EPI bestätigt Interoperabilität europäischer Mobile-Payment-Lösungen im Test erfolgreich
Autor: Felix Weipprecht
Veröffentlicht:
Kategorie: Retail
Zusammenfassung: Die European Payments Initiative hat erfolgreich die Interoperabilität mobiler Zahlungslösungen getestet, um bis 2027 grenzüberschreitende Zahlungen in Europa zu ermöglichen. Rund 130 Millionen Nutzer aus 13 Ländern profitieren bereits von dieser Zusammenarbeit.
EPI: Machbarkeit der Interoperabilität mit europäischen Mobile-Payment-Lösungen im Test bestätigt
Die European Payments Initiative (EPI) hat zusammen mit Bancomat, SIBS-MB WAY und weiteren Partnern den erfolgreichen Abschluss eines Proof of Concept (PoC) bekannt gegeben. Dieser Test hat die Interoperabilität ihrer mobilen Zahlungslösungen für grenzüberschreitende Transaktionen im stationären Handel nachgewiesen. Der PoC zeigt, dass Nutzer aller beteiligten mobilen Zahlungsanwendungen nahtlos Einzelhandelsgeschäfte über QR-Code-basierte P2M-Zahlungen (Person-to-Merchant) abwickeln können.
Die erfolgreiche Durchführung des PoC wurde mit Unterstützung großer Finanzinstitute wie La Banque Postale und Intesa San Paolo realisiert. Dies stellt einen bedeutenden Schritt in der Zusammenarbeit dar, die im Februar 2026 durch eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) zwischen den Partnern formalisiert wurde. Ziel dieser Initiative ist es, die Bereitstellung souveräner und interoperabler paneuropäischer Zahlungslösungen zu beschleunigen.
„Durch den Nachweis der technischen und operativen Machbarkeit grenzüberschreitender QR-Code-Zahlungen ist eine Grundlage für die umfassendere Zusammenarbeit zwischen den Parteien geschaffen worden“, so ein Sprecher der EPI.
Die Absichtserklärung zielt darauf ab, die Einführung nahtloser grenzüberschreitender Zahlungen in Europa bis 2027 zu beschleunigen. Dies ist besonders relevant, da die Region derzeit stark von außereuropäischen Zahlungsanbietern abhängig ist. Die Initiative verbindet bereits erfolgreiche lokale mobile Zahlungslösungen über einen zentralen Interoperabilitäts-Hub, was die Zusammenarbeit erleichtert, ohne dass einheimische Marken ersetzt werden müssen.
Zusammen bedienen die teilnehmenden Lösungen bereits rund 130 Millionen Nutzer in 13 europäischen Ländern, was etwa 72 Prozent der Bevölkerung der EU und Norwegens entspricht. Der Fahrplan sieht vor, dass bis 2026 grenzüberschreitende P2P-Zahlungen und bis 2027 E-Commerce sowie PoS-Zahlungen einschließlich NFC-basierter Zahlungen eingeführt werden.
Insgesamt zeigt die Initiative das Potenzial für eine stärkere Zahlungssouveränität in Europa und die Möglichkeit, die Abhängigkeit von externen Zahlungsanbietern zu verringern.
Wichtigste Erkenntnisse:
- Erfolgreicher PoC zur Interoperabilität mobiler Zahlungslösungen.
- 130 Millionen Nutzer in 13 europäischen Ländern.
- Ziel: Einführung grenzüberschreitender Zahlungen bis 2027.
Quellen: