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Historisches Gebäude trifft auf moderne Technologie
Der Rechenzentrumsbetreiber Digital Realty hat auf dem ehemaligen Neckermann-Areal an der Hanauer Landstraße in Frankfurt sein erstes Rechenzentrum in einem denkmalgeschützten Gebäude in Betrieb genommen. Dieses Zentrum ist speziell für Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) ausgelegt.
Das neue Rechenzentrum, bekannt als FRA 18, erstreckt sich über 8.200 Quadratmeter und bietet Platz für Server mit einer Leistungsaufnahme von bis zu 16 Megawatt. Bemerkenswert ist die Integration von Liquid-Cooling-Technologien, die eine effiziente Kühlung der Hochleistungsrechner ermöglichen und somit die Energieeffizienz steigern. Trotz der modernen Technik bleibt die charakteristische Fassade des ehemaligen Neckermann-Gebäudes erhalten, wodurch der historische Charme des Wirtschaftswunder-Baus bewahrt wird.
Innovative Nutzung von Abwärme
Ein weiterer innovativer Aspekt des Rechenzentrums ist die geplante Nutzung der Abwärme: Ab Herbst 2026 soll die entstehende Wärme das benachbarte "Rolf Sandvoss Innovation Center" der Samson AG beheizen. Hierfür wird Warmwasser aus dem Kühlkreislauf des Rechenzentrums entnommen, über eine Wärmepumpe auf 75 Grad Celsius erhitzt und in die Heizsysteme des Innovationszentrums eingespeist. Dieses Projekt zeigt, wie Synergien zwischen High-Tech-Infrastruktur und nachhaltiger Energienutzung geschaffen werden können.
Frankfurt stärkt Position als digitaler Knotenpunkt
Mit der Eröffnung dieses Rechenzentrums unterstreicht Frankfurt seine Position als führender Standort für digitale Infrastruktur in Deutschland. Die Kombination aus historischer Bausubstanz und zukunftsweisender Technologie könnte als Vorbild für ähnliche Projekte dienen und zeigt, dass Denkmalschutz und Innovation Hand in Hand gehen können.
Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung