Deutschlands KI-Strategie: Lehren aus den USA für den globalen Wettbewerb

Deutschlands KI-Strategie: Lehren aus den USA für den globalen Wettbewerb

Autor: Felix Weipprecht

Veröffentlicht:

Kategorie: Künstliche Intelligenz

Zusammenfassung: Deutschland muss seine KI-Strategie verbessern, um im globalen Wettbewerb nicht zurückzufallen, während die Nutzung von KI am Arbeitsplatz stagniert und Experten vor den Risiken warnen. Gleichzeitig zeigen Unternehmen wie Audi, wie KI effizient in der Produktion eingesetzt werden kann.

Deutschlands KI-Strategie: Was man von den KI-Superstars aus den USA lernen kann

Auf dem World Economic Forum in Davos wurde deutlich, dass Deutschland und Europa im globalen KI-Wettlauf aufholen müssen. Experten wie Satya Nadella von Microsoft betonen die Notwendigkeit, die KI schnell zu verbreiten und zu nutzen, um eine Blase zu vermeiden. Trotz des Datenvorteils in der industriellen KI haben Europa und Deutschland noch mit hohen Energiekosten und einem langsamen Start-up-Wachstum zu kämpfen. Um im Rennen zu bleiben, sind massive Investitionen und eine klare Strategie erforderlich, wie Elon Musk und Eric Schmidt betonen.

„Wir müssen auch in den USA erfolgreich sein“, sagt Thomas Saueressig von SAP.

Zusammenfassend ist es für Deutschland entscheidend, eine Digitalunion zu bilden und die KI konsequent zu fördern, um nicht von anderen Nationen abgehängt zu werden.

Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz: Nutzung stagniert

Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz am Arbeitsplatz hat nach drei Jahren rasantem Wachstum ein Plateau erreicht. Etwa ein Viertel der Erwerbstätigen zählt zu den Intensivnutzern, die immer größere Teile ihrer Arbeit automatisieren. Diese stagnierende Entwicklung könnte zu einer doppelten digitalen Lücke führen, da die KI zwar in der Tiefe genutzt wird, jedoch nicht in der Breite in alle Unternehmen vordringt.

„ChatGPT löst sogar hochkomplexe Steuerberaterprüfungen“, sagt DATEV-Chef Robert Mayr.

Die Herausforderung besteht darin, dass KI die Einstiegshürde in vielen Jobs senkt, was den Bewerberkreis um durchschnittlich zehn Prozent erhöht und somit die Löhne senken könnte, es sei denn, man gehört zu den Top-Experten seines Metiers.

Gefährliche Entwicklung: KI-Vorreiter Dario Amodei warnt vor Risiken der Künstlichen Intelligenz

Dario Amodei, Chef der KI-Firma Anthropic, äußert große Sorgen über die potenziellen Risiken, die mit der Weiterentwicklung von Künstlicher Intelligenz verbunden sind. In einem umfangreichen Blogeintrag warnt er vor den katastrophalen Folgen, die leistungsstarke KI-Systeme mit sich bringen könnten, darunter Arbeitsplatzverluste und sogar Bioterrorismus. „Die Menschheit steht kurz davor, eine fast unvorstellbare Macht zu erlangen“, so Amodei.

Er fordert ein verantwortungsbewusstes Handeln bei der KI-Entwicklung, um zu verhindern, dass diese Technologien außer Kontrolle geraten.

KI-Pionier warnt vor KI: Warum er seine Entdeckungen bereut

Yoshua Bengio, einer der einflussreichsten KI-Forscher, äußert Bedenken über die Gefahren der Künstlichen Intelligenz. Er warnt, dass KI-Systeme in der Lage sein könnten, sich selbst zu erhalten und somit die Kontrolle zu entziehen. „Wenn sich dieser Trend fortsetzt, werden sie innerhalb weniger Jahre in der Lage sein, sich unserer Kontrolle zu entziehen“, sagt Bengio.

Er fordert eine Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Technologie, um potenzielle Risiken zu minimieren.

Professor begeistert 350 Gäste mit Vortrag über Künstliche Intelligenz

Beim Neujahrsempfang in Bad Tölz hielt Professor Dr. Christian Stummeyer einen fesselnden Vortrag über die Chancen der Künstlichen Intelligenz für mittelständische Unternehmen. Über 350 Gäste waren anwesend und zeigten sich beeindruckt von den Entwicklungen in der KI. Stummeyer betonte, dass KI unverzichtbar sei, um dem Fachkräftemangel zu begegnen und die Effizienz in Unternehmen zu steigern.

Der Abend endete mit der Uraufführung eines KI-generierten Songs, der das Publikum begeisterte und die Relevanz der Technologie unterstrich.

KI als Taktgeber: Wie Audi die Produktion digitalisiert

Audi beschleunigt die Integration von Künstlicher Intelligenz in der Fertigung und setzt auf eine Cloud-Plattform, die die Produktion effizienter gestaltet. Gerd Walker, verantwortlich für Produktion und Logistik, beschreibt KI als „Quantensprung für die Effizienz unserer Produktion“. In den Werken werden KI-gesteuerte Roboter eingesetzt, die körperlich fordernde Arbeiten übernehmen.

Mit der Edge Cloud 4 Production (EC4P) wird die IT-Infrastruktur optimiert, was zu einer Reduzierung der Hardware vor Ort und geringeren Wartungskosten führt. Audi plant, diese Technologien bis Mitte 2026 in die Serienproduktion zu überführen.

Quellen: