliche Händler, wenn ein Mitglied einen gekauften Artikel über den eBay-Rückgabeprozess zurücksendet. Unter den geltenden Teilnahmebedingungen stellt eBay dem Käufer ein kostenloses Rücksendeetikett für den Rückversand im Inland bereit.

    Die übrigen Rücknahmebedingungen des Händlers bleiben grundsätzlich bestehen. Das betrifft insbesondere die für das Angebot geltende Rückgabefrist.

    Gewerbliche Händler müssen sich nach Darstellung von eRecht24 aufgrund von eBay Plus nicht an besondere Anforderungen zu Servicestatus, Bearbeitungszeit, Liefergeschwindigkeit oder Sendungsverfolgung halten. Solche Anforderungen können jedoch für das separate Programm eBay Top-Service gelten.

    Rechtlich sind der Kaufvertrag zwischen Händler und Käufer sowie die eBay-Plus-Mitgliedschaft zwischen eBay und dem Mitglied voneinander zu unterscheiden. Der Händler bleibt für die ordnungsgemäße Erfüllung des Kaufvertrags, die Lieferung, die Bearbeitung eines gesetzlichen Widerrufs und die Rückzahlung des Kaufpreises verantwortlich.

    eBay übernimmt im Rahmen der Plus-Mitgliedschaft bestimmte Zusatzleistungen, insbesondere die Bereitstellung eines kostenlosen Rücksendeetiketts. Internationale Rücksendungen sowie Sperr- und Gefahrgut sind von der kostenlosen Rücksendung insbesondere ausgenommen; außerdem gelten Vorgaben zu Rücksendeadresse, Gewicht und Paketmaßen.

    ThemaAngabe
    Gesetzliche Widerrufsfristgrundsätzlich 14 Tage
    Allgemeine eBay-Plus-Rückgabefristkeine 30-tägige Rückgabefrist
    eBay-Plus-Kosten19,90 Euro pro Jahr
    Kostenlose Testphaseeinmalig 30 Tage

    eBay Plus verlängert die gesetzliche Widerrufsfrist nicht und begründet keine allgemeine 30-tägige Rückgabefrist. Bei Verbraucherverträgen gilt grundsätzlich die gesetzliche Widerrufsfrist von 14 Tagen, sofern keine Ausnahme greift; eine längere Rückgabefrist kann der Händler freiwillig anbieten.

    Bei einem Widerruf müssen Händler die empfangenen Zahlungen grundsätzlich spätestens innerhalb von 14 Tagen nach dem Widerruf zurückgewähren. Die Rückzahlung darf so lange zurückgehalten werden, bis die Ware eingegangen ist oder der Verbraucher die Absendung nachgewiesen hat.

    Unabhängig von eBay Plus gelten die gesetzlichen Informationspflichten weiter. Dazu gehören insbesondere ein korrektes Impressum und eine vollständige Datenschutzerklärung; Zahlungs-, Liefer- und Leistungsbedingungen können über AGB abgebildet werden.

    Diese Informationen müssen auf dem eBay-Profil oder in den Angeboten leicht erkennbar und jederzeit abrufbar sein. Eigene AGB dürfen den eBay-Vorgaben und gesetzlichen Anforderungen nicht widersprechen.

    Auch Preisangaben müssen vollständig und transparent sein. Dazu gehören insbesondere der Gesamtpreis inklusive Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls anfallende Versandkosten.

    Bei Versand und Lieferung gelten grundsätzlich dieselben rechtlichen Regeln wie bei anderen eBay-Verkäufen. Beim Verkauf an Verbraucher geht das Risiko für Verlust oder Beschädigung der Ware erst mit der Übergabe an den Käufer über; bis dahin trägt der Händler die Verantwortung.

    eRecht24 weist darauf hin, dass eine Sendungsverfolgung praktisch unerlässlich ist, um Versand und Zustellung nachzuweisen. Zugesagte Lieferzeiten müssen unabhängig von eBay Plus eingehalten werden.

    • Die gesetzlichen Informationspflichten gelten unabhängig von eBay Plus.
    • Die gesetzliche Widerrufsfrist beträgt grundsätzlich 14 Tage.
    • eBay Plus sieht keine allgemeine 30-tägige Rückgabefrist vor.
    • Das kostenlose Rücksendeetikett betrifft grundsätzlich den Rückversand im Inland.
    • Internationale Rücksendungen sowie Sperr- und Gefahrgut sind insbesondere ausgenommen.
    • eBay Plus darf nicht mit eBay Top-Service verwechselt werden.

    Infobox: Gewerbliche Händler müssen eBay Plus nicht gesondert beitreten. Entscheidend ist, dass eBay Plus-Mitgliedern unter den Programmvoraussetzungen ein kostenloses Rücksendeetikett für den Inlandsversand bereitgestellt wird, während Widerrufsrecht, Impressum, Datenschutz, AGB und Lieferpflichten beim Händler bleiben.

    Vietnam: Plattformen sollen stärker gegen gefälschte Waren in die Verantwortung genommen werden

    Auf vietnamesischen E-Commerce-Plattformen sind gefälschte, nachgemachte und minderwertige Waren nach Darstellung von Vietnam.vn weit verbreitet. Während Händler mit Strafen und Strafverfolgung rechnen müssen, wird zunehmend gefordert, auch Plattformen für ihre Rolle bei Vertrieb, Provisionen und Inhaltsmoderation rechtlich stärker verantwortlich zu machen.

    Nguyen Nhan, Gründer von Nhan Nguyen Sharing, kritisiert, dass Produkte mit kopierten Designs und Bildern von Luxusmarken wie Louis Vuitton und Chanel weiterhin angeboten werden. Dies deute auf mangelhafte Kontrollverfahren hin; Mitarbeitern fehle teilweise das Fachwissen, um Dokumente, gefälschte Bilder und Produktfälschungen zu erkennen.

    Rechtsanwalt Nguyen Huu Toai erklärt, dass Verkäufer für den Verkauf notwendige Produktgenehmigungen und Lizenzen der zuständigen Behörden einholen müssten. Kosmetika benötigten beispielsweise eine Lizenz des Gesundheitsministeriums, während importierte Produkte ein Ursprungszeugnis und ein Qualitätszertifikat benötigten.

    Die Registrierung für den Verkauf auf E-Commerce-Plattformen sei derzeit jedoch einfach. Als zusätzliches Problem nennt Toai unklare Zuständigkeiten zwischen Ministerien und Behörden.

    Gefälschte Milch, gefälschte Medikamente und kontaminierte Lebensmittel stellten eine erhebliche Gefahr für die öffentliche Gesundheit dar. Nach Darstellung des Anwalts sind vier bis fünf Ministerien beteiligt, wodurch Verantwortlichkeiten schwer eindeutig zuzuordnen seien.

    „Wir appellieren an die Verbraucher, kritisch zu sein, aber die Verantwortung liegt in erster Linie bei den staatlichen Verwaltungsbehörden“, betonte Anwalt Nguyen Huu Toai laut Vietnam.vn.

    Rechtsanwalt Nguyen Thanh Hai sieht eine wachsende Komplexität bei gefälschten Waren, Schmuggelware und Waren unbekannter Herkunft. Er fordert eine Prüfung der rechtlichen Verantwortung von Plattformen in jedem einzelnen Fall.

    Plattformen könnten laut Hai rechtlich haftbar gemacht werden, wenn sie Verkäuferinformationen nicht ausreichend kontrollieren, keine Mechanismen zur Erkennung und Entfernung rechtsverletzender Produkte bereitstellen oder unrechtmäßig von rechtsverletzenden Aktivitäten profitieren. In solchen Fällen sei unter Umständen auch eine strafrechtliche Verantwortung als Mittäter möglich.

    „E-Commerce-Plattformen dürfen sich nicht hinter dem Deckmantel der ‚technischen Vermittlung‘ verstecken, um ihrer Verantwortung zu entgehen“, sagte Anwalt Nguyen Thanh Hai laut Vietnam.vn.

    Nach Angaben des vietnamesischen E-Commerce-Verbandes finden monatlich durchschnittlich 2,5 Millionen Live-Verkaufsveranstaltungen statt. Daran nehmen über 50.000 Verkäufer teil.

    Verstöße im Zusammenhang mit Schmuggelware, Produktfälschungen und Steuerhinterziehung werden zugleich komplexer. Der Verband verweist auf Fälle gefälschter Milch und gefälschter Medikamente; die Nachkontrolle sei jedoch mangelhaft.

    KennzahlWert
    Live-Verkaufsveranstaltungen pro Monatdurchschnittlich 2,5 Millionen
    Beteiligte Verkäuferüber 50.000

    Der E-Commerce-Verband fordert verbindliche Regelungen zur Rückverfolgbarkeit funktioneller Lebensmittel und gesundheitsrelevanter Nahrungsmittel. Zusätzlich sollen Regeln zur ethischen Verantwortung von Verkäufern eingeführt werden, um irreführende Werbung zu verhindern.

    Die Regierung hat das Ministerium für Industrie und Handel beauftragt, Rechtsdokumente zum E-Commerce zu prüfen und zu ändern oder Änderungen bei höheren Behörden vorzuschlagen. Ein Ziel ist die Identifizierung von Verkäufern auf E-Commerce-Plattformen mittels VNeID.

    Durch die Verifizierung von Händlerinformationen über VNeID soll die Datensicherheit und Zuverlässigkeit höher sein als bei der derzeitigen Selbstauskunft. Der E-Commerce-Verband bewertet die Identifizierung als notwendige und angemessene Lösung, um die Instabilität im aktuellen Umfeld zu verringern.

    Die zuständige Abteilung für Binnenmarktmanagement und -entwicklung verstärkt nach Angaben von Vietnam.vn die Zusammenarbeit mit Shopee, Tiki und Lazada. Geplant sind der Austausch von Informationen, die Verifizierung von Verkäufern und die Rückverfolgung der Warenherkunft.

    Einige Plattformen haben bereits Mechanismen zur schnellen Reaktion auf behördliche Anfragen sowie Instrumente zur Moderation von Produktinhalten und zur Identifizierung von Verstößen eingerichtet. Die Zusammenarbeit befindet sich laut Quelle jedoch weiterhin auf dem Niveau einer „initialen Unterstützung“, weil Verkäuferdaten häufig erst auf offizielle Anfrage bereitgestellt werden.

    Ein behördenübergreifendes Informationssystem existiert demnach nicht. Die Bearbeitung erfolgt vielfach manuell und zeitaufwendig, während Verstöße als einzelne und unbedeutende Fälle getarnt werden können.

    Infobox: Vietnam.vn berichtet über Forderungen nach einer stärkeren rechtlichen Verantwortung von E-Commerce-Plattformen. Im Mittelpunkt stehen Verkäuferidentifizierung mittels VNeID, Rückverfolgbarkeit von Waren, der Austausch von Plattformdaten und ein E-Commerce-Gesetz mit klaren Zuständigkeiten.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

    Zusammenfassung des Artikels

    Die IAW 2026 fokussiert Weihnachtsgeschäft und E-Commerce, während .VN Vertrauen stärken soll und Shopify dank starkem Quartal sowie KI-Ausblick deutlich zulegt.

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    // Felix Weipprecht
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    Felix Weipprecht ist ein führender Experte im Bereich der Digitalstrategien, mit einem besonderen Fokus auf eCommerce. Seine Spezialgebiete umfassen Omnichannel-Lösungen, Suchmaschinenmarketing und Social Media. Mit einer persönlichen, direkten und lösungsorientierten Herangehensweise entwickelt er effektive eCommerce-Strategien, um Ihren Online-Erfolg zu maximieren.

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