Inhaltsverzeichnis:
Apple hat am 9. September 2026 das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max vorgestellt. Ein Standard-iPhone 18 gibt es in diesem Herbst nicht, die günstigeren Modelle folgen erst im Frühjahr 2027. Die Pro-Modelle setzen auf drei Schwerpunkte: eine Kamera mit variabler Blende, den ersten 2-Nanometer-Chip in einem Smartphone und deutlich mehr Akkulaufzeit. Der Preis steigt allerdings spürbar.
Design und Display
Äußerlich bleibt Apple der Linie des Vorgängers treu. Die auffälligste Änderung ist die Dynamic Island: Sie ist kleiner geworden und kann jetzt bis zu drei Live-Aktivitäten gleichzeitig anzeigen. Face ID bleibt an Bord. Das Pro Max ist etwas schwerer als das iPhone 17 Pro Max, aber nicht dicker. Neu sind die vier Farben Schwarz, Silber, Gletscher (ein helles Blau) und Burgund (ein dunkles Kirschrot).
A20 Pro: Der erste 2-Nanometer-Chip
Herzstück ist der A20 Pro, der erste Smartphone-Chip im 2-Nanometer-Verfahren. Die 6-Kern-CPU besteht aus zwei Performance-Kernen, die bis zu 20 Prozent schneller sind als beim A19 Pro, und vier Effizienzkernen. Die 7-Kern-GPU liefert bis zu 40 Prozent mehr Grafikleistung. Eine doppelte 16-Kern Neural Engine verdoppelt die KI-Leistung, die Speicherbandbreite steigt um 50 Prozent.
Um diese Leistung dauerhaft abrufen zu können, hat Apple die Kühlung überarbeitet. Die neue Vapor Chamber mit deionisiertem Wasser hat die dreifache Oberfläche des iPhone 17 Pro und ist direkt mit dem Chip-Package verbunden, das nach dem Vorbild der M-Chips aufgebaut ist. Das Ergebnis: bis zu 40 Prozent höhere Dauerleistung bei anspruchsvollen Aufgaben wie Gaming oder Videobearbeitung.
Kamera: Variable Blende mit sechs Lamellen
Die wichtigste Neuerung sitzt in der 48-Megapixel-Fusion-Hauptkamera. Sie besitzt erstmals eine mechanische variable Blende mit sechs lasergeschnittenen Lamellen. Vier Blendenstufen stehen zur Wahl: f/1.48, f/1.8, f/2.8 und f/4. Im Automatikmodus passt das iPhone die Blende dem Licht an, für bewusste Gestaltung lässt sie sich manuell steuern. Bei Porträts sorgt eine offene Blende für echte optische Unschärfe, bei Landschaften eine geschlossene für Schärfe bis in die Tiefe.
Dazu kommen neue Pro-Steuerungen direkt in der Kamera-App: Blende, Verschlusszeit und Weißabgleich lassen sich manuell einstellen, ein Histogramm hilft bei der Belichtung. Die Fotografischen Stile bekommen Regler für Textur und Körnung. Das 4-fach- und 8-fach-Fusion-Teleobjektiv und die 48-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera bleiben erhalten. Bei Video lassen sich Kino-Effekte nachträglich auf Aufnahmen bis 60 fps anwenden, neu sind 4K-Zeitraffer in Dolby Vision HDR und ein verbesserter Audio-Mix mit Musik-Isolierung.
Apple Referenzbild: Echtheitsnachweis für Fotos
Mit dem „Apple Reference Image" führt Apple einen Echtheitsnachweis für Fotos ein. Die Sensordaten werden direkt bei der Aufnahme signiert und über Private Cloud Compute zu einem unveränderbaren Referenzbild verarbeitet. Damit lässt sich später prüfen, ob ein Foto manipuliert wurde. Für Nutzer in der EU gibt es einen Dämpfer: Die Aufnahme von Referenzbildern ist hier zum Start nicht verfügbar, das Anzeigen soll später freigeschaltet werden. In China fehlt die Funktion komplett.
Akku: Bis zu 45 Stunden
Das iPhone 18 Pro erreicht bis zu 36 Stunden Videowiedergabe, das Pro Max bis zu 45 Stunden. Das ist die längste Laufzeit, die es je in einem iPhone gab, und entspricht laut Apple etwa 30 Stunden typischer Nutzung. Die Werte gelten für die eSIM-only-Varianten, die durch den Verzicht auf den SIM-Schacht rund zwei Stunden mehr Laufzeit haben. Per Kabel ist das Pro in etwa 15 Minuten zur Hälfte geladen, beim Pro Max reichen fünf Minuten für sieben Stunden Video. Kabellos dauert die halbe Ladung rund 30 Minuten.
C2-Modem und N1-Chip
Apple verbaut sein neues C2-Modem, das mit KI-gestützter Signalverarbeitung schnellere Uploads bei 15 Prozent weniger Energieverbrauch als der C1X bieten soll. Der N1-Chip übernimmt Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread. Die eSIM-only-Variante gibt es in elf Ländern, in Deutschland bleibt der physische SIM-Schacht vorerst erhalten. Neu ist „iPhone Handoff": Zwei iPhones können dieselbe Rufnummer nutzen, zum Start in Deutschland exklusiv bei der Telekom.
Preise in Deutschland: Deutlich teurer
Die Preise steigen gegenüber dem iPhone 17 Pro um 150 Euro beim Einstieg, bei den großen Speicherstufen noch stärker. Erstmals gibt es 2 TB Speicher.
iPhone 18 Pro:
- 256 GB: 1.449 Euro (bisher 1.299 Euro)
- 512 GB: 1.699 Euro (bisher 1.549 Euro)
- 1 TB: 2.199 Euro (bisher 1.799 Euro)
- 2 TB: 2.949 Euro (neu)
iPhone 18 Pro Max:
- 256 GB: 1.599 Euro (bisher 1.449 Euro)
- 512 GB: 1.849 Euro (bisher 1.699 Euro)
- 1 TB: 2.349 Euro (bisher 1.949 Euro)
- 2 TB: 3.099 Euro (bisher 2.449 Euro)
Vorbestellungen starten am Samstag, 12. September 2026, um 14 Uhr. Die Auslieferung beginnt am Freitag, 18. September, in über 65 Ländern, darunter Deutschland. Das iPhone 17 Pro und 17 Pro Max nimmt Apple aus dem Programm, iPhone 16, 17, Air und 17e werden teurer.
iOS 27 und Siri AI
iOS 27 erscheint am 14. September als kostenloses Update. Die neue, deutlich leistungsfähigere Siri AI startet als Beta zunächst nur auf Englisch, Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch folgen im Oktober. In der EU ist Siri AI zum Start nicht verfügbar. Für serverseitige KI-Funktionen gilt ein tägliches Nutzungslimit, ein „erweiterter Zugang" soll kostenpflichtig angeboten werden.
Fazit
Das iPhone 18 Pro ist ein klassisches Pro-Update mit einem echten Alleinstellungsmerkmal: Die variable Blende bringt fotografische Gestaltungsmöglichkeiten aufs Smartphone, die es so bisher nicht gab. Der 2-Nanometer-Chip und die Akkulaufzeit sind beeindruckend. Der Preissprung, besonders bei 1 TB und 2 TB, und die fehlende Siri AI in der EU trüben das Bild für deutsche Käufer. Wer vom iPhone 17 Pro kommt, kann getrost warten. Wer ein älteres Gerät nutzt und viel fotografiert, bekommt das beste Kamera-iPhone bisher.
Quellen
Apple Newsroom: iPhone 18 Pro, iPhone Duo, Apple Watch Series 12, Apple Watch Ultra 4, AirPods 5. Deutsche Preise laut Apple Store Deutschland, Stand 10. September 2026.
Die wichtigsten Fragen zum iPhone 18 Pro und Pro Max
Welche Besonderheiten bieten iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max?
Die Pro-Modelle bieten unter anderem eine Hauptkamera mit mechanischer variabler Blende, den A20 Pro als ersten 2-Nanometer-Smartphone-Chip und eine deutlich längere Akkulaufzeit. Das iPhone 18 Pro Max erreicht laut Apple bis zu 45 Stunden Videowiedergabe.
Was kann die variable Blende der Kamera?
Die 48-Megapixel-Hauptkamera besitzt eine mechanische Blende mit sechs Lamellen und vier Stufen zwischen f/1.48 und f/4. Sie lässt sich automatisch oder manuell steuern. Eine offene Blende ermöglicht mehr Licht und optische Hintergrundunschärfe, während eine geschlossene Blende eine größere Schärfentiefe bietet.
Wie leistungsfähig ist der A20 Pro?
Der A20 Pro wird im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt. Seine Performance-Kerne sind bis zu 20 Prozent schneller als beim A19 Pro, die GPU bietet bis zu 40 Prozent mehr Grafikleistung. Eine doppelte 16-Kern Neural Engine soll zudem die KI-Leistung verdoppeln.
Wie lange hält der Akku der neuen Pro-Modelle?
Das iPhone 18 Pro erreicht bis zu 36 Stunden Videowiedergabe, während das iPhone 18 Pro Max bis zu 45 Stunden schafft. Diese Spitzenwerte gelten für die eSIM-only-Varianten. Das iPhone 18 Pro ist per Kabel in etwa 15 Minuten zur Hälfte geladen.
Was kosten iPhone 18 Pro und Pro Max in Deutschland?
Das iPhone 18 Pro kostet mit 256 GB ab 1.449 Euro, das iPhone 18 Pro Max ab 1.599 Euro. Beide Modelle sind erstmals auch mit 2 TB Speicher erhältlich. Diese Variante kostet 2.949 Euro beim iPhone 18 Pro und 3.099 Euro beim iPhone 18 Pro Max.




