Digitale Umkleidekabinen mit Style-Vorschlägen: Smarte Assistenten für den Store
Autor: Felix Weipprecht
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Kategorie: eCommerce
Zusammenfassung: Digitale Umkleidekabinen verbinden Technik und Beratung, indem sie smarte Spiegel oder Displays nutzen, um Kund:innen Styling-Vorschläge zu bieten und den Einkauf komfortabler zu gestalten. Sie steigern die Conversion-Rate, fördern Cross-Selling und liefern wertvolle Daten für Händler:innen – ein echter Mehrwert im Omnichannel-Handel.
Umkleidekabinen sind im stationären Handel der Ort der Entscheidung. Hier fällt der Kauf – oder eben nicht. Mit digitalen Technologien lassen sich diese Momente heute optimieren: Smarte Spiegel, interaktive Displays und intelligente Vorschläge verwandeln die klassische Kabine in ein Erlebniszentrum. Ein echter Mehrwert im Omnichannel-Handel.
Was ist eine digitale Umkleidekabine?
Digitale Umkleidekabinen sind mit interaktiven Displays oder smarten Spiegeln ausgestattet, die über RFID, Touch oder Kamera erkennen, welche Produkte anprobiert werden. Kund:innen erhalten auf Wunsch passende Kombinationsvorschläge, alternative Größen oder direkt die Möglichkeit, weitere Artikel per Klick anzufordern – oft ohne die Kabine verlassen zu müssen.
Warum sind smarte Umkleiden relevant für Omnichannel?
- Verbindung von Beratung und Technik: Kund:innen erhalten Empfehlungen wie im Webshop – aber direkt vor Ort.
- Mehr Conversion: Wer passende Alternativen sieht, findet öfter etwas Passendes.
- Mehr Umsatz durch Cross-Selling: Style-Vorschläge regen zum Mitkauf an.
- Datengrundlage für Sortimentsplanung: Was wird anprobiert, aber nicht gekauft?
Beispiel: Mango & Smart Mirrors
Die Modemarke Mango testet digitale Spiegel in ausgewählten Filialen: Kund:innen sehen sich selbst im Spiegel – ergänzt durch passende Styling-Empfehlungen auf dem Display. Gleichzeitig können sie per Touch weitere Größen anfordern oder sich Artikel direkt an die Kabine bringen lassen. Eine digitale Erweiterung des Einkaufserlebnisses – mit positiver Wirkung auf Conversion und Kundenzufriedenheit.
Technische Voraussetzungen
- RFID oder visuelle Erkennung: Zur Identifikation der anprobierten Artikel.
- Display oder Smart Mirror mit Touch-Interface: Für Interaktion und Vorschläge.
- Schnittstelle zum Warenwirtschaftssystem: Zur Abfrage von Größenverfügbarkeiten & Lagerdaten.
- Optional: Verbindung zum Personal: Z. B. Benachrichtigung für Artikel-Nachschub.
Tipps für Händler:innen
- Kundenfreundlichkeit im Fokus: Bedienung muss intuitiv, schnell und optional sein.
- Mode & Technik verbinden: Style-Vorschläge sollten inspirieren, nicht überfordern.
- Mit Pilotfläche starten: Erst in einer Flagship-Filiale testen und optimieren.
- Ergebnisse messen: Wie viele Zusatzverkäufe entstehen? Wie verändert sich die Verweildauer?
Fazit
Digitale Umkleidekabinen sind mehr als ein Gimmick – sie schaffen echten Mehrwert für Kund:innen und Händler:innen. Sie verknüpfen Technik mit Beratung, steigern die Abschlussquote und liefern wertvolle Daten. Wer sie sinnvoll einsetzt, macht den Store smarter – und den Omnichannel erlebbar bis in die letzte Ecke der Filiale.
Wichtig: Dies ist nur einer von 20 praxisnahen Artikeln rund um das Thema Omnichannel. Du findest die vollständige Übersicht aller Ansätze hier:
→ Zur Gesamtübersicht: Omnichannel – 20 Ideen, 20 Lösungen