Mobile Self-Checkout im Store: Freiheit für Kund:innen und Effizienz für Händler

Mobile Self-Checkout im Store: Freiheit für Kund:innen und Effizienz für Händler

Autor: Felix Weipprecht

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Kategorie: eCommerce

Zusammenfassung: Mobile Self-Checkout ermöglicht Kund:innen, Produkte per Smartphone zu scannen und direkt über eine App zu bezahlen, was Wartezeiten reduziert und Komfort erhöht. Für Händler bietet es Vorteile wie Datengewinnung, Prozessoptimierung und die Stärkung der Omnichannel-Strategie.

Warten an der Kasse war gestern – heute zücken Kund:innen ihr Smartphone, scannen Produkte selbst und bezahlen direkt über die App. Der mobile Self-Checkout im Store ist eine der modernsten Formen des Einkaufens und eine logische Weiterentwicklung in der Omnichannel-Strategie. Für Händler bedeutet das: weniger Warteschlangen, zufriedenere Kund:innen und wertvolle Daten über das Einkaufsverhalten.

Was ist Mobile Self-Checkout?

Beim Mobile Self-Checkout scannen Kund:innen ihre gewünschten Produkte direkt mit dem eigenen Smartphone. Über die Händler-App oder eine spezielle Scan-and-Go-Funktion wird der Kauf abgeschlossen – ganz ohne klassische Kasse. Die Bezahlung erfolgt per digitalem Wallet oder hinterlegtem Zahlungsmittel. Am Ausgang genügt meist ein digitaler Beleg oder ein QR-Code zur Verifizierung.

Warum ist Mobile Self-Checkout im Omnichannel relevant?

  • Kanalübergreifende Kundenerfahrung: Die App, die im Online-Shop genutzt wird, kommt auch im Store zum Einsatz.
  • Schnelligkeit & Komfort: Kein Anstehen, kein Warten – ideal für vielbeschäftigte oder wiederkehrende Kund:innen.
  • Direkte Integration mit Loyalty-Programmen: Punkte sammeln, Coupons anwenden – automatisch beim Checkout.
  • Verhaltensdaten aus dem Store: Welche Produkte werden gescannt, verglichen, doch nicht gekauft?

Beispiel: Rewe Pick&Go

Rewe testet das Konzept "Pick&Go" bereits in mehreren Städten. Kund:innen registrieren sich in der App, betreten den Store über einen QR-Check-in und scannen während des Einkaufs alle Artikel selbst. Am Ausgang wird automatisch bezahlt. Das System ist flexibel, kontaktlos und für Rewe ein Schritt in Richtung vollautomatisiertes Einkaufserlebnis – mit echter Kundenbindung über die App.

Technische Voraussetzungen

  • Eigene App oder mobile Weblösung: Mit eingebauter Scan- und Bezahlfunktion.
  • Produktdaten mit Barcodes & Lagerinfos: Für korrekte Preisanzeige und Bestandsführung.
  • Sicherheitskonzept am Ausgang: z. B. Sichtprüfung, RFID oder QR-Verifikation.
  • Echtzeit-Synchronisation mit Kassensystem & ERP: Damit nichts doppelt oder falsch verbucht wird.

Tipps für Händler:innen

  • Einführung gut kommunizieren: Kund:innen müssen wissen, dass es diese Möglichkeit gibt.
  • Usability testen: App-Design muss klar, einfach und schnell funktionieren.
  • Anbindung an bestehende Systeme prüfen: Der Checkout darf kein isolierter Prozess sein.
  • Optional: hybride Kassenstrategie fahren: Nicht alle Kund:innen wollen (oder können) mobil zahlen.

Fazit

Mobile Self-Checkout ist mehr als ein digitaler Trend – er ist Ausdruck einer neuen Kundenerwartung an Schnelligkeit, Autonomie und Flexibilität. Wer die nötige technische Infrastruktur schafft, kann den Storebesuch revolutionieren – und gleichzeitig Daten sammeln, Prozesse verschlanken und das Omnichannel-Erlebnis ausbauen.

Wichtig: Dies ist nur einer von 20 praxisnahen Artikeln rund um das Thema Omnichannel. Du findest die vollständige Übersicht aller Ansätze hier:
→ Zur Gesamtübersicht: Omnichannel – 20 Ideen, 20 Lösungen