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Retail-Logistik 2026: Omnichannel, Retouren und resiliente Lieferketten prägen den Markt
Die Anforderungen an kleine und mittelständische Unternehmen im Konsumgüter- und Einzelhandelssektor steigen laut DHL kontinuierlich. Kundinnen und Kunden, die mobile Kanäle, soziale Medien und E-Commerce nutzen, erwarten eine schnelle, flexible und transparente Zustellung. Dadurch wächst zugleich der Druck auf das Risikomanagement in globalen Lieferketten.
DHL beschreibt den grenzüberschreitenden Omnichannel-Vertrieb als den „neuen Standard“. Unternehmen müssen demnach ihre Lagerbestände auch bei globalen Ereignissen sichern, internationale Vertriebskanäle koordinieren und Lieferketten so aufstellen, dass sie flexibel und nachhaltig auf Veränderungen reagieren können.
Während die Konsumgüter- und Einzelhandelsbranchen vor gerade einmal 20 Jahren noch weitgehend vom stationären Handel geprägt waren, setzen Händler 2026 zunehmend auf E-Commerce und Omnichannel-Vertriebskanäle. Für die Logistik bedeutet das eine höhere Komplexität: Eingehende Lieferungen, Warenausgänge und ausgelagerte Prozesse erstrecken sich über Kontinente hinweg.
Infobox – Kernaussage: Laut DHL werden transparente, flexible und belastbare Lieferketten zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor für Händler und Unternehmen aus der Konsumgüterbranche.
E-Commerce und grenzüberschreitender Handel treiben das Wachstum
Nach Angaben von DHL erreichte der weltweite E-Commerce-Einzelhandel im Jahr 2025 ein geschätztes Volumen von 3,56 Billionen US-Dollar. Der Markt soll weiterhin jährlich um 6,3 % wachsen.
Besonders der grenzüberschreitende Handel gilt als Wachstumstreiber. Mehr als 40 % der Führungskräfte im E-Commerce erwarten laut DHL, dass künftig bis zu 30 % ihres Gesamtumsatzes von internationalen Käuferinnen und Käufern stammen werden.
Mit der zunehmenden Bedeutung internationaler Bestellungen steigen auch die Anforderungen an Logistik, Zollabwicklung und Lieferkettensteuerung. DHL verweist in diesem Zusammenhang auf seine Services und globale Reichweite, die grenzenloses Einkaufen ermöglichen sollen.
| Entwicklung | Angabe |
|---|---|
| Geschätztes Volumen des weltweiten E-Commerce-Einzelhandels 2025 | 3,56 Billionen US-Dollar |
| Erwartetes jährliches Marktwachstum | 6,3 % |
| Führungskräfte mit Erwartungen an internationale Umsätze | Mehr als 40 % |
| Möglicher Anteil internationaler Käuferinnen und Käufer am Gesamtumsatz | Bis zu 30 % |
Infobox – Wichtigste Erkenntnisse: DHL sieht den internationalen E-Commerce als wesentlichen Wachstumstreiber. Für Unternehmen werden internationale Logistik, Zollprozesse und grenzüberschreitende Lieferketten damit immer wichtiger.
Omnichannel-Vertrieb wird zum Standard
Da Online-Klicks zunehmend die Kundenfrequenz in stationären Geschäften ersetzen, hat sich der Omnichannel-Vertrieb laut DHL zum Standard entwickelt. Der Omnichannel Report 2024 zeigt, dass bereits über 78 % der Einzelhändler mindestens eine BOPIS-Option anbieten. BOPIS steht für „Buy Online, Pick Up In Store“ und bezeichnet die Online-Bestellung mit anschließender Abholung im Geschäft.
Die Entwicklung hin zu Omnichannel-Strategien wird vor allem durch den Wunsch nach Komfort und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis angetrieben. Digital affine Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten ein unkompliziertes Einkaufserlebnis und vergleichen Preise über verschiedene Kanäle hinweg.
DHL verweist darauf, dass dieser Preisvergleich insbesondere in Zeiten relevant ist, in denen unerwartete Inflationsschübe zunehmend zur Normalität werden. Händler müssen deshalb ihre Vertriebskanäle, Bestände und Zustelloptionen miteinander verbinden, um Kundinnen und Kunden ein konsistentes Einkaufserlebnis zu bieten.
Infobox – Wichtigste Erkenntnisse: Über 78 % der Einzelhändler bieten laut DHL bereits mindestens eine BOPIS-Option an. Komfort, Preisvergleich und flexible Abholung prägen die Erwartungen im Omnichannel-Handel.
Lieferkettenmanagement soll Risiken und Nachfrageschwankungen auffangen
Mit der wachsenden Zahl grenzüberschreitender Einkäufe gewinnt ein effizientes Lieferkettenmanagement an Bedeutung. DHL nennt als mögliche Maßnahmen den Rückgriff auf alternative Lieferanten, wenn geopolitische Ereignisse den Warenfluss beeinträchtigen, sowie den Einsatz von Technologien, die Nachfrageschwankungen frühzeitig erkennen.
Ein zentraler Ausgangspunkt ist die vollständige Transparenz über Bestände in allen Vertriebskanälen. Unternehmen sollten jederzeit wissen, welche Waren verfügbar sind, welche Lieferungen bevorstehen und wie schnell sich Bestseller verkaufen.
Auch Retouren müssen in die Planung einbezogen werden. DHL stellt die Frage, ob Rücksendungen vorhersehbar und effizient zu handhaben sind und ob ein Reverse-Logistics-Prozess besteht, durch den zurückgesandte Waren schnell wieder in den Bestand integriert und effektiv verwaltet werden können.
Eine weitere Herausforderung sind saisonale Spitzenzeiten. Händler sollten frühzeitig mit ihren Lieferanten sprechen, ausreichende Bestände ihrer Bestseller sicherstellen und prüfen, ob sie eine Expresszustellung für kurzfristige Bestellungen anbieten können.
- Transparenz über Bestände und bevorstehende Lieferungen
- Alternative Lieferanten für den Fall geopolitischer Störungen
- Technologien zur Erkennung von Nachfrageschwankungen
- Strukturierte Prozesse für Retouren und Reverse Logistics
- Frühzeitige Planung saisonaler Spitzenzeiten
Infobox – Wichtigste Erkenntnisse: Transparenz, alternative Bezugsquellen und flexible Prozesse sollen Unternehmen helfen, Störungen und Nachfrageschwankungen schneller zu bewältigen.
Same-Day- und Next-Day-Zustellung sowie flexible Lieferoptionen
Die Logistik muss sich laut DHL an den Erwartungen der heutigen Kundinnen und Kunden orientieren. Eine zuverlässige Zustellung am selben oder am nächsten Tag entwickelt sich demnach zunehmend zum Standard.
Darüber hinaus erwarten Verbraucherinnen und Verbraucher flexible Lieferoptionen. Dazu zählen die Zustellung an eine alternative Adresse sowie die Abholung an einer Paketstation oder einem ServicePoint.
In den USA wünschen sich rund 70 % der Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, ihren Lieferzeitpunkt selbst festzulegen. Unternehmen, die diese Anforderungen erfüllen, können laut DHL die Kundenzufriedenheit steigern und sich in einem wettbewerbsintensiven Markt differenzieren.
| Kundenerwartung | Angabe |
|---|---|
| Zustellstandard | Am selben oder am nächsten Tag |
| Kundinnen und Kunden in den USA mit Wunsch nach selbst bestimmtem Lieferzeitpunkt | Rund 70 % |
Infobox – Wichtigste Erkenntnisse: Schnelle Zustellung und die freie Wahl von Lieferzeitpunkt und Abholort werden laut DHL zu zentralen Bestandteilen der Kundenerfahrung.
Retourenmanagement wird zum Wettbewerbsfaktor
Retouren sind laut DHL ein wesentlicher Bestandteil der Kundenerwartungen. 92 % der Verbraucherinnen und Verbraucher weltweit senden bis zu 30 % ihrer Einkäufe zurück. Sie wünschen sich dabei einen einfachen, nahtlosen und häufig kostenfreien Rückgabeprozess.
Ein positives Retourenerlebnis erhöht laut DHL die Wahrscheinlichkeit von Wiederholungskäufen und ist damit ein wichtiger Faktor für nachhaltiges Wachstum. Hohe Retourenquoten gehören insbesondere im E-Commerce zum Alltag; Schätzungen zufolge wird etwa jede dritte Lieferung zurückgesendet.
Rücksendungen stellen für Unternehmen jedoch nicht nur eine Belastung dar. Sie bieten auch die Möglichkeit, sich vom Wettbewerb abzuheben, die Kundenbindung zu stärken und das Markenimage zu verbessern.
Ein effizientes Retourenmanagement kann sich zudem positiv auf Rentabilität und Bestandsmanagement auswirken. DHL bezeichnet ein Retourenmanagementsystem als wichtiges Instrument, um Rücksendungen strukturiert und effizient zu steuern.
Zu den von DHL genannten Maßnahmen zählen klare Rückgaberichtlinien und kostenlose Rücksendungen. Nachhaltige Lösungen können außerdem die Reparatur, Wiederaufbereitung oder das Recycling von Produkten umfassen.
| Retourenkennzahl | Angabe |
|---|---|
| Verbraucherinnen und Verbraucher weltweit, die bis zu 30 % ihrer Einkäufe zurücksenden | 92 % |
| Geschätzter Anteil zurückgesendeter Lieferungen | Etwa jede dritte Lieferung |
Infobox – Wichtigste Erkenntnisse: DHL sieht Retouren als festen Bestandteil des E-Commerce und als Chance für Kundenbindung, Bestandsmanagement und nachhaltige Produktverwertung.
Nachhaltigkeit beeinflusst Kaufentscheidungen und Lieferketten
Hervorragender Kundenservice und hoher Komfort müssen laut DHL mit Nachhaltigkeit verbunden werden. Verbraucherinnen und Verbraucher bevorzugen Unternehmen, die nachhaltige Verpackungen und umweltfreundliche Transportlösungen einsetzen.
Fast 70 % der US-Konsumenten kaufen laut DHL lieber bei Marken ein, die umweltfreundliche Verpackungen verwenden. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Lieferoptionen mit geringeren CO₂-Emissionen.
Das Thema ist auch für Geschäftskunden relevant. Sie müssen aufgrund gesetzlicher Vorgaben und eigener Nachhaltigkeitsziele den Ausstoß von Treibhausgasen in ihren Betriebsabläufen und Lieferketten reduzieren.
DHL nennt Sustainable Aviation Fuel und eine optimierte Routenplanung für die Zustellung auf der ersten und letzten Meile als mögliche nachhaltige Versandlösungen. Diese Angebote sollen nicht nur CO₂-Emissionen senken, sondern auch die Position einer Marke als verantwortungsbewusst handelndes Unternehmen stärken.
- Nachhaltige Verpackungen
- Umweltfreundliche Transportlösungen
- Lieferoptionen mit geringeren CO₂-Emissionen
- Einsatz von Sustainable Aviation Fuel
- Optimierte Routenplanung für die erste und letzte Meile
Infobox – Wichtigste Erkenntnisse: Fast 70 % der US-Konsumenten bevorzugen laut DHL Marken mit umweltfreundlichen Verpackungen. Nachhaltige Lieferketten können zugleich zur Emissionsreduzierung und zur Differenzierung im Wettbewerb beitragen.
Transparenz, Flexibilität und Resilienz für globale Lieferketten
Grenzüberschreitende Beschaffung, Zollprozesse und internationale Warenströme erhöhen laut DHL die Komplexität globaler Lieferketten. Gleichzeitig können Nachfrageschwankungen immer schneller auftreten.
Um wettbewerbsfähig zu bleiben, benötigen Unternehmen laut DHL vor allem Transparenz über ihre Lieferkette, Flexibilität bei der Anpassung von Prozessen und Lieferanten sowie Resilienz, um auch bei Störungen handlungsfähig zu bleiben.
Die Kombination aus Echtzeit-Tracking-Technologien, integrierten Transparenzplattformen, fortschrittlicher Datenanalyse und der Überwachung von Lieferantenrisiken soll Unternehmen in die Lage versetzen, schneller auf Veränderungen und Störungen zu reagieren.
DHL nennt Manhattan und Project44 als Tools, die dabei helfen können, Bestands- und Servicerisiken zu reduzieren sowie die Erholungszeiten nach Unterbrechungen zu verkürzen. Die Software von Blue Yonder kann laut DHL frühzeitig auf potenzielle Preisprobleme aufmerksam machen.
„Transparenz über ihre Lieferkette, Flexibilität bei der Anpassung von Prozessen und Lieferanten sowie Resilienz“
Infobox – Wichtigste Erkenntnisse: DHL stellt Transparenz, Flexibilität und Resilienz als zentrale Voraussetzungen für den Umgang mit komplexen und störungsanfälligen Lieferketten heraus.
DHL nennt globale Infrastruktur und Omnichannel-Lösungen
DHL gibt an, eine globale Infrastruktur zu bieten, die 220 Länder und Territorien miteinander verbindet. Das Angebot umfasst flexible Logistiknetzwerke, Distribution, Fulfillment, Lagerhaltung, Zustellung auf der letzten Meile, Luftfracht, IT-Integration, Zollabwicklung und Unterstützung bei der Gestaltung einer positiven Kundenerfahrung.
Die Lösungen richten sich laut DHL besonders an kleine und mittelständische Unternehmen, die ihr Einzelhandelsgeschäft ausbauen oder ihr Omnichannel-Angebot weiterentwickeln möchten.
Mehrere Fulfillment-Center, Cross-Dock-Hubs und Micro-Fulfillment-Standorte sollen Lieferzeiten reduzieren und Bestände näher an den Kundinnen und Kunden vorhalten. Für Omnichannel-Händler nennt DHL unter anderem Ship-from-Store, Curbside Pickup und ein internationales Netzwerk von Paketstationen.
Im grenzüberschreitenden Versand übernimmt DHL nach eigenen Angaben Time Definite International-Sendungen sowie den Versand schwerer oder palettierter Güter bis zu 70 kg. Ergänzend bietet das Unternehmen die Automatisierung administrativer Backoffice-Prozesse sowie Unterstützung bei Zollabwicklung und internationaler Logistik an.
Digitale Lösungen wie MyGTS und DHL Express Commerce sollen die schnelle und präzise Erstellung von Luftfrachtbriefen und Handelsrechnungen ermöglichen. Ein Kundenservice unterstützt Unternehmen bei ihren internationalen Versandaktivitäten.
| Von DHL genannte Infrastruktur und Leistungen | Angabe |
|---|---|
| Verbundene Länder und Territorien | 220 |
| Schwere oder palettierte Güter | Bis zu 70 kg |
Infobox – Wichtigste Erkenntnisse: DHL beschreibt ein Angebot aus globaler Infrastruktur, Fulfillment, Zustellung, Luftfracht, IT-Integration und Zollabwicklung für Unternehmen mit nationalen und internationalen Omnichannel-Aktivitäten.
Langfristige Strategie soll Lieferketten zukunftssicher machen
DHL empfiehlt Unternehmen, ihre bestehende Logistikstruktur zu überprüfen und mit Logistikpartnern zu klären, ob deren Leistungsangebot schnell und flexibel an das eigene Wachstum angepasst werden kann.
Die Zukunftssicherheit einer Lieferkette sei eine langfristige Aufgabe. Unternehmen benötigen laut DHL einen Partner, der Resilienz bietet, angestrebtes Wachstum unterstützt und gleichzeitig die Erwartungen der Kundinnen und Kunden erfüllt.
Der Pressespiegel basiert auf dem Beitrag „Retail-Logistik und Consumer Goods: Die wichtigsten Trends und Lösungen für 2026“ von DHL.
Infobox – Fazit: DHL sieht 2026 Omnichannel-Vertrieb, grenzüberschreitenden E-Commerce, flexible Zustellung, effizientes Retourenmanagement, Nachhaltigkeit und resiliente Lieferketten als zentrale Themen der Retail-Logistik.
Quellen:
















