Amazon-News: Mehrwertsteuer-Aktion, Gutscheine und neue Werbepläne

Autor: Felix Weipprecht

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Kategorie: eCommerce

Zusammenfassung: MediaMarkt und Saturn starten vom 1. bis 5. Oktober eine Mehrwertsteuer-Aktion, während Amazon vergünstigte Gutscheine anbietet und Mechanical Turk schließt.

MediaMarkt und Saturn starten Mehrwertsteuer-Aktion vor dem Prime Day

MediaMarkt und Saturn wollen laut Filmstarts bereits vor dem nächsten Amazon Prime Day mit einer Mehrwertsteuer-Aktion Kunden ansprechen. Der Rabatt startet am 1. Oktober um 6 Uhr und endet am 5. Oktober um 23:59 Uhr. Der zweite Prime Day folgt am 7. und 8. Oktober; einen vorgezogenen App-Verkauf gibt es diesmal nicht.

Für die Teilnahme ist bei MediaMarkt ein myMediaMarkt-Konto erforderlich. Beim Online-Kauf wird der gewünschte Aktionsartikel in den Warenkorb gelegt, worauf der Rabatt direkt abgezogen wird. Beim Einkauf in einer Filiale muss die myMediaMarkt-Mitgliedskarte an der Kasse vorgezeigt werden. Bei Saturn läuft die Aktion parallel nach demselben Prinzip, dort wird ein mySaturn-Konto benötigt.

Die Formulierung „19 Prozent Mehrwertsteuer geschenkt“ entspricht laut Filmstarts einem effektiven Preisnachlass von 15,966 Prozent. Als mögliche Heimkino-Produkte nennt der Beitrag 4K-TVs, Soundbars, Blu-ray-Player und Surround-Systeme. Genannt werden unter anderem der LG OLED C6, der LG OLED B6, Mini-LED-TVs wie der TCL C7L und der Samsung M80H sowie die Soundbars Samsung HW-Q995GH und Samsung HW-Q935GH.

Auch LEGO-Sets, Beamer und Blu-rays könnten an der Aktion teilnehmen. Filmstarts empfiehlt, Favoriten bereits vor dem Start zusammenzustellen und Vergleichspreise zu notieren, da der Abzug allein nicht automatisch einen Bestpreis garantiere.

„19 Prozent Mehrwertsteuer geschenkt“ entspricht einem effektiven Preisnachlass von 15,966 Prozent.

Infobox: Die Aktion läuft vom 1. Oktober um 6 Uhr bis zum 5. Oktober um 23:59 Uhr. Für die Teilnahme werden je nach Händler ein myMediaMarkt- oder mySaturn-Konto beziehungsweise die entsprechende Mitgliedskarte benötigt.

Vergünstigte Gutscheine für Mode und Wellness bei Amazon

T-Online berichtet über digitale Geschenkgutscheine, die bei Amazon derzeit unter ihrem jeweiligen Gutscheinwert erhältlich sind. Genannt werden Gutscheine von Zalando, H&M und WellCard. Die Gutscheine werden per E-Mail zugestellt und sind laut Beitrag in der Regel innerhalb weniger Minuten verfügbar.

Der Zalando-Gutschein kann auf der Zalando-Webseite oder in der App eingelöst werden. Laut Hersteller gilt er ausschließlich für tragbare Modeartikel und nicht für Kosmetik oder Elektronik. Ein Gutschein mit einem Wert von 15 Euro kostet aktuell 12,75 Euro; weitere Beträge von 25, 50, 100, 150 oder 200 Euro sind ebenfalls verfügbar und jeweils entsprechend reduziert. Die Gültigkeit beträgt fünf Jahre.

Der H&M-Gutschein ist online auf hm.com sowie in allen H&M-Filialen und H&M-Home-Geschäften in Deutschland einlösbar. Er kann für Kleidung und Einrichtungsartikel verwendet werden. Auch hier kostet der 15-Euro-Gutschein aktuell 12,75 Euro. Weitere Stufen reichen bis 75 Euro und sind jeweils mit dem gleichen Preisvorteil erhältlich; beim 100-Euro-Gutschein entfällt die Vergünstigung. Die Gültigkeit beträgt fünf Jahre ab dem Datum der letzten Nutzung.

Die WellCard richtet sich an Kunden, die den Gutschein für Erholung einsetzen möchten. Laut Hersteller ist sie in über 500 Thermen, Wellnesshotels und Day Spas einlösbar, unter anderem für Eintritte, Übernachtungen und Massagen. Teileinlösungen sind möglich. Der 15-Euro-Gutschein kostet aktuell 12,75 Euro; höhere Beträge bis 250 Euro sind ebenfalls vergünstigt erhältlich. Die WellCard ist drei Jahre ab Ende des Jahres der Aktivierung gültig.

Bei keinem der drei Gutscheine ist eine Barauszahlung möglich. T-Online weist außerdem darauf hin, dass die Einlösebedingungen bei WellCard je nach Betrieb variieren können.

Infobox: Die Gutscheine bieten laut T-Online einen Preisvorteil bei digitaler Zustellung. Einschränkungen betreffen die Einlösbarkeit bei Zalando, den fehlenden Preisvorteil beim 100-Euro-H&M-Gutschein und unterschiedliche Bedingungen bei WellCard-Partnerbetrieben.

Amazon beendet die Plattform Mechanical Turk

Amazon schließt laut derStandard.de am 30. September die Plattform Mechanical Turk, kurz MTurk. Die Plattform besteht seit 2005 und brachte Menschen mit kleinen Arbeitsaufträgen zusammen, an denen Computer lange gescheitert waren.

Zu den Aufgaben gehörten dem Bericht zufolge das Zuordnen von Buchcovern zu den richtigen Produktseiten, die Recherche von Adressen und das Abtippen von Kassabons. Die Tätigkeiten waren klein und monoton, bezahlt wurde im Centbereich. Auf diese Weise beschrifteten Hunderttausende Daten, mit denen künstliche Intelligenz lernte.

Der Beitrag ordnet das Ende von Mechanical Turk als Abschluss einer Ära in der KI-Welt ein. Als künftige Nachfrage nennt derStandard.de unter anderem Fachleute, alte Bücher und professionelle Mikrowellentür-Schließer.

Infobox: Mechanical Turk wurde 2005 gestartet und wird am 30. September geschlossen. Im Mittelpunkt standen kleine, monotone und im Centbereich bezahlte Arbeitsaufträge.

Frühere Amazon-Manager erklären Prinzipien des Unternehmenserfolgs

Das Handelsblatt beschäftigt sich mit Managementprinzipien, die zum Erfolg von Amazon beigetragen haben sollen. In Konferenzräumen des Unternehmens liegt demnach auf einem Stuhl ein Kissen mit der Aufschrift „Kunde“, damit diese Perspektive bei Entscheidungen präsent bleibt.

Projektteams werden „Two-Pizza-Teams“ genannt. Sie dürfen laut Beitrag nur so viele Mitglieder haben, dass alle von zwei großen amerikanischen Pizzen satt werden könnten. Außerdem sind Powerpoint-Präsentationen bei der Vorstellung neuer Ideen verboten. Stattdessen wird ein ausformulierter Text von maximal sechs Seiten vorgelegt, im besten Fall im Stil einer Pressemitteilung.

Der Beitrag beschreibt Amazon als einen der wertvollsten Konzerne der Welt. Würde man das Unternehmen als Land betrachten, läge es mit einem Umsatz von mehr als 700 Milliarden Dollar auf Platz 21 der größten Volkswirtschaften der Welt, noch vor Argentinien oder Schweden.

Drei ehemalige Führungskräfte – Marc Ebel, Georg Hesse und Amelie Rose – haben für ihr Buch „The Secret Playbook“ mit 57 weiteren Ex-Managern gesprochen. Aus diesen Erfahrungen identifizierten sie die 20 wichtigsten Erfolgstechniken und prüften deren Übertragbarkeit auf andere Unternehmen.

Das Handelsblatt wertete die Analyse aus und sprach mit weiteren aktuellen und ehemaligen Topmanagern von Amazon. Dabei ging es darum, welche Methoden sich außerhalb des Konzerns anwenden ließen und mit welchen Ansätzen frühere Führungskräfte scheiterten. Die ehemalige Amazon-Managerin Andrea Euenheim bezeichnete das Buch als einen Einblick in die Managementprinzipien des Konzerns.

„Das Buch öffnet erstmals wirklich die Blackbox der Managementprinzipien von Amazon“, sagt die ehemalige Amazon-Managerin Andrea Euenheim.

Infobox: Zu den beschriebenen Amazon-Prinzipien gehören die konsequente Kundenperspektive, kleine „Two-Pizza-Teams“ und maximal sechs Seiten lange Entscheidungsvorlagen. Das Buch „The Secret Playbook“ stützt sich auf Gespräche mit 57 weiteren ehemaligen Managern und benennt 20 Erfolgstechniken.

Amazon Ads soll stärker automatisiert und dialogbasiert werden

Beim diesjährigen unBoxed-Event in San Francisco stellte Amazon laut Horizont.net neue Funktionen für seine Werbeangebote vor. Im Mittelpunkt steht der Amazon Ads Agent, der alle Werbeangebote auf einer Plattform zusammenführen soll.

Der Konzern setzt dabei auf eine „bruchlose, agentische Unterstützung“. Zusätzlich wurden dialogbasierte Funktionen vorgestellt, die die Arbeit mit den Werbeangeboten stärker vereinfachen sollen. Horizont.net beschreibt die Entwicklung als weiteren Schritt hin zu einer stärker agentischen Werbesteuerung.

Infobox: Der Amazon Ads Agent soll Werbeangebote auf einer Plattform bündeln und agentische Unterstützung ermöglichen. Die neuen Funktionen wurden beim unBoxed-Event in San Francisco vorgestellt.

Quellen: