Datenschutz und E-Commerce: ATT führt zu Umsatzrückgängen bei kleinen Anbietern

    18.12.2025 202 mal gelesen 3 Kommentare

    Neue Erkenntnisse zu Datenschutz und E-Commerce: Apple‘s ATT führt zu erheblichen Umsatzeinbußen bei KMUs

    Seit der Einführung von Apples App Tracking Transparency (ATT) im April 2021 sind App-Anbieter verpflichtet, eine zusätzliche Einwilligung der Nutzer einzuholen, bevor sie Tracking- und Werbedaten verwenden dürfen. Diese Regelung hat nicht nur Auswirkungen auf Werbetreibende, sondern auch auf E-Commerce-Unternehmen, die auf diese Daten angewiesen sind. Laut einer Studie von Maximilian Kaiser, Doktorand an der Universität Hamburg, erzielten Meta-Kampagnen, die auf externe Konvertierungen optimiert sind, im Durchschnitt 36,6 % weniger Klicks nach der Einführung von ATT.

    Besonders kleine Anbieter, die stark auf Meta-Daten angewiesen sind, verzeichneten einen Umsatzrückgang von bis zu 37,1 % im Vergleich zu weniger abhängigen Wettbewerbern. Dies könnte für Apple-Nutzer bedeuten, dass Angebote weniger individuell gestaltet werden und Online-Preise möglicherweise steigen, um die erhöhten Werbekosten auszugleichen. Die Studie basiert auf einem umfangreichen Datenset von 1.221 E-Commerce-Unternehmen und zeigt, dass Datenschutzregulierungen unbeabsichtigte wirtschaftliche Nebenwirkungen haben können.

    „Gut gemeinte Datenschutzregulierungen können unbeabsichtigte ökonomische Nebenwirkungen haben, vor allem bei datenintensiven Geschäftsmodellen kleiner und mittlerer Unternehmen“, resümiert Kaiser.

    Die Ergebnisse der Studie werden in den kommenden Wochen in der Fachzeitschrift „Management Science“ veröffentlicht und sind bereits online vorveröffentlicht. Die Forschung wurde in Zusammenarbeit mit mehreren internationalen Universitäten durchgeführt.

    Zusammenfassung: Die Einführung von Apples ATT hat zu einem signifikanten Rückgang der Klickzahlen und Umsätze bei kleinen E-Commerce-Anbietern geführt. Die Studie zeigt die Notwendigkeit, ein Gleichgewicht zwischen Datenschutz und fairem Wettbewerb zu finden.

    PayPal nutzt offenbar sensible Kundendaten für Werbung

    PayPal steht aufgrund seines Umgangs mit Kundendaten unter Druck. Ein Gutachten des Netzwerks Datenschutzexpertise stellt in Frage, ob die Datenverarbeitung des Unternehmens mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) vereinbar ist. Die Analyse hebt hervor, dass PayPal nicht nur Transaktionsdaten für Zahlungen oder Betrugsprävention nutzt, sondern auch für Werbung, was als problematisch angesehen wird.

    Besonders umstritten ist das Werbeformat Offsite Ads, bei dem PayPal Kaufdaten auswertet, um Nutzer auf anderen Plattformen gezielt anzusprechen. Die Gutachter kritisieren, dass viele Einwilligungen zu allgemein gehalten oder standardmäßig aktiviert sind, was die Anforderungen der DSGVO nicht erfüllt. Zudem wird die Speicherdauer der gesammelten Daten als kritisch angesehen, da pauschale Fristen von bis zu zehn Jahren nach Vertragsende gegen die Grundsätze der Datenminimierung verstoßen könnten.

    PayPal hat angekündigt, das Gutachten sorgfältig zu prüfen und betont, dass die Einhaltung europäischer Datenschutzvorgaben für den Betrieb und die Weiterentwicklung der Produkte zentral sei.

    Zusammenfassung: PayPal gerät wegen der Nutzung sensibler Kundendaten für Werbung unter Druck. Ein Gutachten kritisiert die Einhaltung der DSGVO und die Speicherdauer der Daten, während PayPal versichert, die Datenschutzvorgaben ernst zu nehmen.

    Quellen:

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    ich denk das mit dem tracking is voll komplizirts und ich verstehe nicht wieso kleene firmen so sehr drunter leiden mussen, aber vlt sollten sie einfach weniger daten nutzen oder so, aber wer weis schon.
    Also ich finds voll krass das APPLE uns so einschränkt mit ihren ganzen Datenschutzdingen. Klar, das is wichtig, aber kleine firmen haben echt zu kämpfen jetzt und ich mein, wenn die kein geld machen können, was bleibt dann für die? Und PayPal, hmmm, ich versteh nicht ganz wie die reklamieren können wenn sie doch unsere daten nehmen, aber vllt ist das alles zu kompliziert für mich ?‍♂️.
    Wow dieser Artikel ist echt interessant und ich hab so viel dazu zu sagen! Also zuerst finde ich es echt krass das kleine Firmen so drunter leiden wegen dieser ATT Regelung von Apple, ich mein, wie sollen die den überleben wenn die so viel weniger Klicks bekommen, 36% ist ja eine menge! Ich frag mich auch ob das wirklich das richtige für den Datenschutz ist, oder ob es nicht einfach den großen Firmen mehr macht, weil die einfach mehr Ressourcen haben oder?

    Und dann das mit PayPal, hä? Ich hab noch nie darüber nachgedacht das die unsere Daten so nutzen und ich finde das echt gruselig! Es ist wie eine invasive Art von Werbung, die man nicht mal beauftragt hat! Ich mein, wenn ich was kaufe bei PayPal, will ich doch nicht dass die mir dann Werbung für das Gleiche woanders schicken. Das macht mich echt skeptisch, besonders wenn man dann noch die DSGVO erwähnt. Ist das nicht auch illegal? Ich habe so das Gefühl, dass die großen Firmen sich immer einen Weg finden werden, um an unsere Daten zu kommen, egal was die Gesetze sagen.

    Ich hab das Gefühl, man kann einfach nie sicher sein, was mit seinen Daten passiert. Bis jetzt dachte ich die DSGVO schützt uns, aber es sieht wirklich nicht so aus. Vielleicht sollten wir einfach wieder zu den guten alten Zeiten zurück, als es noch keine mobilen Apps gab und alles einfacher war, und man einfach seinen Kram privat halten konnte.

    Aber vielleicht sind das nur meine Gedanken und ich verstehe nicht alles, ist ja alles recht kompliziert! Wow, das geht mir echt nicht aus dem Kopf, ich hoffe die kleinen Anbieter finden einen Weg!

    Zusammenfassung des Artikels

    Die Einführung von Apples ATT hat zu Umsatzrückgängen bei kleinen E-Commerce-Anbietern geführt, während PayPal wegen der Nutzung sensibler Kundendaten für Werbung unter Druck steht.

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