Bitcoin im Fokus: Betrugsfall, Steuerdebatte und neue Sicherheitsrisiken

Autor: Felix Weipprecht

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Kategorie: Kryptowährung

Zusammenfassung: Ein Ehepaar entlarvte nach einem Krypto-Betrug mutmaßliche Täter, während eine Petition gegen eine neue Krypto-Steuerregelung das Quorum erreichte; Bitcoin erholte sich, bleibt aber deutlich unter seinem Rekordhoch.

Bitcoin, Krypto-Betrug und neue Sicherheitsfragen: Die wichtigsten Meldungen im Pressespiegel

Ehepaar aus dem Raum Gechingen lockt mutmaßliche Betrüger in Falle

Ein Ehepaar aus dem Kreis Calw hat laut Polizei und Staatsanwaltschaft durch einen digitalen Anlagebetrug mehr als eine Million Euro verloren. Seit Oktober 2025 überwies das Paar mehrfach Geld auf verschiedene Konten, nachdem über eine Werbeanzeige in sozialen Medien der Kontakt zu angeblichen Vermittlern vermeintlicher Kryptowährungen entstanden war.

Die vermeintlichen Investitionen verfolgte das Ehepaar über eine Internetseite. Als diese nicht mehr erreichbar war, erkannte das Paar den Betrug, hielt den Kontakt zu den mutmaßlichen Tätern jedoch aufrecht und vereinbarte ein Treffen mit einer vorgetäuschten Goldübergabe.

Den Betrügern wurden 130 Unzen Gold im Wert von mehr als einer halben Million Euro in Aussicht gestellt. Das Paar gab vor, mit dem Gold angebliche Anlagegebühren bezahlen zu wollen.

Als zwei Männer das Gold am Haus des Ehepaars abholen wollten, nahm die Kriminalpolizei die 34 und 44 Jahre alten Männer fest. Ihnen wird versuchter gewerbsmäßiger Bandenbetrug vorgeworfen; eine Richterin am Amtsgericht Tübingen erließ Haftbefehle. Die beiden Männer befinden sich seitdem in Untersuchungshaft.

„Falsche Finanzexperten“ kassieren laut Polizei immer wieder Geld über Nachrichtendienste wie WhatsApp, Telegram oder Signal.

Infobox: Das Ehepaar verlor mehr als eine Million Euro. Bei der vorgetäuschten Übergabe von 130 Unzen Gold wurden zwei Männer im Alter von 34 und 44 Jahren festgenommen.

Quelle: SWR

Petition gegen geplante Krypto-Besteuerung erreicht Quorum

Eine Online-Petition gegen die mögliche Abschaffung der einjährigen Steuerfreiheitsregelung für Bitcoin und andere Kryptowerte hat das notwendige Quorum von 30.000 Unterschriften erreicht. Nach Angaben der WirtschaftsWoche muss sich der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages deshalb in einer öffentlichen Anhörung mit dem Anliegen beschäftigen.

Die Petition richtet sich gegen Pläne des Bundesfinanzministeriums, Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen künftig unabhängig von der Haltedauer pauschal zu besteuern. Vizekanzler Lars Klingbeil erwartet durch eine Neuregelung Mehreinnahmen in Milliardenhöhe.

Die Sozialdemokraten begründen die geplante Änderung unter anderem mit einer Gleichstellung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen mit konventionellen Aktien. Die Unterzeichner der Petition fordern dagegen, die geltende Regelung beizubehalten.

Wer Bitcoin oder andere digitale Vermögenswerte länger als ein Jahr im Privatvermögen hält, kann Veräußerungsgewinne bislang komplett steuerfrei vereinnahmen. Kritiker befürchten, dass der Wegfall der Frist langfristige Anleger benachteiligen und den Innovationsstandort Deutschland schwächen könnte.

Bitcoin wird derzeit ähnlich wie Gold, Fremdwährungen, Kunst oder Sammlerstücke behandelt. Bei diesen Vermögenswerten sind private Gewinne nach Ablauf der gesetzlichen Frist steuerfrei.

AspektAngabe
Erforderliches Quorum30.000 Unterschriften
Bisherige Haltedauer für Steuerfreiheitlänger als ein Jahr
Bitcoin-Kurs laut TradingViewrund 64.800 Dollar

Infobox: Die Petition erreichte 30.000 Unterschriften. Im Mittelpunkt steht die Forderung, Gewinne nach einer Haltedauer von länger als ein Jahr weiterhin steuerfrei zu lassen.

Quelle: WirtschaftsWoche

Bitcoin erholt sich, bleibt aber deutlich unter früheren Höchstständen

Die WirtschaftsWoche berichtet von einer wechselhaften Entwicklung des Bitcoin-Kurses. Zuletzt näherte sich Bitcoin der Marke von 65.000 Dollar und notierte laut TradingView bei rund 64.800 Dollar.

Am 21. Juli 2026 stieg der Kurs auf der Handelsplattform Bitstamp zeitweise auf rund 66.400 US-Dollar. Seit dem Jahrestief von Anfang Juli entsprach dies einem Plus von circa 8500 Dollar oder 15 Prozent. Anfang Juli war der Bitcoin-Kurs zeitweise unter 58.000 Dollar gefallen, den tiefsten Stand seit September 2024.

Im bisherigen Jahresverlauf sank der Kurs der ältesten Kryptowährung um rund ein Viertel. Bereits 2025 hatte Bitcoin etwa sechs Prozent eingebüßt. Nach Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg war dies erst das vierte Verlustjahr in der Historie der seit 2009 existierenden Digitalwährung.

Vom Rekordhoch von über 126.000 Dollar im Oktober 2025 hat Bitcoin laut WirtschaftsWoche fast die Hälfte verloren. Über längere Zeiträume fällt die Entwicklung dennoch deutlich positiver aus: In den letzten fünf Jahren hat sich der Kurs mehr als verdoppelt; seit Juli 2016 verteuerte sich Bitcoin um fast 9800 Prozent, was einer Wertsteigerung um das 98-Fache entspricht.

Als einen Grund für die Erholung im Juli nennt der Bericht schwächere US-Arbeitsmarktdaten. Diese dämpften die Sorgen vor weiteren Zinserhöhungen und stärkten die Hoffnung auf eine weniger restriktive Geldpolitik.

„Auslöser der jüngsten Kursgewinne sind vor allem schwächere US-Arbeitsmarktdaten, die die Sorgen vor weiteren Zinserhöhungen gedämpft und die Hoffnung auf eine weniger restriktive Geldpolitik gestärkt haben“, kommentierte Timo Emden von Emden Research.

Am 23. Juni 2026 war Bitcoin auf der Plattform Bitstamp zeitweise auf 61.860 US-Dollar gefallen. Der Kurs lag damit fast drei Prozent unter dem Vortag. Als Belastungsfaktor wurden Verluste bei Technologiewerten und eine allgemeine Schwäche riskanterer Anlagen genannt.

ZeitpunktBitcoin-Kurs oder Entwicklung
Jahrestief Anfang Juli 2026unter 58.000 Dollar
3. Juli 202657.735 Dollar
23. Juni 202661.860 US-Dollar
18. Juni 202663.625 US-Dollar, später etwa 64.500 Dollar
21. Juli 2026rund 66.400 US-Dollar
7. August 2026rund 64.800 Dollar

Infobox: Bitcoin liegt rund 64.800 Dollar und damit unter dem Rekordhoch von über 126.000 Dollar aus dem Oktober 2025. Seit dem Jahrestief von Anfang Juli legte der Kurs laut WirtschaftsWoche circa 8500 Dollar oder 15 Prozent zu.

Quelle: WirtschaftsWoche

USA: Inflation sinkt auf 3,5 Prozent

Die Verbraucherpreise in den USA stiegen im Juni 2026 um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit fiel die Teuerungsrate stärker als erwartet; Volkswirte hatten im Schnitt mit 3,8 Prozent gerechnet. Im Mai hatte die Teuerungsrate noch 4,2 Prozent betragen.

Trotz des Rückgangs sieht die US-Notenbank Federal Reserve keinen Grund zur Entwarnung. Fed-Chef Kevin Warsh erklärte in einer Anhörung vor dem Kongress, die hohe Teuerung konsequent bekämpfen zu wollen.

„Die Fed duldet keine dauerhaft erhöhte Inflation“, heißt es in dem vorab veröffentlichten Redemanuskript von Kevin Warsh.

Auf ihrer ersten Sitzung unter Warshs Leitung hatte die Fed den Leitzins im Juni in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent unverändert gelassen. Gleichzeitig signalisierte sie eine mögliche Straffung im weiteren Jahresverlauf.

Nach den neuen Inflationsdaten erschien eine Anhebung auf der nächsten Sitzung am 29. Juli jedoch weniger wahrscheinlich. Der Rückgang auf 3,5 Prozent wurde zugleich weiterhin als problematisch bewertet, weil die Teuerung deutlich über dem Inflationsziel von zwei Prozent liegt.

Besondere Bedeutung misst die Federal Reserve dem PCE-Index bei. Dieses Inflationsmaß sprang im Mai infolge des durch den Iran-Krieg ausgelösten Energiepreisschubs auf 4,1 Prozent, nachdem im April 3,8 Prozent gemessen worden waren.

KennzahlWert
US-Inflation im Juni 20263,5 Prozent
Erwartung der Volkswirte3,8 Prozent
US-Inflation im Mai 20264,2 Prozent
Inflationszielzwei Prozent
Leitzins-Spanne im Juni3,50 bis 3,75 Prozent
PCE-Index im Mai4,1 Prozent
PCE-Index im April3,8 Prozent

Infobox: Die US-Inflation ging im Juni auf 3,5 Prozent zurück. Die Federal Reserve hält die Entwicklung dennoch für geldpolitisch heikel und verweist weiterhin auf die erhöhte Teuerung.

Quelle: WirtschaftsWoche

HYPE übertrifft Bitcoin im zweiten Quartal

Die Kryptowährung Hyperliquid stand im zweiten Quartal 2026 im Fokus, nachdem der Token HYPE eine deutlich bessere Entwicklung als Bitcoin zeigte. The Coin Republic berichtet von einem Kursanstieg von rund 77 Prozent bei HYPE, während Bitcoin im selben Zeitraum um 14,2 Prozent fiel.

Im Bericht des Hyperliquid Research Collective wird die Entwicklung abweichend mit einem Anstieg von 79 Prozent bei HYPE und einem Wertverlust von 14 Prozent bei Bitcoin angegeben. Hyperliquid erklärte, dass HYPE damit bereits im zweiten Quartal in Folge Bitcoin und andere wichtige Kryptowährungen übertroffen habe.

Als Gründe werden ausgeweitete Handelsaktivitäten im Hyperliquid-Netzwerk sowie Nachfrage seitens US-amerikanischer börsengehandelter Fonds genannt. Die im Rahmen von HIP-3 aufgebauten Märkte für Aktien, Rohstoffe und Pre-IPO-Vermögenswerte verzeichneten laut Bericht neue Rekorde und machten im Berichtsquartal fast ein Drittel des gesamten Handelsvolumens aus.

Hyperliquid verwies zudem auf die Einführung der ersten HYPE-ETFs in den Vereinigten Staaten. Als weiteres Beispiel für die Verlagerung von Finanzaktivitäten auf Blockchain-Netzwerke wurde ein privates Raketenunternehmen genannt, dessen Bewertung an einem Samstag auf der Blockchain erfolgte, als die New Yorker Börse geschlossen war.

Für zusätzliche Spekulationen sorgte ein Blockchain-Eintrag, der mit Pump.Fun in Verbindung gebracht wird. Pump.Fun soll die Subdomain „hyperliquid-mainnet“ registriert haben. Eine offizielle Stellungnahme von Hyperliquid oder Pump.Fun lag laut The Coin Republic jedoch nicht vor.

Händler vermuten, dass der Eintrag auf eine Unterstützung für HyperEVM oder auf mögliche Produkte im Zusammenhang mit Perpetual-Futures hindeuten könnte. Derzeit handelt es sich laut Quelle lediglich um Marktspekulationen.

Entwicklung im zweiten Quartal 2026Angabe
HYPE laut wichtigen Einblickenrund 77 Prozent Kursanstieg
Bitcoin laut wichtigen Einblicken14,2 Prozent Kursverlust
HYPE laut Forschungsbericht79 Prozent Kursanstieg
Bitcoin laut Forschungsbericht14 Prozent Wertverlust
Anteil der HIP-3-Märkte am Handelsvolumenfast ein Drittel

Infobox: HYPE entwickelte sich im zweiten Quartal deutlich besser als Bitcoin. Eine mögliche Verbindung zwischen Pump.Fun und Hyperliquid ist bislang nicht offiziell bestätigt.

Quelle: The Coin Republic

Quantencomputer lösen neue Debatte über Bitcoin-Sicherheit aus

Der Aktionär berichtet über eine Warnung von IBM-Chef Arvind Krishna, wonach leistungsfähige Quantencomputer bereits in drei bis vier Jahren in der Lage sein könnten, die kryptografischen Schutzmechanismen von Bitcoin und anderen Kryptowährungen ernsthaft anzugreifen. CNBC-Moderator Jim Cramer kündigte daraufhin an, seine gesamten Bitcoin-Bestände verkaufen zu wollen.

Krishna äußerte sich in Cramers Sendung „Mad Money“. Cramer begründete seine Reaktion damit, dass Krishna kommerzielle Quantenprojekte vorantreibe und die Entwicklung aus erster Hand kenne. Deshalb wolle er nicht bis 2029 oder 2030 warten.

„Dann ist der Zeitpunkt gekommen, paranoid zu werden“, erklärte Arvind Krishna sinngemäß.

Besonders skeptisch blickt Cramer laut Bericht auf Ethereum. Dort sieht er die Risiken durch mögliche Quantenangriffe sogar als noch größer an.

Zusätzliche Diskussionen löste ein Paper von Google Quantum AI aus dem März 2026 aus. Nach den darin dargestellten Ergebnissen könnte die für einen erfolgreichen Angriff auf Bitcoin erforderliche Rechenleistung rund 20-mal niedriger liegen als frühere Schätzungen.

Im Mittelpunkt stehen ältere Bitcoin-Wallets, bei denen öffentliche Schlüssel bereits sichtbar sind. Schätzungen zufolge könnten davon rund 30 Prozent aller sich im Umlauf befindlichen Bitcoin betroffen sein, also etwa sechs bis sieben Millionen BTC.

Ob Cramer seine Bitcoin tatsächlich bereits verkauft hat, ist laut Der Aktionär nicht bestätigt. Der Bericht betont zudem, dass die Diskussion über das Quantenrisiko zwar an Bedeutung gewinnt, eine zeitnahe Kompromittierung der Bitcoin-Blockchain aber aktuell nicht erwartet werde.

AngabeWert
Möglicher Zeitraum für leistungsfähige Quantencomputerin drei bis vier Jahren
Frühere Jahre, bis zu denen Cramer nicht warten wolle2029 oder 2030
Mögliche Verringerung der erforderlichen Rechenleistungrund 20-mal
Möglicher Anteil betroffener Bitcoinrund 30 Prozent
Mögliche Zahl betroffener Bitcoinetwa sechs bis sieben Millionen BTC

Infobox: Eine Warnung vor Quantencomputern hat eine neue Sicherheitsdebatte ausgelöst. Der mögliche Zeitpunkt eines Angriffs ist umstritten; ob Jim Cramer seine Bitcoin verkauft hat, ist nicht bestätigt.

Quelle: Der Aktionär

XRP fällt auf 1,04 US-Dollar und bleibt charttechnisch unter Druck

Die Kryptowährung Ripple beziehungsweise XRP ist laut BTC-ECHO auf ein neues Monatstief gefallen. Mit aktuell 1,04 US-Dollar notiert der Kurs unter der 20-Tagelinie und befindet sich nach Einschätzung der Quelle weiterhin in einer unklaren charttechnischen Situation.

Der erneute Rückfall unter die 20-Tagelinie wird als Zeichen für die anhaltende Zurückhaltung der Käuferseite gewertet. Sollte sich die Korrektur in den kommenden Handelstagen ausweiten, könnten neue Jahrestiefs in den Blick geraten.

Für eine Aufhellung des Chartbildes müssten nach der Analyse wichtige Widerstandsmarken überwunden werden. Gleichzeitig bleibt offen, ob die Käuferseite eine erneute Stabilisierung erreichen kann.

Infobox: XRP notiert bei 1,04 US-Dollar und damit auf einem Monatstief. BTC-ECHO sieht bei einer Fortsetzung der Korrektur das Risiko neuer Jahrestiefs.

Quelle: BTC-ECHO

Erster US-Spot-Bitcoin-ETF wird eingestellt

Hashdex kündigte die Schließung seines Bitcoin-ETFs mit dem Kürzel DEFI an. Börse Online bezeichnet dies als erstes Delisting eines US-Spot-Bitcoin-ETFs überhaupt.

Der Fonds wird nicht wegen einer schlechten Kursabbildung eingestellt, sondern weil er zu klein war, um wirtschaftlich tragfähig zu sein. Hashdex erhebt eine jährliche Gebühr von 0,25 Prozent; bei einem Fondsvermögen von zuletzt rund 14,56 Millionen US-Dollar ergab dies etwa 26.000 US-Dollar pro Jahr.

Im letzten vollständigen Quartal nahm DEFI lediglich 6.453 US-Dollar an Gebühren ein. Im gesamten Jahr 2025 waren es 47.521 US-Dollar. Diese Einnahmen reichten nicht aus, um laufende Kosten für Verwahrung, Wirtschaftsprüfung, Rechtsberatung, Buchhaltung, SEC-Gebühren und Steuerunterlagen zu decken.

Die DEFI-Anteile können noch bis zum 17. August 2026 an der NYSE Arca gehandelt werden. Wer die Anteile bis zum Handelsschluss hält, soll voraussichtlich um den 28. August eine Auszahlung in US-Dollar erhalten.

Für die Abwicklung will Hashdex die 225,58 Bitcoin des Fonds liquidieren und den Erlös abzüglich der Abwicklungskosten anteilig an die Anleger ausschütten. Die Auszahlungshöhe kann durch Kursschwankungen während der Verkaufsphase beeinflusst werden.

Technisch erfüllte der Fonds seine Aufgabe und bildete den Bitcoin-Kurs mit einer Abweichung von 0,02 Prozent ab. Zwischen dem 31. März und dem 4. August stieg das Fondsvermögen von 9,22 Millionen auf 14,56 Millionen US-Dollar; die Zahl der ausgegebenen Anteile erhöhte sich von 120.000 auf 200.000.

Zum Vergleich verwaltete der Bitcoin-ETF IBIT von BlackRock am 4. August 47,5 Milliarden US-Dollar. Das entspricht etwa dem 3.260-Fachen des DEFI-Fondsvermögens.

KennzahlAngabe
Jährliche Gebühr0,25 Prozent
Fondsvermögen zuletztrund 14,56 Millionen US-Dollar
Gebühreneinnahmen im letzten vollständigen Quartal6.453 US-Dollar
Gebühreneinnahmen im Jahr 202547.521 US-Dollar
Letzter Handelstag17. August 2026
Voraussichtliche Auszahlungum den 28. August
Zu liquidierende Bitcoin225,58 Bitcoin
Abweichung von der Bitcoin-Kursabbildung0,02 Prozent
Fondsvermögen am 31. März9,22 Millionen US-Dollar
Fondsvermögen am 4. August14,56 Millionen US-Dollar
Ausgegebene Anteile am 31. März120.000
Ausgegebene Anteile am 4. August200.000
Vermögen des BlackRock-ETFs IBIT am 4. August47,5 Milliarden US-Dollar

Infobox: Der Hashdex-ETF DEFI wird bis zum 17. August 2026 gehandelt und soll voraussichtlich um den 28. August ausgezahlt werden. Der Fonds funktionierte technisch, scheiterte laut Börse Online jedoch an seiner zu geringen Größe.

Quelle: Börse Online

Multisig-Wallets sollen Bitcoin-Selbstverwahrung widerstandsfähiger machen

Blocktrainer beschreibt eine 2-von-3-Multisig-Wallet als Möglichkeit, Bitcoin-Bestände gegen den Ausfall oder die Kompromittierung eines einzelnen Geräts oder Herstellers abzusichern. Hintergrund ist ein Vorfall rund um Coldcard-Wallets, bei dem ein Fehler bei der Erzeugung der Seedphrase die effektive Sicherheit betroffener Modelle deutlich reduzierte.

Bei den Mk2- und Mk3-Modellen lag der effektive Suchraum laut Hersteller bei rund 40 Bit. Bei Mk4, Mk5 und Q waren es etwa 72 statt der vorgesehenen 128 Bit.

Durch die mangelnde Zufälligkeit konnten Angreifer die selbstverwahrten Wallets durch Ausprobieren leeren. Circa 1.600 BTC im Wert von über 100 Millionen US-Dollar wurden nach Angaben des Artikels gestohlen.

Eine 2-von-3-Multisig-Wallet verfügt über drei unabhängige Schlüssel, von denen zwei für eine Transaktion benötigt werden. Jede Kombination aus zwei Cosignern kann eine Transaktion freigeben: A und B, A und C oder B und C.

Der Verlust eines einzelnen Schlüssels führt in diesem Modell nicht direkt zum Verlust der Bitcoin. Gleichzeitig weist Blocktrainer darauf hin, dass Multisig die Komplexität erhöht und sich eher für größere, langfristig gehaltene Bestände eignet.

Die Bitcoin liegen dabei nicht auf drei Geräten. Die Geräte verwalten unabhängige Schlüssel; ein Multisig-fähiges Wallet-Interface wie Sparrow dient als Coordinator, setzt die Wallet zusammen, erzeugt Adressen und erstellt Partially Signed Bitcoin Transactions, kurz PSBTs.

Für das Backup reichen die Seed-Wörter allein nicht aus. Zusätzlich müssen die öffentlichen Schlüssel aller Cosigner, der Skripttyp, die Ableitungspfade und die 2-von-3-Regel gesichert werden. Sparrow fasst diese Informationen in einem Output Descriptor zusammen.

Blocktrainer empfiehlt, vor größeren Einzahlungen Empfang, Ausgabe und Wiederherstellung mit einem kleinen Betrag zu testen. Bei kleinen Beträgen oder regelmäßigen Zahlungen sei eine Singlesig-Wallet mit nur einem Schlüssel meistens einfacher.

Die beschriebene Anleitung verwendet eine 2-von-3-Multisig mit Native SegWit, P2WSH und drei bereits eingerichteten Hardware-Wallets: BitBox02, Blockstream Jade und Foundation Passport. Benötigt werden drei mit Sparrow und P2WSH-Multisig kompatible Hardware-Wallets, drei geprüfte Seed-Backups und die aktuelle Version von Sparrow Wallet.

MerkmalAngabe
Effektiver Suchraum bei Mk2 und Mk3rund 40 Bit
Effektiver Suchraum bei Mk4, Mk5 und Qetwa 72 statt der vorgesehenen 128 Bit
Gestohlene BitcoinCirca 1.600 BTC
Wert der gestohlenen Bitcoinüber 100 Millionen US-Dollar
Erforderliche Signaturen im beschriebenen Setup2 von 3
Standardmäßiger BIP-48-Ableitungspfadm/48'/0'/0'/2'

Infobox: Eine 2-von-3-Multisig-Wallet benötigt zwei von drei unabhängigen Schlüsseln für eine Transaktion. Sie kann die Auswirkungen eines einzelnen kompromittierten Seeds begrenzen, erhöht jedoch Aufwand, Gebühren und die Gefahr von Backup- oder Bedienfehlern.

Quelle: Blocktrainer

Quellen: