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Ukraine greift Logistikzentren des russischen Onlinehändlers Wildberries an
Die Ukraine hat nach Angaben des Tagesspiegel in der Nacht auf Samstag zwei Logistikzentren des russischen Onlinehändlers Wildberries in den Oblasten Moskau und Tambow angegriffen. Wildberries gilt als größter russischer Onlinehändler und arbeitet ähnlich wie der in Russland nicht aktive US-Versandhändler Amazon.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Attacken. Nach ukrainischer Darstellung wurden die Zentren für die Lieferung sanktionierter Bauteile für die Drohnenproduktion und von Navigationsgeräten genutzt. Russischen Angaben zufolge starben acht Mitarbeitende des Unternehmens, mehr als 80 weitere wurden verletzt.
Das Ausmaß des Sachschadens wird unterschiedlich eingeschätzt. Die Moskauer Tageszeitung „Wedomosti“ bezifferte die zerstörte Lagerfläche auf 350.000 Quadratmeter, was sieben Prozent der Lagerfläche des Unternehmens entspreche. Der Gesamtschaden einschließlich der vernichteten Waren könne sich demnach auf bis zu 50 Milliarden Rubel belaufen, umgerechnet gut 557 Millionen Euro.
Das unabhängige russische Medium „iStories“ geht laut Tagesspiegel von einem Schaden von umgerechnet mehr als einer Milliarde Euro aus. Die Reparatur der Schäden werde nach Einschätzung von „Wedomosti“ ein bis zwei Jahre dauern; mögliche Einnahmeausfälle durch die Unterbrechung der Logistikprozesse seien dabei nicht berücksichtigt.
Das unabhängige Medium „The Bell“ erwartet nicht, dass der Betrieb von Wildberries vollständig zum Erliegen kommt. Einschränkungen könnten jedoch ausgerechnet im Großraum Moskau entstehen, dem bevölkerungsreichsten Gebiet Russlands. Dort seien Drohnenangriffe inzwischen alltäglich, zudem sei Treibstoff knapp geworden.
Auch die Vertragsbedingungen des Unternehmens spiegeln laut „Meduza“ die veränderte Kriegslage wider. Eine am 7. Juli in Kraft getretene Klausel sehe demnach vor, dass Wildberries bei Schäden an Waren durch Drohnenangriffe keine Haftung übernimmt.
Das US-Institut für Kriegsstudien, ISW, warnt laut Tagesspiegel, weitere ukrainische Angriffe auf Logistikzentren könnten die gesellschaftlichen Spannungen in Russland verschärfen. Die daraus entstehenden Unannehmlichkeiten träten vor dem Hintergrund anhaltender wirtschaftlicher Probleme in Russland und sinkender Zustimmungswerte für den russischen Präsidenten Wladimir Putin auf.
Der Kreml erklärte inzwischen, Wildberries sei nicht an der Belieferung der russischen Armee beteiligt. Zugleich wurden Verluste eingeräumt, die sowohl das Unternehmen selbst als auch kleine und mittlere Geschäfte auf der Plattform betreffen könnten. Laut „Guardian“ wurde inzwischen eine weitere Wildberries-Anlage südlich von Moskau angegriffen.
„Wir sehen hier, dass beide Seiten bei den strategischen Luftangriffen Schritt für Schritt, Woche für Woche immer weiter eskalieren, weil es die einzige Ebene ist, die noch Möglichkeiten zur Eskalation birgt.“
Diese Einschätzung des österreichischen Militärfachmanns Markus Reisner wird von WELT im Zusammenhang mit den gegenseitigen Angriffen berichtet. Reisner zufolge herrsche an der Front weitgehend Stillstand, während beide Seiten ihre strategischen Luftangriffe ausweiteten.
Zusammenfassung: Nach den Angaben des Tagesspiegel wurden zwei Wildberries-Logistikzentren getroffen. Genannt werden acht Tote, mehr als 80 Verletzte, 350.000 Quadratmeter zerstörte Lagerfläche und ein möglicher Schaden von bis zu 50 Milliarden Rubel.
WELT berichtet über Gegenangriffe und Schäden an Logistikkomplexen
WELT berichtet ebenfalls über ukrainische Angriffe auf zwei Einrichtungen von Wildberries. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP, die sich auf russische Behördenangaben beruft, seien dabei acht Menschen getötet und mehr als 50 Personen verletzt worden.
Das unabhängige russische Nachrichtenportal „iStories“ sprach laut WELT von einer abgebrannten Fläche von 359.600 Quadratmetern. Der Onlinehändler Wildberries teilte dagegen mit, ein Logistikzentrum in Koledino nahe Podolsk sei aus Sicherheitsgründen evakuiert worden; der Betrieb sei wieder aufgenommen worden.
Selenskyj schrieb demnach im Onlinedienst X, die Angriffe hätten zwei bedeutende Logistikzentren in den Regionen Moskau und Tambow getroffen. Diese lägen mehr als 500 und fast 700 Kilometer von der Frontlinie entfernt. Nach seiner Darstellung wurden dort mit Sanktionen belegte Bauteile für die Drohnenproduktion und Navigationsausrüstung geliefert.
WELT ordnet die Angriffe in eine Eskalation strategischer Luftangriffe ein. Russland habe am Wochenende eine der bislang größten Attacken mit ballistischen Raketen auf Kiew ausgeführt. Insgesamt seien mehr als 40 Raketen verschiedener Typen eingesetzt worden; die meisten hätten sich gegen die ukrainische Hauptstadt gerichtet.
Von 25 ballistischen Raketen seien nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe 17 abgefangen worden. Selenskyj zufolge wurde ein Mensch getötet und 16 weitere wurden verletzt. In Odessa starb demnach ein Jugendlicher, zwölf Menschen wurden verletzt. In Charkiw seien nach Angaben des zuständigen Gouverneurs vier Menschen bei russischen Angriffen getötet worden.
Russland erklärte, militärische Einrichtungen und Logistikzentren in Kiew sowie Hafeninfrastruktur der ukrainischen Armee in Odessa angegriffen zu haben. Der Militärfachmann Markus Reisner sagte gegenüber „ntv“, Russland habe als Gegenangriff den ukrainischen Logistikkomplex AMTEL ins Visier genommen. Dabei seien große Lagerhallen mit über 100.000 Quadratmetern beschädigt oder zerstört worden.
Nach Reisners Einschätzung könnten beide Seiten an der Front weder vor- noch zurückkommen. Russland verfüge zugleich über ein so großes Raketenpotenzial, dass es über den Winter hinaus einen massiven strategischen Luftkrieg gegen die Ukraine führen könne. Die Ukraine versuche deshalb, den Druck auf Russland bis zur Unerträglichkeit zu erhöhen.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Getötete Mitarbeitende bei den Wildberries-Angriffen | acht |
| Verletzte laut WELT | mehr als 50 |
| Abgebrannte Fläche laut „iStories“ | 359.600 Quadratmeter |
| Ballistische Raketen gegen die Ukraine | 25 |
| Abgefangene ballistische Raketen | 17 |
| Raketen verschiedener Typen insgesamt | mehr als 40 |
Zusammenfassung: WELT stellt den Angriff auf Wildberries den russischen Raketenangriffen auf ukrainische Städte und Logistikstrukturen gegenüber. Die Berichte verweisen auf unterschiedliche Schadensangaben und eine zunehmende Verlagerung der Eskalation auf strategische Luftangriffe.
Amazon-Rechenzentrum in Bahrain laut Iran angegriffen
Die iranischen Revolutionsgarden beanspruchen laut Euronews.com einen Angriff auf die zentrale Dateninfrastruktur des US-Konzerns Amazon in Bahrain. Die Luft- und Raumfahrtstreitkräfte der Revolutionsgarden hätten das Amazon-Rechenzentrum mit mehreren Marschflugkörpern angegriffen und „zerstört“.
In derselben Erklärung teilten die Revolutionsgarden mit, auch US-Luftabwehrsysteme und Radaranlagen in den bahrainischen Gebieten Muharraq und Riffa seien Ziele des Angriffs gewesen. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben lag laut Euronews.com zunächst nicht vor.
Weder die Behörden in Bahrain und den USA noch Amazon hätten die Behauptungen bestätigt oder kommentiert. Die gemeldeten Angriffe erfolgten vor dem Hintergrund direkter militärischer Auseinandersetzungen zwischen Iran und den USA, die laut dem Bericht seit zehn Tagen andauerten.
Teheran hatte nach Angaben von Euronews.com gewarnt, im Fall weiterer US-Angriffe Einrichtungen und Infrastruktur in Staaten der Region anzugreifen, die US-Streitkräften zur Verfügung gestellt oder von ihnen genutzt werden. Die Revolutionsgarden bezeichneten ihren Angriff als Reaktion auf die aus ihrer Sicht „gestrige militärische Aggression“ der USA gegen im Bau befindliche zivile Anlagen in Darkhovin.
Die Ständige Vertretung Irans bei den Internationalen Organisationen in Wien forderte die Internationale Atomenergie-Organisation und den UN-Sicherheitsrat auf, den US-Angriff auf das im Bau befindliche Kernkraftwerk Darkhovin zu verurteilen. Die IAEO erklärte, sie prüfe die Berichte, habe jedoch bislang keine unabhängige Bewertung des Vorfalls veröffentlicht.
Die Revolutionsgarden erklärten, die zentrale Dateninfrastruktur von Amazon in Bahrain mit mehreren Marschflugkörpern angegriffen und „zerstört“ zu haben.
Zusammenfassung: Iran beansprucht einen Angriff auf ein Amazon-Rechenzentrum und US-Militäranlagen in Bahrain. Die Angaben sind laut Euronews.com weder von Bahrain, den USA noch Amazon bestätigt worden.
Amazon entfernt 53 mutmaßlich KI-generierte Reiseführer
Amazon hat laut FAZ 53 Reiseführer entfernt, die unter dem Autorinnennamen „Tanja Foerster“ angeboten worden waren. Die Bücher stammten sämtlich aus dem Jahr 2026 und behandelten unter anderem Alaska, das Allgäu, Auckland, den Gardasee, San Salvador, Sizilien und Venedig.
Journalistinnen des BR-Magazins „quer“ stellten bei einer Recherche fest, dass die Angaben im Reiseführer „Allgäu 2026“ zu rund 50 Prozent aus Nonsens bestanden. Bei der Überprüfung eines genannten „Erlebnisbauernhofs Knestel“ in Oy-Mittelberg landeten die Journalistinnen laut FAZ auf einer grünen Wiese.
Auf die Nachfrage der FAZ zum Reiseführer „Allgäu 2026“ habe Amazon zunächst einsilbig reagiert. Danach sei der Titel zumindest auf Deutsch nicht mehr verfügbar gewesen, während er im Juni noch in anderen Sprachen angeboten worden sei. Nach weiteren Nachfragen seien die Titel nun verschwunden.
Die FAZ berichtet, die entfernten Bücher seien vermutlich kein Einzelfall. Amazon dürfte Schwierigkeiten haben, der Flut KI-generierter Inhalte Herr zu werden. Der Konzern habe sich auf Anfragen weiterhin zurückhaltend geäußert.
Für Kunden entsteht laut FAZ ein Problem, wenn sie für wertlose Inhalte bezahlt haben. Der Bericht nennt neben mangelhaften Reiseführern auch Beschwerden über schlechte Filmsynchronisationen als Beispiele für Qualitätsprobleme bei Amazon.
Zusammenfassung: Amazon entfernte 53 unter dem Namen „Tanja Foerster“ angebotene Reiseführer aus dem Jahr 2026. Nach einer Recherche des BR-Magazins „quer“ enthielt der Reiseführer über das Allgäu zu rund 50 Prozent fehlerhafte oder frei erfundene Angaben.
Amazon-Retouren bringen Tankrabatt von 5 Cent pro Liter
Eine Kooperation von Amazon und dem Tankstellenbetreiber Enilive ermöglicht laut BILD einen Rabatt von 5 Cent pro Liter Kraftstoff. Kunden erhalten den Nachlass, wenn sie ihre Amazon-Retoure über eine teilnehmende Enilive-, Eni- oder Agip-Tankstelle abwickeln.
Der Ablauf beginnt mit einer normalen Rückgabe über die Amazon-Bestellübersicht. Nach Auswahl des zurückzusendenden Artikels zeigt Amazon die verfügbaren Rückgabeorte an. Wird eine teilnehmende Tankstelle angezeigt, kann sie als Rückgabeort ausgewählt werden; eine zusätzliche Anmeldung für die Aktion ist laut BILD nicht erforderlich.
Die Kunden bringen den Artikel zur ausgewählten Tankstelle und lassen dort den von Amazon bereitgestellten Code scannen. Fehlt die ursprüngliche Verpackung, stellt die Tankstelle eine Versandtasche zur Verfügung. Nach Annahme des Pakets wird der Tank-Gutschein ausgegeben, der erst beim nächsten Tankstopp eingelöst werden kann.
Die Aktion läuft vorerst bis zum 15. Oktober 2026. Der Gutschein gilt ab einer Tankmenge von 30 Litern Benzin oder Diesel; bei maximal 80 Litern ist Schluss. Bei einem Tankstopp können dadurch bis zu 4 Euro gespart werden.
Wer mit einer Tankkarte bezahlt, kann den Rabatt laut BILD nicht nutzen. Außerdem lässt sich der Gutschein nicht mit anderen Vergünstigungen oder Aktionen wie dem ADAC-Rabatt kombinieren.
Der Tankcoupon ist bundesweit an 132 Tankstellen erhältlich. In Berlin und München gibt es mehrere Standorte, während in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen keine entsprechenden Annahmestellen verfügbar sind.
BILD weist darauf hin, dass sich die Aktion nicht in jedem Fall lohnt. Wer für die Rückgabe einen großen Umweg fahren muss, verbraucht dadurch zusätzlichen Sprit.
| Aktionsangabe | Wert |
|---|---|
| Rabatt pro Liter | 5 Cent |
| Gültig bis | 15. Oktober 2026 |
| Mindesttankmenge | 30 Liter |
| Maximale Tankmenge | 80 Liter |
| Maximale Ersparnis | 4 Euro |
| Teilnehmende Tankstellen | 132 |
Zusammenfassung: Amazon-Kunden können bei einer Retoure an teilnehmenden Enilive-, Eni- oder Agip-Tankstellen 5 Cent pro Liter sparen. Die Aktion gilt vorerst bis zum 15. Oktober 2026, setzt mindestens 30 Liter voraus und ist auf maximal 80 Liter begrenzt.
Amazon-Aktie: Rückblick auf eine Investition vor 3 Jahren
Finanzen.net beschäftigt sich mit der Frage, wie viel eine Investition in die Amazon-Aktie von vor 3 Jahren abgeworfen hätte. Der Beitrag ist dem Dow Jones 30 Industrial zugeordnet und ordnet die Entwicklung der Amazon-Aktie im Rahmen eines Rückblicks ein.
Der Artikel stellt die historische Betrachtung als Beispiel dafür dar, welche Ergebnisse eine frühere Investition in den US-Konzern erzielt hätte. Konkrete Zahlen zur Investitionssumme, zum Kaufkurs oder zum erzielten Gewinn sind im vorliegenden Quelltext jedoch nicht enthalten.
Zusammenfassung: Finanzen.net analysiert die mögliche Entwicklung einer Amazon-Investition über einen Zeitraum von 3 Jahren. Der vorliegende Inhalt nennt dazu keine konkreten Kurs- oder Gewinnwerte.
Quellen:
- Offenbar Schaden in Milliardenhöhe: Ukraine greift „russisches Amazon“ an
- 5 Cent pro Liter: Amazon-Paket zurückgeben, günstiger tanken – so geht’s
- Russland: Ukraine greift „russisches Amazon“ an – „Einzige Ebene, die noch Möglichkeiten zur Eskalation birgt“
- Irans Revolutionsgarden beanspruchen Angriff auf Amazon-Rechenzentrum in Bahrain
- Amazon sortiert KI-Schrott aus
- Dow Jones 30 Industrial-Papier Amazon-Aktie: So viel hätte eine Investition in Amazon von vor 3 Jahren abgeworfen













